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Alt Gestern, 12:29   #1
cspg6
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Beiträge: 1.767
Standard Sonogramme - richtig lesen und interpretieren

Hallo zusammen,

ich eröffne hier mal ein Thema, was aller Wahrscheinlichkeit nach sehr viel Streitpotential mit sich bringt, von daher vorab an alle die sich hier beteiligen, bitte nicht streiten, sondern konstruktiv diskutieren.

Dafür Danke vorab.

Also wie der Titel schon sagt, es soll hier um Sonogramme gehen. Bunte Bilder gucken wir doch alle gern. Wie Sonogramme erstellt werden, soll jetzt nicht zwingend Thema sein, sondern mehr das Lesen und Interpretieren von Sonogrammen. Nichtsdestotrotz darf man natürlich auch Verständnisfragen zu Sonogrammen stellen. Aber wenn da zu viele Fragen aufkommen, sollte man eventuell dazu einen weiteren Thread aufmachen.

Ich habe mir die Mühe gemacht und von meinen 3 letzten Konstuktionen Songramme erstellt. Ich sage nicht um welche Kisten es geht, sondern es geht rein um die Sonogramme. Wenn man die Bilder sich anschaut, dann könnten diese nicht unterschiedlicher sein, wie ich finde. Doch was sagen mir die kleinen bunten Bildchen? Lese und interpretiere ich sie richtig?

Alle Sonogramme wurden unter gleichen Bedingungen erstellt. Ich hoffe ich habe den Standard dafür eingehalten. Jedes Songramm wurde einmal auf 0 normiert und einmal nicht normiert erstellt. 1/3 Smoothing und ab 500Hz (wenn ab 50Hz besser ist bitte sagen, dann erstelle ich die Teile neu). Zusätzlich habe ich die Optionen Contured und Grid eingestellt, da ich finde, dass die viel grausamer in der Darstellung sind. Ich will ja nix wegdiskutieren. Die Sonogramme der drei Boxen könnten, wie ich finde, nicht unterschiedlicher sein. Daher was sagen mir die Sonogramme zu der jeweiligen Box.

Also los geht es mit Box 1:
Auf 0 normiert:

Nicht auf 0 normiert:


Box 2:
Auf 0 normiert:

Nicht auf 0 normiert:


Box 3:
Auf 0 normiert:

Nicht auf 0 normiert:


Ich weiß, nur anhand eines Sonogramms sollte man nicht auf den Klang schließen, dafür fehlen noch weitere Messungen, die das untermauern würden und zu guter Schluß ist da ja auch immer noch das Ohr und die subjektive Empfindung. Daher soll das jetzt hier auch nicht diskutiert werden. Also von wegen Box 1 klingt Scheiße, Box 2 ist okay und Box drei kannst Du direkt verbrennen.

So, ich bin gespannt was Ihr zu meinen Sonogrammen schreibt. Wenn ihr welche habt die Ihr teilen und diskutieren wollt, dann nur her damit.

P.S. Und lieb sein.

Grüße
Christian
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Alt Gestern, 12:58   #2
Diskus_GL
Alter Hörer
 
Registriert seit: 29.11.2011
Ort: Bensberg
Beiträge: 1.004
Standard

Zitat:
Zitat von cspg6 Beitrag anzeigen
Ich weiß, nur anhand eines Sonogramms sollte man nicht auf den Klang schließen,...
Hallo Christian,

...in Verbindung mit der Aufstellung der Box, dem Raum und der Hörposition lassen sich schon ein paar "Vermutungen" über bestimmte Klangeigenschaften am Hörplatz machen.
Anhand eines solchen Sonogramms kann man ja sehen, in welchen Frequenzbereichen mehr oder weniger unter Winkeln "in den Raum" abgestarhlt werden.... und das kommt ja dann auch am Hörplatz an - je nach Aufstellung und Raumbeschaffenheit etc...

Diese Darstellung hilft damit schon als Entscheidungskriterium, ob eine Box "zum Raum passt" (bei vorgegebenen Aufstellpositionen und Hörbereichen).
Die meisten gehen ja von "Standard"-Aufstellpositionen und Hörplätzen sowie "normalen" Räumen aus... und beurteilen dann ein solches Sonogramm auch recht "Pauschal".
Das mag zwar in vielen Fällen auch dann so "gehört" werden (weil die Box dann in "Standard"-Aufstellpositionen und Hörplätzen in "normalen" Räumen gehört wird) - aber eine klangliche Einschätzung anhand des Sonogramm würde ich nur mit Angaben zum Raum, Aufstellung und Hörpositionen machen.

