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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Konzept von Intertechnik Bausatz "Jazz" nicht verstanden


ONormahl
18.06.2016, 21:12
Hallo!

Dank dem Forum und drei Büchern habe ich mittlerweile mir ein theoretisches Halbwissen zum Lautsprecherbau angeeignet. Ich besuche öfters die Intertechnikseite "Lautsprecherbau.de (https://www.lautsprecherbau.de/)". Dort wurde jetzt ein neuer Bausatz "Jazz (https://www.lautsprecherbau.de/Magazine/Lautsprecherbau-Magazin-2016/Juni-2016/_Jazz_8636,de,901259,15557)" vorgestellt. Der Bausatz ist nicht von Udo und ich verstehe das Konzept nicht:eek: Bin ich zu doof?

Da ist vorne ein Fountek Breitbänder, an der Seite ein Bass der Hausmarke Gradient und auf der Rückwand ein Hochtöner.

Die Weiche ist sehr simpel. Der Breitbänder läuft unentzerrt durch, der Bass hat eine Spule vor, die ihn bei etwa 1500 Hz langsam rausnimmt. Der Hochtöner strahlt gegen die Wand un fängt bei etwa 4000 Hz an.

1. Laut der Messung der einzelnen Wege, hat der Breitbänder zwischen 6kHz und 10kHz ein 7dB Loch. Der Hochtöner scheint da nichts helfen (im Summendiagramm auf Achse). Hört man das nicht?
2. Der Seitenbass läuft bis 1500Hz! Sollte dieser nicht eigentlich deutlich unter 100Hz aufhören?
3. Der Impedanzschrieb hat ein Minimum von 3 Ohm bei ca. 43Hz. Da kann es aus meiner Sicht etwas nicht stimmen:confused: Wenn ich zwei 4Ohm Chassis parallel schalte, komme ich auf 2 Ohm. Oder hat die Spule mehr als 1 Ohm Widerstand?
4. Wenn der Hochtöner nach Hinten strahlt, bekommt man doch Phasenprobleme. Was hat diese Anordnung für einen Sinn?

Udo schrieb mir, der Bausatz ist nicht von Ihm, daher kann er mir keine Fragen dazu beantworten.Da Intertechnik in letzter Zeit gerne kritische Fragen auf eigenen Seiten löscht, frage ich hier.

Grüße
Otto Normahl

hoschibill
18.06.2016, 23:49
Moin :)
Das ist eigentlich ein Breitbandlautsprecher. Dem 3-Zöller Wurde ein Tieftöner für mehr Bassfundament zur Seite gestellt und ein Hochtöner auf die Rückseite, um mehr Hochtonenergie in den Raum zu bringen, um das Klangbild "luftiger" zu machen, ohne dabei den Charakter des Breitis zu verändern. Hab' ich auch schon gemacht. Geht.

Ich frage mich nur, warum der kleine Breiti den kompletten Bassbereich beackern muss, wenn er doch einen Tieftöner zur Unterstützung hat. Da hätte wenigstens ein Kondi vor dem Breiti sicher geholfen, um dem Ganzen mehr Pegelfestigkeit zu geben.

LG Olli

ONormahl
19.06.2016, 22:55
Hallo Olli,

danke für die Erklärung.
Auf der "lautsprecherbau.de (https://www.lautsprecherbau.de/Magazine/Lautsprecherbau-Magazin-2016/Juni-2016/_Jazz_8636,de,901259,15557)" Seite wurden noch zwei Kommentare von Intertechnik gepostet, die mir auch weiter geholfen haben.

Nur die Impedanzmessung mit den unerwarteten 3 Ohm Minimum bleibt für mich ein Rätsel.

Grüße
Otto Normahl

hoschibill
20.06.2016, 14:00
Nur die Impedanzmessung mit den unerwarteten 3 Ohm Minimum bleibt für mich ein Rätsel.
Da der Breiti nach unten nicht begrenzt ist, laufen im Bassbereich Breiti und Tieftöner parallel.

LG Olli

Gabrie
20.06.2016, 14:33
Der Breiti ist nach oben auch nicht begrenzt, da laufen dann HT und Breiti parallel! Im Hochton wirken aber die Schwingsspulen des Hochtöners, wie des Breitis, wie Tiefpass-Spulen, die mit steigender Frequenz den Widerstand ansteigen lassen! - Richtig?
Gruß Gabriel