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Alt 24.03.2017, 22:51   #1
mtthsmyr
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Standard perfectly normal speaker

Mal ein kleiner Zwischenstandsbericht zu meinem Full-Metal-Battle-Projekt:

Der Plan war solide, günstige Chassis, 2 Wege, 4 Liter netto.
Für den Dayton DA115 prognostizierte mir BassCad, dass damit ein ähnliches Alignment möglich wäre, wie mit dem FX120. Yay! Nur halt mit weniger Volumen und folglich weniger Wirkungsgrad. Klingt gut!

Beim Hochtöner fiel die Wahl auf die wollte-ich-schon-immer-mal-ausprobieren-22TAF/G.

Da die Boxen post-battle für Schreibtischbeschallung angedacht sind, waren möglichst kompakte Abmessungen wichtig:
123mm breit x 234mm hoch x 180mm tief x 10mm MDF.

Aufgebaut, gemessen, Frequenzweiche aufgebaut. Probleme:
(1) Der Dayton - Bass macht er, aber er kommt bei niedrigen Pegeln nicht aus dem Quark.
(2) Bei meiner Frau ist das Teil klanglich durchgefallen - die hat kein gutes Haar an der Kiste gelassen.
(3) <14 cm Schallwandbreite ist nicht ganz unproblematisch vom Abstrahlverhalten, irgendwie.

Zweiter Versuch
Von SBAcoustics gibt es ja seit einiger Zeit den SB12PAC25-4.
Zitat:
Zitat von Troels
This 4" alu driver deliver a great mid/upper-mid and transparency as good as it gets. Seriously!
Joachim Gerhard hat für Suesskind auch was nettes mit dem Teil entwickelt ("Phenomenon"). 1800,- Paarpreis. Okay...

Timmermanns hat da das Teil kürzlich in einem Horn zum Einsatz gebracht. Schön und gut. Eine Sache hätte mich zu diesem Zeitpunkt schon stutzig machen sollen: Der Korb des SB12PAC ist ca. 11cm breit. Die Süsskind ist 16cm breit, Timmermanns Horn 19cm. Warum haben die Herren das gemacht? Man kann das Teil schließlich auch in 4 Litern komfortabel unterbringen.

Warum man den Treiber tunlichst nicht in so eine kleine Schallwand stecken sollte, habe ich dann auf die harte Tour gelernt. Hart unter anderem, weil das zweite Schallwandexemplar erst im vierten Anlauf gelingen wollte

Was ist das Problem? Guckst Du hier (grüne Kurve: SB12PAC, 70cm, 0°):

Der SB12PAC hat schon etwas Baffle-Step-Kompensation eingebaut. Im Prinzip geil, weil dadurch die Spule kleiner ausfallen kann - und sich im Grundton auch nicht so ein ausgebprägter Schwingkreis ausbildet. Dumm ist nur, dass man so in dem kleinen Gehäuse gar keinen Pegelanstieg bis 800Hz hat, das heisst bestenfalls hat man volle Kompensation. D.h. das Teil muss dann sehr frei stehen. Was vielleicht gerade noch für den Battle Sinn macht, darüber hinaus aber nicht viel...

Problem Nr. 2: Wenn man das ganze tonal etwas ausgewogener machen möchte, filtert man den Buckel von 1... 2kHz mit einem LCR-Glied weg. Man verliert dann 3dB Wirkungsgrad, das Teil fängt angestrengt an zu klingen und,- der SB ist ein 4-ohm-Chassis- man hat echt wenig Spielraum, will man nicht unter drei Ohm absinken. Dammit!

Meine Frau war auch bei der zweiten Box der Meinung: das lohnt nicht!

Dritter Versuch
Zur den anderen Kurven aus dem obigen Bild. In der zweiten habe ich das Gehäuse unten um 30mm verlängert (blau), bei der dritten das Gehäuse auch noch um 38mm verbreitert (schwarz). Das sieht doch schon besser aus! Nun, was mach ich damit?

Variante 1 wäre ein LS3/5A-Klon. 19x30cm Schallwand und nur 16cm Tiefe - ideal für den Schreibtisch. Mit unschönen Diffraktionseffekten ist aber zu rechnen. Das kann gut ausgehen, oder auch nicht. Die Treiber haben echt Potential, das ich nur ungern verschenken würde.