Grüße Joachim
Diskus_GL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 13:14   #3
cspg6
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Registriert seit: 02.06.2013
Ort: Bornheim
Beiträge: 1.767
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Hi Joachim,

danke für Deine Antwort. Also ich finde das alle drei Boxen in meinem Raum gut klingen (subjektive Wahrnehmung), aber jede auf Ihre bestimmte Art und Weise eben auch anders. Das hat natürlich auch was mit der Abstimmung zu tun etc. An den nicht auf 0 normierten Sonogrammen, sieht man ja wie es wirklich aussieht. Box 2 ist nicht wirklich linear. Auf 0 normiert, strahlt sie aber relativ gleichmäßig mit zunehmender Bündelung ab. Box 1 strahlt breit wie "Sau". Da kannste im Raum rumlatschen und überall ist Musik. Box 3 strahlt auch recht breit macht aber eine wie ich finde sehr gute Bühne.

Grüße
Christian
cspg6 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 13:27   #4
DemonCleaner
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 24.02.2010
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hallo Christian,

also erstmal sehr löblich, dass du hier normiert und nicht normiert abdruckst, denn beide typen machen unterschiedliche aussagen. das folgende ist ein wenig heuristisch, aber ich vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen ein besseres gespür für die sache zu bekommen:

a.) das unnormierte sonogramm macht eine aussage wieviel energie absolut in welche raumdimension "geworfen" wird

b.) das normierte sonogramm macht eine aussage darüber, wie stark die gewichtung der amplitude unter winkel relativ zum bezugsfrequenzgang (in der regel 0°) ist


beides wirkt sich massiv auf die tonalität eines lautsprechers aus. wobei ich sagen würde, dass a.) eher eine aussage über die Abstimmung des Lautsprechers macht und b.) eher eine aussage zum zu grunde liegenden lautsprecherkonzept (bündelungs- und treiberverssatz-effekte z.b. beim coax vs. 2weger) und der schallwandgestaltung (diffraktionswinkel) macht.


fun fact: in einem ideal auf die bezugsachse entzerrten lautsprecher sind das normierte und unnormierte sonogramm identisch.


um wirklich sinnvolle interpretationsansätze aus sonogrammen gewinnen zu können, muss man verschiedene lautsprecher- und gehäusekonzepte miteinander vergleichen können und dafür müsste erstmal sowas wie ein datensatz gebildet werden. diesbezüglich wollten hier vor einigen jahren einige forenuser (Nils et al.) einen quasi-standard für sonogramme einrichten. grundidee hierbei war es, sich an bestehenden publikationen zu orientieren. bei Anselm Goertz und neumann haben hier immer mit einer range von 30db gearbeitet.

das war aus meiner sicht die wichtigste vorgabe, die damals aus der diskussion entstanden ist, welche wirklich eine quellenübergreifende vergleichbarkeit ermöglicht hätte. mir ist es diesbezüglich nochmal wichtig zu betonen, dass das in bezug auf sonogramme keine erbsenzählerei, wie bei der abbildung von normalen amplitudenfrequenzgängen ist, welche man mit genauem ablesen an der y-achse gedanklich kompensieren kann. ändert man die range beim sonogramm, ändert man das farbspektrum und die flächen der isobaren. jetzt sind 35db range in deinem beispiel und wie zuletzt bei der k&t gesehen 25db kein weltuntergang, aber bei der vergleichbarkeit schon hinderlich. teilweise beobachte ich beim forenlesen aber immer häufiger, dass einfach solange am range-modifikator rumgeschraubt wird, bis man möglichst das augenscheinlich gefälligste ergebnis erhält. das ist aus meiner sicht sehr schade, weil damit jegliche vergleichbarkeit und damit die wirklich imense arbeit die in so einem sonogramm steckt verloren geht.





edit: ja ich weiss, dass du hier eine bewertung deiner messungen sehen wolltest...sorry ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, aber die grundsatzdiskussion ist nun mal wichtig
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Gruß Daniel

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Geändert von DemonCleaner (Gestern um 13:37 Uhr).
DemonCleaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 13:31   #5
Diskus_GL
Alter Hörer
 
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Hi Christian,

wenn Du jetzt noch eine Skizze der Aufstellung im Raum postest, könnte man Deine (sehr grobe) klangliche Beurteilung besser mit den Sonogrammen korrelieren.

