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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Koaxiallautsprecher mit REW nahfeldmessen



t.wagner
28.07.2021, 12:20
Hallo zusammen,

nach längerer Pause möchte ich wieder mal was mit Lautsprechern machen und mich dem Thema mini DSP, bzw. Messungen mit REW annähern. Dazu habe ich mir das Behringer Messmikro, den miniDSP amp vom kleinen t. und REW besorgt.

Ein paar raumakustische Messungen habe ich bereits durchgeführt, um über DSP den Frequenzgang meiner Aktivmonitore ein wenig zu glätten, das aber eher, um mit der eigentlichen Bedienung erstmal klarzukommen.

Folgender "Patient" steht bei mir seit Jahren auf der Liste: D.A.S. CX-12 Koaxial-Hornlautsprecher.

61752 61753 61755

Die im Datenblatt angegebene Weiche ist nicht zu gebrauchen.
Allerdings ist dort eine andere Weiche verbaut worden, die sieht so aus:

61756

Das klingt alles nicht wirklich bezaubernd, sodass ich folgende Ideen habe:

1. Weiche so lassen, Lautsprecher nahfeldmessen, und über den vorgeschalteten mini DSP optimieren.
2. Weiche rausschmeißen, den mini DSP als Weiche benutzen und entsprechend über Messungen optimieren.

Die Anwendung soll für mein Home-Studio sein, d. h. die LS sollen als "Midfield" Abhörmonitore dienen, daher wäre ein linearer Frequenzgang, schon ganz nett.

Nur, wie messe ich so einen Typ Lautsprecher nun im Nahfeld? Die allgemeinen Anleitungen sehen das Messmikro ja unmittelbar vor dem Chassis, da ist nun aber das Horn im Wege...
Welche Lösung würdet ihr empfehlen? Weiche lassen, Rest über DSP "geraderücken", oder Weiche rausschmeißen, und das mini DSP als alleinige Weichenlösung anwenden?
Ist übrigens der mini DSP inkl. 4 Kanal Amp.

Bin da halt noch in der Findungsphase und würde mich über etwas Hilfestellung mächtig freuen!
Besten Dank vorab!

VG, Thomas

4711Catweasle
28.07.2021, 12:31
Moin Thomas,


Dazu habe ich mir das Behringer Messmikro, den miniDSP amp vom kleinen t. und REW besorgt.


1. Weiche so lassen, Lautsprecher nahfeldmessen, und über den vorgeschalteten mini DSP optimieren.
2. Weiche rausschmeißen, den mini DSP als Weiche benutzen und entsprechend über Messungen optimieren.


ist das Mikro kalibriert?
Das Behringer habe ich auch und die weichen unkalibriert z.T. schon recht ordentlich ab.

Nahfeldmessungen sind für die Weichenentwicklung / Optimierung ungeeignet.
Eat this::D
https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/showthread.php?21703-Messungen-und-die-richtige-Skalierung-verstehen-lernen&p=309103&viewfull=1#post309103

Ich votiere für Option 2.:prost:

t.wagner
28.07.2021, 12:57
Moin Catweazle,
wow, das war ja mal ne fixe Antwort :)

Ja, die Behringer streuen wohl recht arg, sodass auch die Kalibrierungsdatei nicht wirklich was bringt. Habe mich als Einsteiger aber erst einmal für die "Low-Budget" Version entschieden und lebe mit dem Wissen, dass die Messergebnisse nicht 100%ig sind. Am Ende kommt es ja eh auch auf das eigene "Hörgefühl" an. Aber vielleicht kommt ja später mal was besseres ins Haus.

Bzgl. der Messmethodik habe ich versucht den Thread zu verstehen, und gebe mal meine Version wieder:

1. Keine Nahfeldmessung durchführen, sondern im gleichen Abstand zu allen Wänden und mit definiertem Mikroabstand zur Achse Horn / TT (ist ja hier dieselbe Achse).
2. HT und TT getrennt messen, ggf. anschließend in REW "addieren".
3. Ggf. Winkelmessungen durchführen (15°, 30°).
4. Das Ganze ohne Weiche, aber DSP dazwischen, bei der Trennfrequenz irgendwo bei 2,5kHz anfangen (siehe Datenblatt) um den HT Treiber zu schützen?!?

