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Alt 09.01.2017, 20:57   #1
moin
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Registriert seit: 11.11.2016
Beiträge: 1
Standard Monacor AKB-210DSP/ Hypex AS2.100 als Subwoofermodul

Hallo,

nach der Vorstellung möchte ich meine Erfahrungen mit dem Monacor AKB-210DSP hier als ersten Beitrag schildern.
Ausgangspunkt war ein vor Jahren selbst gebauter Subwoofer fürs Regal mit Mivoc AWM 104 Bestückung und Mivoc Am80-Modul, ausschließlich für Musik gedacht, u.a. Jazz.

Problem von Anfang an: die Raummoden sind in dem kleinen fast quadratischen Raum ca. 11 m2 recht heftig und liegen ausgerechnet im Bereich der nicht abschaltbaren Bassanhebung des Mivocmoduls. Mit Hilfe des Nachbarforums habe ich eine Aufstellung und Modifikation gefunden, die erträglich, aber nicht gut war.

Angeregt durch Berichte über das Minidsp habe ich mir eins bestellt und musste leider feststellen, dass die versprochene einfache Handhabung zumindest bei mir nicht funktionierte. Die Software konnte den Frequenzgang nicht erfolgreich importieren. Ich hatte eigentlich keine Lust in Dateien rumzuschreiben. Inzwischen war die Idee gereift auch einen digitalen Verstärker als Modul einzusetzen, was aber bei entsprechender Leistung incl. Netzteil usw. nochmal mindestens den Preis des Minidsp erforderte hätte. Und zusätzlich Stromversorgung fürs minidsp. Also warum nicht gleich ein Modul mit beidem?

Nach einiger Recherche wurde es dann das Monacor AKB-210DSP das identisch ist mit dem Hypex AS2.100 aber wesentlich günstiger. Die Software konnte ich vorher testen – danke dafür!!- und siehe da, sie konnte die Messdaten importieren, geht also. Bestellt und minidsp zurück. Gemessen habe ich mit der kostenlosen Software Carma und einem selektierten Mikrofon von Kirchner am Sweetspot.

Das Modul ist für mehrere Szenarien ausgelegt, was mir anfangs große Probleme bereitet hat. Es kann ja als 2-Wegeverstärker für eine Aktivbox oder als Verstärker für 2 Passive Boxen und einen aktiven Subwoofer (plus 3. Endstufe)eingesetzt werden und eben im Bridgemodus als reines Subwoofermodul.

Und hier setzt auch meine Kritik an: Die Dokumentation – leider ein sehr oft zu beobachtender Trend, gute Produkte mit mangelhafter Dokumentation zu vermarkten.

Monacor liefert 1,5 Seiten in deutscher Sprache mit und ansonsten das englische Manual von Hypex mit angepassten Firmenlogos in den Zeichnungen. Meine Englischkenntnisse sind ausreichend um mich da durch zu arbeiten, das ist aber sehr mühsam. Allerdings wird mein Szenario dort nicht dokumentiert.

Das hat mich sehr sehr viel Zeit gekostet, da ich ganz selbstverständlich Einstellungen für den Subwoofer vorgenommen habe, nicht für den linken oder rechten Kanal, ist ja logisch dachte ich. Dabei habe ich mich gewundert, dass die Einstellungen keine oder kaum Wirkungen zeigten und war drauf und dran das Modul zurück zu schicken.
Also nochmal von vorne Doku lesen. Das z.B. im Bridgemodus ein Kanal invertiert werden muss steht nur in der Kurzanleitung von Monacor, was ich mir natürlich beim ersten lesen nicht gemerkt habe.

Aber dann habe ich irgendwann begriffen, dass der Subwoofermodus nur mit 2 passiven Boxen plus Subwoofer genutzt werden kann. In meinem Fall muss ich einen Stereokanal einstellen und den anderen invertieren. Darauf muss man erstmal kommen, dafür hätte doch ein Satz in der Doku gereicht – puh.