Grüße Joachim

PS: Mal eine "Vermutung" ins Blaue: Box1 in größerem Raum (oder mehr gedämmten Raum) mit mehr Abstand zu den Wänden und zum Hörplatz könnte ähnliche Bühne wie Box 3 liefern.
Tonal gibts da aber auch noch Untershciede... aber dazu taugt das Sonogramm nicht...
Diskus_GL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 13:36   #6
cspg6
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Registriert seit: 02.06.2013
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Zitat:
Zitat von DemonCleaner Beitrag anzeigen
fun fact: in einem ideal auf die bezugsachse entzerrten lautsprecher sind das normierte und unnormierte sonogramm identisch.
Das wäre ideal ja. Wobei Box 3 dem ja schon mehr oder weniger nahe kommt, oder?

Bzgl. der Range Einstellung, werde ich mir merken, demnächst nur in 30dB.

An die Diskussion von damals kann ich mich noch erinnern. Aber irgendwie ist es dann im Sande verlaufen, da man sich nicht einigen konnte.

Eine Frage noch: Was meinst Du mit "... das unnormierte sonogramm macht eine aussage wieviel energie absolut in welche raumdimension "geworfen" wird"

Was heißt hier Raumdimension?

Grüße
Christian
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Alt Gestern, 13:57   #7
FoLLgoTT
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Zitat:
Zitat von DemonCleaner Beitrag anzeigen
diesbezüglich wollten hier vor einigen jahren einige forenuser (Nils et al.) einen quasi-standard für sonogramme einrichten.
Jupp, das Dokument ist auch immer noch online, auch wenn es nicht weiterentwickelt wurde.


@alle
Ein Sonogramm zeigt ja das Abstrahlverhalten immer nur in einer Ebene bzw. Halbebene. Bezogen auf die gesamte Kugel ist das praktisch nichts. Daher habe ich mir bei Simulationen angewöhnt, immer 360° darzustellen und auch Sonogramme für die beiden Diagonalen zu erzeugen. Die Diagonalen sind meistens ein Mischmasch aus horizontal und vertikal, wobei das stärker bündelnde dominiert. Es können aber bei 2-dimensionalen Arrays auch Nebenkeulen in den Diagonalen auftauchen.

Wichtig für den Energiefrequenzgang ist am Ende die gesamte Kugeloberfläche. Die lässt sich zumindest durch mehrere Winkelmessungen (horizontal, vertikal, diagonal usw.) approximieren.
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Gruß
Nils

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FoLLgoTT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 13:59   #8
DemonCleaner
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Zitat:
Zitat von cspg6 Beitrag anzeigen
Eine Frage noch: Was meinst Du mit "... das unnormierte sonogramm macht eine aussage wieviel energie absolut in welche raumdimension "geworfen" wird"

Was heißt hier Raumdimension?

ich schrob das so weil horizontal- und vertikalsonogramm ja immer nur eine recht eindimensionale angelegenheit sind. für eine adäquates model der energiedistribution im raum müssten ja auch noch die "diagonalen" messwinkel zwischen horizontal und vertikal bestimmt und berücksichtigt werden. viel spass bei der visualisierung

also ich glaub was wichtig ist mitzunehmen:

- ein normiert und gleichzeitig unnormiert sehr ungleichmäiges sonogramm klingt unangenehm bis anstrengend
- ein nur normiert sehr ungleichmäßiges aber unnormiert optimiertes sonogramm klingt höchstens falsch und unnatürlich aber nicht massiv unangenehm

also das ist zumindest meine daumenregel auf basis der bisher gesammelten erfahrungen. (da kommen dann natürlich die ganzen detailfragen wie: wie starken einfluss hat das vertikale verhalten im vergleich zum horizontalen, wie stark beeinflusst das verzerrungsverhalten des lautsprechers derartige wahrnehmungen)
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Gruß Daniel

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DemonCleaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 14:16   #9
cspg6
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Das die Darstellung nur in einer Ebene ist, ist mir klar und das man daraus nicht alles ablesen kann auch. Aber es wird ja immerhin zumindestens auf Ohrhöhe das horizontale Verhalten abgebildet.