Was genau bedeutet in dem Zusammenhang "fenstern"?

Hu, ich hoffe, die Fragen sind nicht zu laienhaft, bitte seid gnädig mit mir, das ist absolutes Neuland für mich (aber umso spannender!).

Dickes DANKESCHÖN und VG, Thomas

MK_Sounds
28.07.2021, 14:30
Nur, wie messe ich so einen Typ Lautsprecher nun im Nahfeld? Die allgemeinen Anleitungen sehen das Messmikro ja unmittelbar vor dem Chassis, da ist nun aber das Horn im Wege...
Welche Lösung würdet ihr empfehlen?
Wie bereits erwähnt, brauchst du die Nahfeldmessung für die Weichenentwicklung nicht. Wenn du den Bassbereich messen willst, kannst du eine Groundplane-Messung machen. Einfach im Hof oder in der Wiese mit so weit entfernten schallharten Oberflächen wie möglich.


Was genau bedeutet in dem Zusammenhang "fenstern"?
Da solltest du etwas Grundlagenlektüre zur akustischen Messtechnik zu dir nehmen. Nach dem Motto "Was ist eine FFT, wie funktioniert sie und wie wird das implementiert?"

Grundsätzlich würde ich zuerst das Konstrukt mit der Weiche vermessen (Gesamt, Zweige und Winkel). Dann die Zweige unbeschaltet + Winkel. Dann kannst du simulativ rausfinden, ob es Sinn macht, die Weiche rauszuschmeißen oder ob eine Überalles-Korrektur auch zum gewünschten Ergebnis führt.

wholefish
28.07.2021, 15:29
Lass dein Mikro individuell kalibrieren. Die 30€ lohnen sich! Wenn du keine komplette Gurke hast mit zig dB Abweichungen kann man auch mit den günstigen Mikrow gut leben.

4711Catweasle
28.07.2021, 16:04
...., sodass auch die Kalibrierungsdatei nicht wirklich was bringt. ... Aber vielleicht kommt ja später mal was besseres ins Haus.

Bzgl. der Messmethodik habe ich versucht den Thread zu verstehen, und gebe mal meine Version wieder:

1. Keine Nahfeldmessung durchführen, sondern im gleichen Abstand zu allen Wänden und mit definiertem Mikroabstand zur Achse Horn / TT (ist ja hier dieselbe Achse).
2. HT und TT getrennt messen, ggf. anschließend in REW "addieren".
3. Ggf. Winkelmessungen durchführen (15°, 30°).
4. Das Ganze ohne Weiche, aber DSP dazwischen, bei der Trennfrequenz irgendwo bei 2,5kHz anfangen (siehe Datenblatt) um den HT Treiber zu schützen?!?

Was genau bedeutet in dem Zusammenhang "fenstern"?



Vorab möchte ich Markus erstmal komplett zustimmen.:prost:
Für mich wäre die DSP Lösung, weil flexibler und mehr Möglichkeiten, der Favorit.:)

Mit einer indviduellen Kalibrierung, z.B. von HiFi Selbstbau oder einem anderen Dienstleister, ist das Mik. imho für den Hobby Gebrauch völlig OK.:)
Nur wenn man z.B. Klirr etc. mit hohen Pegeln messen möchte, sollte man etwas höher ins Regal greifen.

Das "Problem" ist, das wir Deinen Kenntnis / Wissensstand etc. nicht kennen....."fortgeschrittene" Bastler erwähnen diverse
grundlegende Dinge schlicht nicht.....weil das ist Ja allgemein bekannt....
Mir geht es ebenso, viele "Basis" Sachen spreche ich einfach nicht an.:o

Fenstern bedeutet - einfach ausgedrückt: Ausblenden der Raumreflektionen in der Messung, damit man sieht was das Chassis anstellt.