Variante 2 - Breites Gehäuse, großzügige Rundungen - soetwas wollte ich doch schon immer mal machen:
Magico Mini Klon! - Nun endlich auch mit überschaubarem Materialaufwand. Nur, gute Lautsprecher in der Größenklasse habe ich schon genug hier herumstehen. Und dann immer noch nichts für den Schreibtisch.

Bin echt gerade am überlegen, wie ich weiter mache. So langsam wird's auch echt knapp mit der Zeit....
-Matthias

P.S.: - noch ein paar Bilder


Perfectly Normal Speaker Mk2. Experimente zur Schallwandbreite.


Hier kann man sehen, wie wunderbar kompakt die Gehäuse doch sind, und eventuell nachvollziehen, dass es z.Zt. nicht immer ganz einfach ist, sich 100% auf die Kleinen zu konzentrieren Leider qualifizieren sich die Großen nicht für den Battle.
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Alt 25.03.2017, 13:15   #2
mtthsmyr
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Hab mich für die LS3/5A Variante entschieden (auch dank Krama).

Hat schon mal mal jemand auf dem Schreibtisch das BR-Rohr nach unten ausgeführt? Das wäre dann mit einer Sockelplatte, die nach vorne geöffnet ist. Ich kenne das von großen Standlautsprechern - macht das Sinn?

Oder doch lieber die Öffnung an die Seite,oben?
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Alt 25.03.2017, 15:00   #3
Tobias
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Hallo mtthsmyr,
Timmi sagt: so nah wie möglich an der Front, aber nicht vorne, und die Position der Höhe ergibt sich aus der Länge des Kanals. Das Innere Ende sollte an einem schnelle maxima liegen. Da bei Druckmaxima der Kanal evtl. zu stark angeregt wird.
Also testen
__________________
Gruß Tobias
________________
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Alt 27.03.2017, 00:49   #4
mtthsmyr
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Was passiert schlimmes, wenn der Kanal zu stark angeregt wird?

Beim ersten Testgehäuse lag der Port hinten/oben/außen - und zwar so weit wie möglich. In der Nahfeldmessung des Ports war eine recht starke Resonanz bei 1kHz sichtbar, aber gestört hart mich direkt nichts. Bei der Trenner & Friedl "Art" war mir diese Art der Platzierung aufgefallen - grundsätzlich verkehrt scheint mir der Ansatz "Platzierung im Druckmaximum" auch nicht zu sein.

Von Herrn Hausdorf (Visaton) gibt es bei auch einen Artikel zur Lage des BR-Rohres. Dort wird eine Platzierung möglichst weit entfernt vom Chassis empfohlen.

Es geht voran:


Neues Holz gekauft. Aufbau nach BBC-Rezept. Die Kosten sind schon spürbar höher als bei MDF: Je ca. 16 Euro für die Buchenleisten und etwa das gleiche fürs Birken-Multiplex.

Ich habe das erste mal versucht auf Gehrung zu arbeiten. Die Gehrung habe ich mit dem Fasenfräse erzeugt. Verleimt mit der Paketbandmethode. Und siehe da: das geht erstaunlich gut. Dadurch dass der Fasenfräser wirklich genau 45° erzeugt und das Paketband das meiste Gefrickel erspart, waren beide Gehäuse am Ende absolut rechtwinkelig. So macht das Spaß!

Das nachträgliche Einkleben der Buchenleisten hat die meiste Zeit gekostet. Und die meisten Nerven: plötzlich war eine Leiste beim Festspannen verrutscht - und der Leim schon nach 30 Sekunden so fest, dass das Teil kaum noch ab wollte.

Die Seitenwände sind aus 9mm MPX. Was ich nicht erwartet hätte: wie steif das Gehäuse damit allein schon ist (auch ohne die Buchenleisten). Wenn das Gehäuse wie abgebildet am Tisch fixiert ist, und ich am oberen Ende wackele... da wackelt eher der Tisch als dass das Gehäuse irgendwie wahrnehmbar schert.

Echt blöd, dass da irgendwo noch ein Loch 'rein muss. Wie sieht denn das aus?

-Matthias
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Alt 03.04.2017, 22:53   #5
mtthsmyr
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Update:
Tagelang habe ich die Nachbarn gequält. Nun sind sie fertig, die perfectly normal speakers.
Dank der BBC Gehäuse nochmal GRÖSSENORDNUNGEN normaler als ursprünglich angedacht.