Mich erinnert das an folgenden Beitrag von Christoph G. (schade, das man so selten von ihm hört):

http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...5&postcount=24

Würde ja auch den ganzen Thread posten, aber da sind so gut wei keine Bilder mehr drinne.
cspg6 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 14:36   #10
FoLLgoTT
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VACS unterstützt inzwischen übrigens auch Ballondiagramme, allerdings ist das Ergebnis falsch, wenn man es durch die Interpolation von zwei Winkelmessungen erzeugt. Das habe ich Jörg Panzer auch geschrieben.
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Gruß
Nils

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Alt Gestern, 15:23   #11
holly65_MKII
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Moin,

Zitat:
Zitat von Diskus_GL Beitrag anzeigen
PS: Mal eine "Vermutung" ins Blaue: Box1 in größerem Raum (oder mehr gedämmten Raum) mit mehr Abstand zu den Wänden und zum Hörplatz könnte ähnliche Bühne wie Box 3 liefern.
Tonal gibts da aber auch noch Untershciede... aber dazu taugt das Sonogramm nicht...
das sehe ich ganz ähnlich.
Die Erfahrung hat mir gezeigt das (krasse Beispiele) breit strahlende LS sehr gut in größeren und gut bis stark bedämften Räumen mit
ausreichend Abstand zu nahen Reflektionsflächen gehen.
Da kann Bühne, Tiefenstaffelung / Räumliche Abbildung ausgezeichnet sein.
Das Abstrahlverhalten muß dort auch nicht zwingend "gleichmäßig" sein.
Bei Räumen mit "Schwimmhallen" Charakter sind LS mit engerer, und sehr gleichmäßiger Abstrahlung imho deutlich im Vorteil.

Insgesamt mag ich, vom Hörgeschmack her, gleichmäßig und etwas enger Abstrahlende LS etwas lieber.
Das ist fokussierter, direkter und die Ortung der Sänger und Instrumente empfinde ich als präziser.

Sonos - normiert und nicht normiert kann ich gern zur Verfügung stellen.
Habe auch welche die auf 15 und 30 Grad normiert sind.....0 Grad ist Ja nur ein Winkel der nur ein mal vorkommt.
Für ein Projekt habe ich auch vertikale, auch von Fabian Reimann mit VACS ausgewertete, Sonos.

Edit: Ich erstelle Sonos auch mit 30dB Range - finde es aber nicht so prickelnd da einen "Standard" zu etablieren,
das kann im schlimmsten Fall (für den der sich nicht dran hält) böse nach hinten los gehen....
Ich verweise dazu mal auf die Geschichte die Alexander passiert ist.

LG

Karsten
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Die einfachste Art glücklich durchs Leben zu gehen ist die eigenen Erwartungen möglichst niedrig zu halten.
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Alt Gestern, 16:11   #12
ctrl
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Hallo,

[etwas offtopic]
bei der Skalierung von Sonogramme, ist meine persönliche Erfahrung, dass die Standardwerte die z.B. durch Arta vorgegeben werden für eine detaillierte Betrachtung nicht ausreichen.
Eine Glättung von 1/12 dB/Oktave und Sonogramme mit 30dB und 10dB y-Achsen Skalierung zeigen Problemstellen besser und erleichtern die Interpretation.
Am besten wäre, immer die Auflösung zu wählen, an denen die Problemstellen am offensichtlichsten sind oder eben mehrere Diagramme mit unterschiedlichen Skalierungen der Y-Achse.
[/etwas offtopic]


Okay, der Versuch LS-1 zu lesen und interpretieren (Wahrscheinlich blamiere ich mich jetzt komplett).

Die Aufweitung bei 7 kHz (normiertes Sonogramm) sollte keine zu großen Probleme bereiten, da der Verlauf unter Winkel um 7kHz wohl gleichmäßiger wird. Eventuell klingen Becken etwas zu schrill und sind nicht mehr "eingebettet" ins Musikgeschehen. In der nicht normierten Darstellung kann man erkennen, dass der FG zu den Höhen abfällt (da wäre eine feinere Skalierung nur bis 10 dB oder die FG unter Winkel hilfreich).

Die Aufweitung um 5 kHz ist ein kleines(?) Problem, da die unter Winkel auch in der nicht normierten Darstellung noch erhalten bleibt. D.h. an dieser Stelle wird zuviel Schallenergie in den Raum abgegeben. Verzerrte Gitarren können da schon mal zu "schrill" klingen und eng angeschlagene Becken durch den harten Klang etwas nerven.

Bei der Aufweitung um 1,5 kHz (normiert), die durch den FG auf Achse nicht komplett abgefangen wird, besteht die Gefahr, dass Stimmen und Instrumente etwas "trötig" klingen.