Zum Beispiel:
Wenn mir diese Coaxe in die Finger fallen würden, würde ich:
- Einwobbeln und TSP messen (Siehe z.B. Klang und Ton Chassis Tests - Messprozedere in Stichpunkten)
Dann weiß ich wie ich die Chassis (im Bass) überhaupt einsetzen kann.....ggf. ist das Chassis auch "nur" ein besserer PA Mitteltöner.
- Simulation geeignetes (Bass) Gehäuse
- In dem Gehäuse Nahfeld Messungen TMT und ggf. Port und - Impedanzmessungen (HT und TMT)
Ermitlung: ob die Baß Abstimmung gelungen ist und Gehäuse Resonanzen im Zusammenhang mit der Bedämfung....
- Akustische "Rohmessungen" - unbeschaltet, gefenstert, Winkel bis 90 Grad (15Grad Schritte) aller beteiligten Chassis
Daran kann ich sehen wo eine mögliche Trennung machbar scheint und welche "Fehler" aus den Chassis entzerrt werden müssen...
....zwischendurch kann es auch zu der Erkenntnis kommen das das Teilchen (für das was ich machen möchte) "Kernschrott" ist....;)

Undsoweiterundsofort.....:D

Bei dieser kurzen und groben Auflistung fehlen halt ganz viele "Basis" Sachen ......

Azrael
28.07.2021, 16:14
Ja, die Behringer streuen wohl recht arg, sodass auch die Kalibrierungsdatei nicht wirklich was bringt.

Warum sollte eine individuell für dein Mikrophon-Exemplar gefertigte Kompensationsdatei nichts bringen? Das Gegenteil ist der Fall, da stimme ich wholefish zu.

Viele Grüße,
Michael

t.wagner
28.07.2021, 22:47
Warum sollte eine individuell für dein Mikrophon-Exemplar gefertigte Kompensationsdatei nichts bringen? Das Gegenteil ist der Fall, da stimme ich wholefish zu.

Viele Grüße,
Michael

Hi Michael,
na da hab ich mich nicht deutlich ausgedrückt - es gibt für das Behringer Mikro eine Cal Datei, also EINE für ALLE hergestellten Mikros. Da die Fertigungsstreuung jedoch so hoch ist, bringt diese Cal Datei nicht viel. Individuell kalibrieren lassen ist natürlich eine super Sache, da hab ich dann genau für mein Mikro die Datei. :)

VG, Thomas

t.wagner
28.07.2021, 23:04
Vorab möchte ich Markus erstmal komplett zustimmen.:prost:
Für mich wäre die DSP Lösung, weil flexibler und mehr Möglichkeiten, der Favorit.:)

Mit einer indviduellen Kalibrierung, z.B. von HiFi Selbstbau oder einem anderen Dienstleister, ist das Mik. imho für den Hobby Gebrauch völlig OK.:)
Nur wenn man z.B. Klirr etc. mit hohen Pegeln messen möchte, sollte man etwas höher ins Regal greifen.

Das "Problem" ist, das wir Deinen Kenntnis / Wissensstand etc. nicht kennen....."fortgeschrittene" Bastler erwähnen diverse
grundlegende Dinge schlicht nicht.....weil das ist Ja allgemein bekannt....
Mir geht es ebenso, viele "Basis" Sachen spreche ich einfach nicht an.:o

Fenstern bedeutet - einfach ausgedrückt: Ausblenden der Raumreflektionen in der Messung, damit man sieht was das Chassis anstellt.