Simulation:

Was man eventuell so nicht so gut sehen kann: Unter 15° und 30° ist der Frequenzgang von 1kHz bis 10kHz recht linear (~ +-1dB). So sollten sie auch gehört werden. Unter 30° ist die beste Phasenlage leicht oberhalb der Box. Soweit bin ich ganz happy mit den Kisten.

Die BBC-Gehäuse haben sich soweit bewährt. Im Augenblick dämpft nur das Damping 10 an den Wänden. Dämmwolle werde ich vielleicht nochmal ausprobieren, aber bisher gab es keine Not. Vielleicht könnte man den Bass auf diesem Wege noch etwas zügeln. Der ist mir zuweilen noch zu massiv im Hörraum.

Eine interessante Erfahrung war das Verhalten der zurückgesetzten Schallwand. Zunächst das Verhalten unter Winkel ohne das grüne Dämmmaterial:


Dann mit:


Ursprünglich war auch die zweite Lage ringsherum geschlossen. Für den TMT funktionierte eine Lage besser. Die Verbesserung beim Hochtöner ist signifikant, würde ich sagen. Auf jeden Fall mehr als ich mir erhofft hatte. Eigentlich wollte ich ja edlen Wollfilz einsetzen - bin letzter Woche dafür auch in einer lokalen Sattlerei vorstellig geworden. Sie hatten den auch da, haben ihn aber nicht gefunden, und hatten auch gerade keine Zeit zum suchen. Interessieren würde mich schon noch, ob das damit noch besser geht, aber so richtig drücken tut der Schuh jetzt auch nicht mehr.
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Geändert von mtthsmyr (04.04.2017 um 09:55 Uhr).
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Alt 03.04.2017, 23:08   #6
mtthsmyr
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One more thing...
Der SB12PAC hat eine Polkernbohrung und einen verdächtigen Schlenker bei 700Hz. Inspiriert von Christopher Gebhards Polkerntuning am Accuton, hab ich die Methode mal auf das SB-Chassis angewendet. Nahfeldmessung am Chassis, vorher/nachher:

Die glattere Kurve ist natürlich die modifizierte. Sind vielleicht 0,6 bis 0,7dB maximal, und es kostet etwas Qms. Der sinkt von 6 auf 5. Aber schönere Kurve - also gekauft!

- Matthias
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Alt 04.04.2017, 03:30   #7
fosti
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Ich freue mich auf Samstag, da kommen schöne LS zusammen
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Alt 04.04.2017, 06:15   #8
Olaf_HH
HSG Bremen-Hamburg
 
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Ja, bin auch mal gespannt.......
__________________
Gruß Olaf

Nächstes Treffen der HSG Bremen-Hamburg:

Aktuelles Projekte:
Buddy_S
Noun MK2
EL12n PPP Endstufe



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Alt 11.04.2017, 15:35   #9
mtthsmyr
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post-portem:

Was gut lief:
  • Das Rogersgehäuse. Allein mit dem Damping10 waren schon keine Gehäuseresonanzen mehr im Impedanzschrieb zu erkennen. Und Hörtechnisch war ich zufrieden. Das zusätzliche Twaron war reine Paranoia. Der Qms bei der geschlossenen Gehäusemessung liegt über 6. D.h. ausgesprochen geringe Verluste durch das Gehäuse.
  • Der Tieftöner. Sein etwas eigener Frequenzgang ist hilfreich (kleinere Spule, dadurch weniger ausgeprägter Schwingkreis mit Frequenzweiche). Was Feinauflösung und Klarheit betrifft ist er schlicht super. Trotz seiner geringen Membranfläche, kann man ihn auch etwas treten. Und das klang dann sogar noch angenehm. Zumindest auf dem Battle.
  • Zurückgesetzte Schallwand. Wie man aus den Messungen oben sehen kann, ging das Konzept auf. Das mache ich wieder.
  • Auf Gehrung arbeiten mit der Oberfräse. 9mm Multiplex und Fasefräser ergibt präzise Kanten. Klebebandmethode beim Verleimen klappt super. Selbst mit Paketklebeband ging das noch halbwegs gut. Keine Schraubzwingen gebraucht.
  • Erstmalig Stoffabdeckung zum Einsatz gebracht. Der Stoff liegt seit meinem ersten Projekt 2008 in der Bastelkiste und ich dachte jedesmal: diesmal verwende ich ihn. Nun, endlich.
Was nicht so gut lief:
  • Weicheneinbau. Die Strategie bei der Rogers war offenbar alle Erstreflektionen vom Tieftöner nur Dämmmaterial sehen zu lassen. Daher liegt bei denen die Frequenzweiche auf einer Platte hinterm Hochtöner. Das wollte ich nicht, weil ich sorge hatte, dass dann die Platte flattert. Also habe ich die Teile um den HT U-förmig um den HT drum herum angeordnet. Ging. Aber wenig stabil, und wenig Wartungsfreundlich. Da muss mir noch etwas besseres einfallen.
  • Der Hochtöner. Michi meinte im Vorbeigehen die 7kHz Klirrspitze hören zu können. Ich weiß nicht genau, was ich da höre, aber insbesonder daheim, mit bestimmten Material (z.B. Orchester, Oboe) fängt da irgendetwas an zu scheppern. Der Hochtöner ist geil - gegenüber der KE25SC würde ich ihn vorziehen, aber z.B. gegenüber dem SBA-Metaller (SB26ADC) zieht er den kürzeren. Gegen den SB26ADC sprach eigentlich nur das Kostenverhältnis, aber rückblickend wäre der teurer Hochtöner für den Tieftöner immer noch mehr als angemessen.
  • Viel Kapazität erforderlich: 22uF, 0,39uf, 4,7uF, 10uF. Das muss nicht teuer sein, bei Premiumteilen explodieren die Kosten aber komplett. Was etwas schade ist.
Was könnte man besser machen?
  • Kosten senken. Kosten für zwei Gehäuse:
    • Multiplex (17,-)
    • Buchenstäbe (16,-)
    • 3x Bitumex 4mm (13,50)
    • 1x Damping10 (16,50)
    • 2x Streamline30 BR-Rohre (9,00)
    • Terminals (1,88)
Rund 74 Euro. Twaron, Weichfaserplatte und Bezugsstoff habe ich mal unterschlagen. Jedenfallls ist das ganz schön viel im Verhältnis zur Größe. Deswegen sind die Teile auch so schwer - da steckt einiges drin in den Gehäusen.

Das Multiplex muss bleiben. Die Buchenstäbe - keine Ahnung. Man könnte aus 19mm Multiplex einen Versteifungsplatte schneiden. Unwesentlich günstiger, eventuell schlechter. Laut BBC hat das Material schon seinen Sinn. Statt Bitumex Bitumenschweißbahn, statt Damping10 Basotect 30mm (wäre sogar näher an der BBC-Vorgabe, PU-Schaum). Das würde einiges sparen.
Die Streamline30-Rohre sind in voller Länge verbaut. Gar nicht so einfach dafür Ersatz zu finden.
  • Das nachträgliche Einleimen der Buchenleisten war irgendwie doof und schwer richtig präzise zu machen. Das muss noch irgendwie besser gehen.
  • Anderen Hochtöner nehmen. Für den Seas sprach, wie geschrieben, günstig, Metall und Neugier. Wenn die Anforderung "Metall" wegfällt, würde ich jetzt zum SB19ST-C greifen. Abstrahlverhalten ist näher an dem geschätzten SB26ADC, Klirr soll im grünen Bereich sein. Damit würden die Kosten Chassis-pro-Paar von 120,- pro Paar auf 80,- sinken.
  • BR müsste man der Vollständigkeit halber nochmal mit höherer Abstimmung probieren. Ich versprech mir nicht so viel davon, aber man sollte es mal probieren.
  • Ein- oder zwei dB mehr Baffle-Step-Kompensation. Mal sehen was da geht. Im Augenblick kann ich die Lautsprecher bei mir direkt an die Wand stellen und es klingt noch halbwegs ausgewogen. Andererseits, wenn ich die LS in Raumlängsrichtung mit 1,5m Luft nach hinten aufstelle, kriege ich eine kegelbahntiefe Bühnenabbildung. Nur ist die Tonalität dann richtig schlecht. Schrill und dünn. Aber die Bühne ist geil - das macht neugierig was da noch geht.
  • Um den Seas noch weiter zu auszureizen, Resonanzentzerrung einbauen. Beim SB26ADC hatte ich den Verdacht, dass das hilft, beim 22TAF/G müsste man es zumindest mal probieren.
  • Geht es noch besser als mit der Weichfaserplatte? Was macht Wollfilz, Damping10 oder Basotect?
  • Akustischer Versatz für den Tieftöner. Im Augenblick ist der Versatz zwischen den Treiber 10mm. Da man ohnehin Dämmplatte auf der Schallwand hat und das ganze gebastel am Ende wieder hinter der Stoffabdeckung verschwindet, kann man da ja herumsauen wie man will.
Der perfectly normal speaker wird vorerst Frontbeschallung bei mir bleiben und dann später auf den Schreibtisch wandern.