Im nicht normierten Sonogramm liegt um 3 khz eine Unstetigkeit - Einfluss von schmaler Schallwand?

@cspg6
Hast du an sowas gedacht?

Gruß Armin
ctrl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 16:36   #13
DemonCleaner
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Zitat:
Zitat von holly65_MKII Beitrag anzeigen

Edit: Ich erstelle Sonos auch mit 30dB Range - finde es aber nicht so prickelnd da einen "Standard" zu etablieren,
das kann im schlimmsten Fall (für den der sich nicht dran hält) böse nach hinten los gehen....
Ich verweise dazu mal auf die Geschichte die Alexander passiert ist.
bin ja nicht mehr so ganz regelmäßig hier.. was hab ich da verpasst?

Zitat:
Zitat von ctrl Beitrag anzeigen

(Wahrscheinlich blamiere ich mich jetzt komplett).

das ist ja das schöne, für mich (und ich denke die meisten hier) ist das alles noch so unintuitiv, dass man sich da gar nicht blamieren kann

das ist übrigens auch der grund, warum ich zurzeit nicht mit normierungen auf einen bestimmten abhörwinkel anfange. wenn ich da rüber grübel, was das eigentlich im 3d-space bedeutet, fängt mir jedes mal der kopf an zu rauchen....


Zitat:
Zitat von cspg6 Beitrag anzeigen
Bzgl. der Range Einstellung, werde ich mir merken, demnächst nur in 30dB.
du hast ja die winkelmessungen eh gespeichert, das heisst man könnte einfach das sono mit der 30db-einstellung neu laden und muss dann nur noch nen neuen screenshot machen. die wirkliche sisyphosarbeit liegt ja in den messreihen.
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Gruß Daniel

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Geändert von DemonCleaner (Gestern um 16:48 Uhr).
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Alt Gestern, 17:00   #14
holly65_MKII
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Hi Daniel,

Zitat:
Zitat von DemonCleaner Beitrag anzeigen
bin ja nicht mehr so ganz regelmäßig hier.. was hab ich da verpasst?
Im Prinzip wurde kritisiert das F-Gang Messungen mit 1/9 Oct geglättet wurden.....

Die ganze Geschichte mit den (nicht normierten) Sonogrammen sollte man imho auch mal aus dem Blickwinkel
betrachten das sie einfach nur eine andere Darstellung der klassischen Winkelmessungen sind.

LG

Karsten
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Alt Gestern, 17:03   #15
Alexander
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Hallo Beisammen

Schönes Thema Ich versuch mich auch mal im "Sonolesen". Hoffentlich falle ich nicht zu sehr auf die Schnauze...

LS1: vermutlich 3 Wege. Eher großer TT, MT <=5" relativ hoch getrennt zu einer Hochtonkalotte >=1" ohne Schallführung.
Die Aufweitung um 5kHz könnte verschiedene Ursachen haben. Vlt. ist Sie auch einfach in den Treiber "eingebaut".

LS2: Die Limmer-Geschichte? Jedenfalls was mit Horn obenrum und entsprechend großem TMT.

LS3: KEF Aktiv

Die normierten Sonos zeigen, wo es potentiell Probleme in der Abstrahlung gibt.
Die nicht normierten ob auf Diese in ausreichendem Maß eingegangen wurde.
Wenn sich im normierten Sono massive Problemstellen zeigen, gibt es vermutlich grundlegende Probleme in Sachen Schallwandgeometrie/Treiberanordnung, die nicht so einfach durch die Filterung kompensierbar sind.

Alle drei gezeigten Lautsprecher sind solche, bei denen Schallwandgeometrie und Treiberanordnung,
offensichtlich mit Bedacht gewählt wurden, und die Filterung unter Berücksichtigung des Energieverhaltens gewählt wurde, daher:

Zitat:
Also ich finde das alle drei Boxen in meinem Raum gut klingen (subjektive Wahrnehmung),
...einzig die Aufweitung >6Khz bei LS2 fände ich u.U grenzgängig.

Ich wähle, btw LS3

Viele Grüße
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 17:11   #16
holly65_MKII
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Standard Will auch mal ins Fettfass..... :)

Zitat:
Zitat von Alexander Beitrag anzeigen

LS1: vermutlich 3 Wege. Eher großer TT, MT <=5" relativ hoch getrennt zu einer Hochtonkalotte >=1" ohne Schallführung.
Die Aufweitung um 5kHz könnte verschiedene Ursachen haben. Vlt. ist Sie auch einfach in den Treiber "eingebaut".