Zum Beispiel:
Wenn mir diese Coaxe in die Finger fallen würden, würde ich:
- Einwobbeln und TSP messen (Siehe z.B. Klang und Ton Chassis Tests - Messprozedere in Stichpunkten)
Dann weiß ich wie ich die Chassis (im Bass) überhaupt einsetzen kann.....ggf. ist das Chassis auch "nur" ein besserer PA Mitteltöner.
- Simulation geeignetes (Bass) Gehäuse
- In dem Gehäuse Nahfeld Messungen TMT und ggf. Port und - Impedanzmessungen (HT und TMT)
Ermitlung: ob die Baß Abstimmung gelungen ist und Gehäuse Resonanzen im Zusammenhang mit der Bedämfung....
- Akustische "Rohmessungen" - unbeschaltet, gefenstert, Winkel bis 90 Grad (15Grad Schritte) aller beteiligten Chassis
Daran kann ich sehen wo eine mögliche Trennung machbar scheint und welche "Fehler" aus den Chassis entzerrt werden müssen...
....zwischendurch kann es auch zu der Erkenntnis kommen das das Teilchen (für das was ich machen möchte) "Kernschrott" ist....;)

Undsoweiterundsofort.....:D

Bei dieser kurzen und groben Auflistung fehlen halt ganz viele "Basis" Sachen ......


Huh, ich fürchte, mein Wissensstand beschränkt sich...sehr umfänglich :D!

Vielleicht hätte meine Frage lauten sollen: Wie fange ich an? Die Antwort hast Du ja oben bereits beschrieben.

Zu den TSP: Dort steht ja bereits einiges im Datenblatt (Seite 2 im pdf aus meinem ersten Post). Vielleicht hilft das ja schon bei der Gehäuseauslegung.


Besten Dank!

t.wagner
29.07.2021, 21:07
So, neuer Tag, neue Erkenntnis(se) :)

Zunächst habe ich mal den Tipp verfolgt, mich noch ein wenig in Theorie weiterzubilden. Dazu habe ich den Videokanal von "Franks Werkstatt der Lautsprechertechnik (https://www.youtube.com/channel/UC-Y8jmNTBsS3OoJoxG1qKzQ)" entdeckt und muss sagen, was der Mann dort erzählt, ist wirklich gut verständlich!

Hier nun nochmal die TSP aus dem Datenblatt des Chassis:



Äquivalentvolumen
Vas
173
dm3


Resonanzfrequenz
Fms
28,14
Hz


Elektrische Güte
Qes
0,59



Mechanische Güte
Qms
3,53



Gesamtgüte
Qts
0,51



Bewegte Masse
Mms




Membranfläche
Sd
0,047
m2


Nachgiebigkeit der Aufhängung
Cms




Gleichstromwiderstand
Re
7,5
Ohm


Induktivität der Schwingspule
Le




Verschiebevolumen
Vd
225
cm3


maximale Auslenkung
Xmax
4,8
mm


Kraftfaktor
B x I




mechanischer Verlustwiderstand
Rms





Und hier die Daten des vorhandenen Gehäuses:



Gehäuse

ORIGINAL



Höhe

48
cm


Breite

34,5
cm


Tiefe

25
cm


Volumen
Vb
41,4
Liter


Durchmesser Port

7
cm


Länge Port

18,5
cm




Als erstes habe ich gelernt, dass eine Gesamtgüte Qts von 0,51 am besten in ein geschlossenes Gehäuse verbaut werden sollte.
61766

Nun habe ich mehrere Rechner angeschmissen, um ein Gehäusevolumen zu berechnen (auf www.jobst-audio.de und www.lautsprechershop.de). Für die unbedämpfte Box sollen 188 Liter zur Verfügung gestellt werden. Bedämpft reduziert sich das Volumen auf ca. 141 Liter.
61767

61768


Zwischenfazit: Das vorhandene Gehäuse ist mit 41 Litern sehr klein, und es wurde ein Bassreflexrohr eingebaut.

Gelernte Lession aus Franks Lautsprechertutorials:
GHP soll Bass in kleinen Gehäusen ermöglichen. In der eingebauten Freqzenzweiche gibt es im TT-Zweig allerdings keinen seriellen Kondensator, sodass ich eine "Volumenkompensation" mittels GHP ausschließe. Mehr Bass sollt wohl ausschließlich durch das BR erzeugt werden.

Zwischen-Frage:
Kann man den TSP aus dem Datenblatt glauben, oder ist eigenes messen zwingend erforderlich. Ich erkenne, dass die Sicken ggf. mal erneuert worden sind (hat vllt. Auswirkungen auf den mech. Widerstand).