Nun hatte ich 2 Softwareversionen zur Auswahl, denn ich hatte auch bei Hypex heruntergeladen:

FilterDesign_2.PNG

Filterdesign V2.31 von Monacor mitgeliefert

FilterDesign_4.PNG

Filterdesign V4.62 von der Hypexseite


Ich habe beide ausprobiert – die neuere Version ist schöner moderner, man kann die Filter bzw. den Frequenzgang mit der Maus verbiegen und Filter auch wieder löschen, was mir mit der alten nicht gelungen ist. Allerdings kann man den Filter auf neutral stellen, was den gleichen Effekt erzielt. Auch sind Einstellungen nicht so arg versteckt, wie das automatische einschalten. Aber sie hat auch 2 fehlende Funktionen gegenüber der alten:

- Alle Einstellungen auf dem DSP löschen, also Reset ist nicht mehr vorhanden
- Und schwerwiegender, im neuen Controlpanel fehlt der connect Button. Wenn ich das Modul ausgeschaltet habe, hat es die Software nach dem Wiedereinschalten nicht erkannt. Um die Verbindung herzustellen musste ich das alte Controlpanel aufrufen auf connect klicken – und konnte dann weiter auch mit der neuen Software arbeiten.

control panel.PNG

Deshalb habe ich gleich mit der alten gearbeitet – und das hat jetzt wirklich gute Ergebnisse gebracht. Als erstes einen Lowpass eingebaut, schon kam kaum noch hörbarer Mittelhochton aus dem Sub –super, der zweite Lowpass war fast überflüssig. Dann den Frequenzgang etwas ausgebügelt mit der Anhebung/Senkung (Boost/Cut)bestimmter Frequenzen. Ich hab auch versucht die Frequenz nach unten auszudehnen, so bis 25 Hz – da hat das Chassis richtig gescheppert, hat also funktioniert aber schnell wieder zurück. Ein Hochpass zur Entlastung war nicht nötig, da die Frequenz zwischen 40 und 50 Hz steil abfällt. Jetzt musste ich noch den Eingangspegel anpassen, was ist in der V2.32 wieder sehr versteckt.

vorher:

sub-only.PNG

nachher:

sub-only-ergebnis.PNG

Für den Ausgangspegel gibt es ein Controlpanel mit 3 Tasten: Ein/Ausschalter und Lautstärke +/-, ohne Anzeige, eine Betriebs-LED und ein Infrarotempfänger. Alles sehr kompakt ohne Beschriftung und m.E. schwierig in eine Box einzubauen. Für die Lautstärke würde ich mir eine Kontrollanzeige wünschen wie LED-Balken oder Zahlenanzeige. Es gibt zwar ein Panel zum Kleben oder eine Fernbedienung als Extra zu kaufen, aber beides ohne Anzeige.
Alles in allem bin ich mit dem Modul sehr zufrieden, es tut jetzt was es soll und ich habe Möglichkeiten den Frequenzgang bei Bedarf anzupassen, was bei einem anderen Aufstellungsort notwendig sein kann.

Denn das ist mir jetzt wieder deutlich geworden – die Aufstellung eines Subwoofers im Raum hat einen sehr großen Einfluss auf die Funktion und die Auswirkungen der Raumoden. Ich habe jetzt den Subwoofer an einem anderen Platz im Zimmer stehen und er dröhnt nicht ( oder kaum noch, je nach Musik natürlich). Durch die saubere niedrige Trennung kann er problemlos an der Seitenwand stehen, völlig außerhalb des Stereodreiecks und ist nicht zu orten. Beide Maßnahmen haben zum Erfolg geführt.

Insgesamt kann ich das Modul für den Zweck absolut empfehlen – einige wenige Sätze in der Dokumentation für die Verwendung als Subwoofermodul im Bridgemodus würde die Anwendung m.E. wesentlich erleichtern.

Und vielleicht hat ja jemand noch eine Idee wie man die Lautstärke mit relativ wenig Aufwand mit Hilfe von LEDs oder z.B. einer 7-Segmentanzeige o.ä. anzeigen könnte – ein wenig löten kann ich noch.

moin
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