Ich wähle, btw LS3
Würde bei LS1 auf einen HT mit großer Membranfläche tippen - AMT oder Magnetostat.

Dito.

LG

Karsten
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Alt Gestern, 17:36   #17
ctrl
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Hallo,

Zitat:
das ist ja das schöne, für mich (und ich denke die meisten hier) ist das alles noch so unintuitiv, dass man sich da gar nicht blamieren kann
Okay, wenn du das sagst... ;-)

Zitat:
LS1: vermutlich 3 Wege. Eher großer TT, MT <=5" relativ hoch getrennt zu einer Hochtonkalotte >=1" ohne Schallführung.
Zitat:
Würde bei LS1 auf einen HT mit großer Membranfläche tippen - AMT oder Magnetostat.
Hab noch nie einen AMT vermessen, die Aufweitung um 5 kHz kenne ich bisher nur von 0,75'' HT. Wenn das typisch wäre, ist ein weiterer Traum von mir geplatzt ;-)

Zitat:
LS3: KEF Aktiv
Hätte da ganz naiv auf ein CD-Horn (z.B. XT1086) getippt mit auf Achse unruhigem Treiber.
Aber der KEF LF50 hat schon eine gewisse Übereinstimmung.

Gruß Armin
ctrl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 17:59   #18
holly65_MKII
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Zitat:
Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
Hab noch nie einen AMT vermessen, die Aufweitung um 5 kHz kenne ich bisher nur von 0,75'' HT. Wenn das typisch wäre, ist ein weiterer Traum von mir geplatzt ;-)
Die Aufweitung um 5 kHz kann imho von allem möglichen kommen.
Ich mache meine Vermutung an der starken Bündelung zum SHT hin fest.
Das machen mEn. nicht mal 1 Kalotten so stark - 0,75er schon gar nicht.

Beispiel AMT 13M - macht auch ab ca. 5Khz nach oben hin zu:

Das Sono ist mMn. auch ein interessantes Diskussionsobjekt....
.....Weitet die Kiste zwischen 2,5 und 5Khz auf oder gibt es eine Senke zwischen 1,2 und 2,5Khz ???

LG

Karsten
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Alt Gestern, 18:42   #19
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Hallo,

@Karsten und Alexander
Einer von euch dürfte Recht haben. Die von mir vermessenen 0,75'' HT laufen bis ca. 8 kHz und fallen dann erst ab.

Zitat:
Die normierten Sonos zeigen, wo es potentiell Probleme in der Abstrahlung gibt.
Die nicht normierten ob auf Diese in ausreichendem Maß eingegangen wurde.
Volle Zustimmung!
Zeigt das normierte Sonogramm eine Aufweitung, sollte dies mit einer Schallpegel-Absenkung auf Achse kompensiert werden.
Das nicht normierte Sonogramm zeigt dann die Auswirkung auf die gesamte Abstrahlung.

Wobei es meist nicht ganz so einfach ist. Muss auf Achse zu sehr kompensiert werden, passt der Klang spätestens im Nahfeld nicht mehr (meist aber schon weiter entfernt auch nicht), da dann die Senke zu dominant werden kann.

Wenn das normierte Sonogramm nicht gleichmäßig verläuft, heftige Aufweitungen oder Sprünge zeigt, kann immer noch ein gut klingender LS entstehen, aber wären diese Unregelmäßigkeiten nicht vorhanden, könnte ein besserer entstehen - klingt nach Glückskeks-Spruch, aber es ist wirklich so einfach ;-)

Habe mir für die Zukunft vorgenommen, wenn durch die Wahl der Trennfrequenz es nicht möglich ist ein einigermaßen gleichmäßiges normiertes Abstrahlverhalten zu erreichen, das Projekt sofort zu kippen oder physisch zu ändern (meine damit nicht Zerstörung mit Wut und Hammer, sondern Schallwandgestaltung)

Gruß Armin
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Alt Gestern, 19:02   #20
holly65_MKII
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Hi,

Zitat:
Zitat von ctrl Beitrag anzeigen
Zeigt das normierte Sonogramm eine Aufweitung, sollte dies mit einer Schallpegel-Absenkung auf Achse kompensiert werden.
Armin, ein normiertes Sonogramm kann einen ganz schnell mal in die Irre führen.
Eine Aufweitung kann schlicht ein Einbruch sein der nur (so stark) unter 0 Grad vorhanden ist:



EDIT:


LG

Karsten
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