Ansonsten werfen die Datenblätter ja noch Grafiken aus bzgl. der Winkelmessungen:

6177061769

Soweit erstmal meine neuen "Erkenntnisse".

Achja, und "fenstern" wurde mir auch nett in Franks Videos erklärt.

Was meint ihr?

Variante 1: DSP, 41 Liter geschlossen, GHP Kondensator berechnen und einsetzen.
Variante 2: DSP, 141 Liter geschlossen (dann bekomme ich ein Platzproblem).

Ich freu mich auf eure Tipps und Hilfe!

Besten Dank! Thomas

wholefish
30.07.2021, 06:54
TSP Parametee aus Datenblättern sind meistens schon verwertbar, je nach Herstellee. Aber bei so alten Chassis sollte man sie trotzdem nachmessen, vor allem wenn die Sicke verändert wurde.
Ob Bassreflex geht, simuliere es doch mal mit einem der verfügbaren Programme durch. WinISD, BassCAD... 141 Liter sind viel zu groß. Da wird das Chassis leiser und es fehlt jegliche Dämpfung durch das "Luftkissen" im Rücken. 141 Liter ist eher was für 15 oder 18 Zoll Subwoofer.

GHP mit DSP zu kombinieren ergibt keinen Sinn. Das was die Kondensatoren machen, kannst du ja auch schnell am DSP klicken.

Kalle
30.07.2021, 07:27
Moin,
das sehe ich auch so. Einen Kondensator für die Bassanhebung bei einem MidBass halte ich für eine schlechte Idee.
Ich denke mit gut 80 l mit passender Bassreflexabstimmung sollte passen.
Diese Berechnungsprogramme arbeiten Parametern, die für Standardchassis ausgelegt sind.
Aber es gibt nicht nur die eine Bassreflexabstimmung, sondern ein ganzes Bündel von Abstimmungsvarianten.
Bei so alten Chassis ist eine TSP-Messung für die Benutzung dieser Rechnenprogramme unabdingbar.
Ein Wundergehäuse:) für 12 Zöller ist das Altec-Gehäuse 614, ich habe schon die seltsamsten Chassis darin gehört und selbst genutzt. Mit geringer Abstimmungsarbeit am Refexkanal liefen alle Chassis sehr überzeugend.
http://www.lansingheritage.org/images/altec/plans/1970's-lf-plans/enclosures06.jpg

Jrooß Kalle

t.wagner
30.07.2021, 08:22
Moin zusammen,

ich merke, ich komme um das messen nicht herum. Macht ja auch Sinn!
Da mir nun für die Impedanzmessung noch die notwendigen Utensilien fehlen, werde ich mir erst einmal die ARTA Messbox aufbauen. Ich bin seit gestern so derb angefixt, dass ich das priorisieren werde.

1. ARTA Messbox bauen
2. Impedanzmessung durchführen
3. TSP berechnen lassen
4. Anhand der Ergebnisse hier nochmal nachfragen, wie das Gehäuse am besten auszulegen ist :D
5. Gehäuse bauen
6. DSP als Weiche zum Einsatz bringen (hier denke ich ist wieder Eure Hilfe notwendig ;) )


Das Behringer Messmikro werde ich mal kalibrieren lassen (für die weiteren Messungen).

Das ganze wird jetzt ein wenig dauern, wenn ich dann reale Ergebnisse habe, würde ich mich gerne hier nochmal melden und Eure Hilfe benötigen.

An dieser Stelle schon mal BESTEN DANK an Alle!
Viele Grüße, Thomas

4711Catweasle
30.07.2021, 09:13
Moin Thomas,



ich merke, ich komme um das messen nicht herum. Macht ja auch Sinn!