Und die Mk2 mit anderem Hochtöner etc. reizt mich gerade sehr... das Thema wird noch 'ne Fortsetzung haben, denke ich.
mtthsmyr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2017, 15:50   #10
mtthsmyr
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Standard Nachtrag

Infos zur Rogers LS3/5A
http://www.ls35a.com/

Frequenzweiche "Full-Metal-Battle-Edition"


Tweak #1, breitbandige Hochtonabsenkung (22R => 15R):
Auf dem Battle lief die Variante mit lauterem Hochton

Tweak #2, Mitteltonentschärfung
(4uF7=>5uF1)
lief auf dem Battle mit dem leiseren Mittelton (5uF1).
Am besten mit 4uF7 plus - / 0,22 / 0,39.


Tweak #3, Bonus-Tweak (2R2 => 2R7)
Auf dem Battle lief die lautere Variante.
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Alt 11.04.2017, 16:54   #11
hoschibill
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Moinsen
MIr hat die kleine Kiste sehr gut gefallen. Tonal sehr neutral, ohne dabei langweilig zu wirken. Nachdem Matthias die Angst verloren hatte am Lautstärkeregler zu drehen, gingen die kleinen Dinger erstaunlich laut, wie mit Manowars "Warriors Of The World" eindrucksvoll bewiesen wurde. Dabei, trotz des Pegels, entspannt und sauber. Wirklich gelungen, beide Daumen hoch .

LG Olli
__________________

Scheiss' auf Eitelkeiten. Einfach nur Spaß am Hobby .

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hoschibill ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2017, 20:11   #12
mtthsmyr
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Tachschön und vielen Danke für die Blumen, Olli! Und auch nochmal für die Ermunterung zum Aufdrehen. Da werde ich dran arbeiten.

Bin auch schon sehr gespannt auf dein Winterprojekt!

VG Matthias
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Alt 12.04.2017, 09:12   #13
tifflor5
Boxen mit Charakter
 
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Zitat von mtthsmyr Beitrag anzeigen
Was nicht so gut lief:
  • Weicheneinbau. Die Strategie bei der Rogers war offenbar alle Erstreflektionen vom Tieftöner nur Dämmmaterial sehen zu lassen. Daher liegt bei denen die Frequenzweiche auf einer Platte hinterm Hochtöner. Das wollte ich nicht, weil ich sorge hatte, dass dann die Platte flattert. Also habe ich die Teile um den HT U-förmig um den HT drum herum angeordnet. Ging. Aber wenig stabil, und wenig Wartungsfreundlich. Da muss mir noch etwas besseres einfallen.
Hallo Matthias, hatte die FW bei meinem Rebuild der CS 1A (Bauthread) auf "Deckel" und Rückwand befestigt. Da wackelt nix, Zugänglichkeit ist gut und sieht aufgeräumt aus:

Ja, richtig, dort wo die FW sitzt ist oben.
__________________
Viele Grüße
Bernhard aka Tiff

Schreibfehler liegen in der Natur der Sache und werden grundsätzlich nicht korrigiert.
tifflor5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2017, 11:42   #14
mtthsmyr
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Hallo Bernhard,

Ja, die Frequenzweiche auf die Rückwand zu setzen ist natürlich maximal komfortabel. Gefolgt von Deckel. Ich fand aber gerade den Ansatz vom Original ganz nett, dass der Direktschall fast nur Dämmmaterial sieht.

Irgendwie spielte der LS nach Einbau der Weiche etwas nervöser. Einbildung? Variation der Übergangswiderstände nach Neuaufbau? Mechanische Anregung der Weichenteile. Irgendein Interaktionsdreck zwischen Spulen und dem Ferrit des Hochtöners?

Bei der Neuauflage wandert die Fqw. erst mal wieder nach außen. Mal sehen wieviel Platz ich dann letztendlich brauche. Vielleicht auch doch eine externe Lösung, dann brauche ich mir um Nichts von dem Obengenannten einen Kopf zu machen.

VG, Matthias
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