Jupp:prost:

Und ganz viel Lesen (Fachliteratur und Entwicklungsthemen anderer Bastler).....
...und ganz viele Fragen stellen.
Equipment ist nur die halbe Miete - Wissen und damit praktisch umgehen können ist die andere Hälfte.:):prost:

wholefish
30.07.2021, 18:42
Bei der ARTA Messbox würde ich aber bedenken, dass die sich nur wirklich gänzlich lohnt, wenn man eine Standard Soundkarte mit externem reinem Mikrofonverstärker baut. Nur dann spart man sich das umstöpseln.
Bei den "moderneren" Varianten mit USB Soundinterface inkl Mic Vorverstärker hat man kaum Vorteile und dann reicht zur Impedanzmessung auch die allseits bekannte Schaltung hier:

https://www.elektronik-labor.de/HF/Lautsprecher/LS1.html

Franky
30.07.2021, 19:49
Bei dem Link geht bei mir eine Trojanerwarnung auf

Azrael
30.07.2021, 21:37
Komisch, bei mir bei allen bei mir installierten Browsern nicht (Chrome, Firefox, Edge). Ich habe das schon oft verlinkt und eine Rückmeldung, dass da etwas einen Trojaner detektiert hätte, kam bisher nicht. Ist das ein Virenscanner gewesen, der angeschlagen hat?

Viele Grüße,
Michael

Franky
30.07.2021, 22:06
Ja, malewarebytes heist der Scanner den ich habe. Der hat schon einiges rausgefischt was andere nicht gefunden haben.

kboe
30.07.2021, 22:53
Malwarebytes empfiehlt unser IT Dienstleister unserer Firma!:thumbup:

t.wagner
31.07.2021, 08:51
Bei der ARTA Messbox würde ich aber bedenken, dass die sich nur wirklich gänzlich lohnt, wenn man eine Standard Soundkarte mit externem reinem Mikrofonverstärker baut. Nur dann spart man sich das umstöpseln.
Bei den "moderneren" Varianten mit USB Soundinterface inkl Mic Vorverstärker hat man kaum Vorteile und dann reicht zur Impedanzmessung auch die allseits bekannte Schaltung hier:

https://www.elektronik-labor.de/HF/Lautsprecher/LS1.html


Die Bauanleitung hört sich für den Einsteiger auch sehr gut an, die Teile hätte ich sogar noch in der Sammelkiste.
Dazu aber eine Frage:
Hier wird ja nicht verstärkt, so wie ich das sehe. Ich wollte mangels der Knetmasse statt der "Knetmassen-Methode" lieber die "Feste-Gehäusevolumen-Methode" zur Impedanzmessung nehmen (weil ich halt noch ein passendes geschlossenes Gehäuse da habe). Geht das damit auch, oder muss dann zwingend verstärkt werden?

Danke und Grüße, Thomas

MK_Sounds
31.07.2021, 10:35
Das geht grundsätzlich unabhängig der verwendeten Methode ohne Verstärker, da die TSPs Kleinsignalparameter sind.
Eine Messung bei 1 W halte ich aber für praxisgerechter, weswegen ich den Messverstärker einfach immer in der Kette habe.

ArLo62
31.07.2021, 11:04
Hallo Markus!
Würde ein TDA2003 von der Qualität reichen als Messverstärker?
Gruß
Arnim

wholefish
31.07.2021, 11:14
Bei meiner "Messbox" habe ich beim Eingangssignal sowohl Chinch, als auch Lautsprecherklemmen. Eingangsseitig kann man sich dann aussuchen, ob man direkt aus der Soundkarte rausgeht oder ob man noch einen Verstärker (mit echter Masse, kein Brückenverstärker also ein beliebiger Hi-Fi Verstärker) dazwischen legt. Natürlich muss man dann etwas aufpassen, dass man den Eingang der Soundkarte nicht überlastet.

Die Volumenmenthode geht natürlich auch, nur musst du dann in deinem Gehäuse auch immer den passenden Lochausschnitt am Start haben, wenn du mal andere Chassis messen willst.

kboe
31.07.2021, 11:24
Und ich würde meinen, dass die Volumenmethode ungenauer ist. Du musst da schon sehr genau wissen, wieviel Volumen das zu testende Chassis verdrängt.
Da sind Gewichte leichter genau zu bestimmen IMHO.

Gruß
Bernhard

Cossart
31.07.2021, 12:02
Du musst da schon sehr genau wissen, wieviel Volumen das zu testende Chassis verdrängt.

Nö :D:

61789

Für die Bestimmung des Zusatzvolumens habe ich mir ein kleines Excel-Spreadsheet gebastelt.

Slaughthammer
31.07.2021, 12:12
61789

Für die Bestimmung des Zusatzvolumens habe ich mir ein kleines Excel-Spreadsheet gebastelt.

hornresp hat dafür auch einen illustrierten Rechner eingebaut: Tools--->Driver Front Volume

Gruß, Onno

t.wagner
31.07.2021, 12:28
Die Volumenmenthode geht natürlich auch, nur musst du dann in deinem Gehäuse auch immer den passenden Lochausschnitt am Start haben, wenn du mal andere Chassis messen willst.


Das ist natürlich ein Argument. Ich hatte gedacht, in meinem Fall schraube ich nach der ersten Messung und dem Auslitern die Chassis einfach wieder in das Gehäuse und stopf das BR zu :)

Andersrum - wo bekomme ich denn die passende "Knetmasse" her?
Reicht eine herkömmliche Küchenwaage (eine Nachkommastelle) zum auswiegen aus?

Danke und VG

wholefish
31.07.2021, 12:41
Natürlich ist es immer schön, wenn man möglichst genau misst. Ich würde da allerdings dann doch eher pragmatisch agieren und auch die Nachkommastelle weglassen.

Azrael
31.07.2021, 13:31
Ich habe ein Cakewalk UA25-EX, ein Audio-Interface mit eingebauten Mikrofon-Vorvertärkern und benutze folglich die ARTA-Messbox auch nicht, sondern das weiter vorne im Thread verlinkte, auf die andersartigen Anschlüsse meines Interfaces angepasste Messkabel.

Als Ausgang für das Mess-Signal nehme ich die Kopfhörerbuchse her, benutze also keinen extra Messverstärker. Das hat bisher immer anstandslos geklappt.

Als Masse zum Beschweren habe ich bisher Plastik Fermit und eine ähnliche Knetmasse von Teroson (ich glaube, es war RB IX) benutzt.

Viele Grüße,
Michael

MK_Sounds
31.07.2021, 21:20
Hallo Markus!
Würde ein TDA2003 von der Qualität reichen als Messverstärker?
Gruß
Arnim
Spielt eigentlich keine große Rolle, da der Abgriff für die Referenz sowieso am Ausgang des Verstärkers liegt. Die Einflüsse werden also ohnehin rausgerechnet.

Zum Wiegen der Zusatzmasse habe ich mir mal eine Briefwaage vom Chinamann für ca. 6-8€ angeschafft. Vermutlich auch kein geeichtes Präzisionsmessmittel, tut aber seinen Dienst.

t.wagner
19.08.2021, 21:41
So, es hat etwas gedauert, aber ich habe mein kalibriertes Messmikro von hifi-selbstbau wieder zurück erhalten. Das Ding ist, ich habe kein Kalibrierfile dazu erhalten und auf Nachfrage bekomme ich keine Rückmeldung.
Es ist lediglich ein Aufkleber auf das Mikro "WD" geklebt worden.
Wie läuft das denn üblicherweise bei Hifi-selbstbau ab?

Danke und Grüße, Thomas

ArLo62
19.08.2021, 21:56
Hi!
Hast Du keinen File mit den Daten an Deine E-Mail Adresse bekommen? Vielleicht im Spam?
Gruß
Arnim

t.wagner
19.08.2021, 22:07
Hi!
Hast Du keinen File mit den Daten an Deine E-Mail Adresse bekommen? Vielleicht im Spam?
Gruß
Arnim

Mensch, Tatsache, sämtliche Korrespondenz ist nach der Mail mit dem File im Spam Ordner gelandet. Sachen gibts, die gibts garnicht.

Danke!