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Alt 13.09.2017, 21:00   #21
Franky
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man sollte diese alten Klangfilm Sachen nicht unterschätzen. Ich habe mal Eurodyn Systeme gehört die mir sehr gut gefallen haben.

Im alten Rex Kino in Marburg meiner Heimatstadt waren auch Klangfilm Systeme eingebaut. Es ist das Kino was mir bis heute in bester Erinnerung ist. Das mag auch meiner Jugend geschuldet sein. Die nachfolgenden Cinemaxx usw. Kinos haben und gefallen mir bis heute nicht.

Geändert von Franky (13.09.2017 um 21:14 Uhr).
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Alt 14.09.2017, 08:10   #22
bg20
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In munchen auf der highend war vor jahren mal ein italienischer hersteller der sowas im modernen gewand hatte , war schon eindrucksvoll , kamen wirklich entspannt ruber , und sahen endgeil aus , leider weiß ich den namen nicht mehr
__________________
seien wir realistsch
versuchen wir das unmögliche
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Alt 14.09.2017, 09:00   #23
Kaspie
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Hallo zusammen,
ich habe mir die YL mal angeschaut. Ein großer Unterschied zu den Klangfilmen oder auch zu den Western Electric bzw. Vitaphone Hörnern existiert augenscheinlich nicht.
Die Frequenz der Hornkonstante liegen alle tiefer als die Hornmundfrequenz, welcher als limitierender Faktor auftritt. Dadurch scheint es (?), dass man das Horn sehr tief bei einer relativ kleinen Hornfläche ankoppeln kann. Das Horn selber wird dadurch lang.
(Die Form selber, ob gerade, gebogen oder als Schnecke lasse ich außen vor. Auch die Hornmundfläche : rund, quadratisch, rechteckig, oval. Das ist ein anderes Thema)
Moderne Hörner gehen die andere Richtung. Hier wird die Hornmundöffnung gegenüber der Hornkonstante größer. Das Horn selber also kürzer und flächiger.
Da es jetzt sehr viele gute und "moderne" Hörner gibt und doch sehr wenig "historischen" Hörner , ist eine akustische Bewertung schwierig. Ich denke schon, dass es alleine bei Hörnern mit gleichen Parametern alleine durch die Konstruktion schon klangliche Unterschiede gibt.
Nochmal auf Peters Frage zurück zu kommen
Zitat:
was macht diese Vintage-Konstruktionen eigentlich so interessant ?
Die Mitteltonhörner der "alten" Bauart sind in Verbindung mit den dazugehörenden Treibern für ein recht großes Frequenzspektrum ausgelegt und bedürfen keiner elektronischen Korrektur. Hier reicht schon oft nur ein Kondensator vor dem Mittelton-Treiber.
DSP ist aber nicht grundsätzlich verboten
Was ist also so interessant an den Dinosauriern?
Das Besondere und außergewöhnliche. Die Freude am nachdenken, kommunizieren, basteln.
Ob das Ganze jetzt vernünftig ist, mag ich bezweifeln. Unser Hobby hat allgemein wenig mit Vernunft zu tun.
__________________
LG
Kay

Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)
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Alt 14.09.2017, 19:28   #24
Kripston
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Hallo Kay,
Zitat:
Zitat von Kaspie Beitrag anzeigen
Die Frequenz der Hornkonstante liegen alle tiefer als die Hornmundfrequenz, welcher als limitierender Faktor auftritt. Dadurch scheint es (?), dass man das Horn sehr tief bei einer relativ kleinen Hornfläche ankoppeln kann. Das Horn selber wird dadurch lang.
Nur erkenne ich den Sinn dahinter nicht:
Der Frequenzgang "untenrum" fällt heftig ab, da das Konstrukt im unteren Frequenzbereich heftig mit TML-Längsresonanzen zu kämpfen hat, ergibt sich eine unschöne heftige Welligkeit, die auch zu unangenehmen Gruppenlaufzeitverzerrungen führt.
Richtig Horn wird es IMHO erst, wenn Hornmundgrenzfrequenz und Länge zueinander passen (Ich spreche bewusst nicht von "Hornkonstante" !!)

Zitat:
Moderne Hörner gehen die andere Richtung. Hier wird die Hornmundöffnung gegenüber der Hornkonstante größer. Das Horn selber also kürzer und flächiger.
Da passen halt "Hornkonstante" und Hornmund zusammen, was ja auch Sinn ergibt, denn jede Verlängerung des Horns bei unveränderter Mundfläche oder Verkleinerung der Mundfläche bei unveränderter Länge macht die Hornfunktion zum großen Teil zu Nichte.

Zitat:
Ich denke schon, dass es alleine bei Hörnern mit gleichen Parametern alleine durch die Konstruktion schon klangliche Unterschiede gibt.
Woher sollen da denn die Klangunterschiede kommen ?
Wenn unterschiedliche Konstrukteure z.B. ein Traktrix 400 Hz Horn z.B. für 1" Treiber entwerfen und jeweils gerade, rotationssymetrische Hörner bauen, kommt IMMER die gleiche Hornkontour dabei heraus.
Ähnlich ist es bei Expo, Hypo und sonstigen Kontouren....
Die Kontourtypen unterscheiden sich allerdings im Output, da sie jeweils unterschiedliche Hochpassfilterfunktionen im unteren Bereich haben.

Zitat:
Hier reicht schon oft nur ein Kondensator vor dem Mittelton-Treiber.
Das geht in der Tat, allerdings rutscht dann (wenn man die Treiber/Hornkombination im Nutzbereich linearisieren will) die wirklich nutzbare untere Grenzfrequenz deutlichst zu höheren Frequenzen hin und man hat dann keine Wahl mehr bei der Übernahmefrequenz. Das muss man dann (geht auch passiv) etwas aufwendiger als nur mit einem Kondensator machen.

Zitat:
Was ist also so interessant an den Dinosauriern?
Das Besondere und außergewöhnliche. Die Freude am nachdenken, kommunizieren, basteln.
Ob das Ganze jetzt vernünftig ist, mag ich bezweifeln. Unser Hobby hat allgemein wenig mit Vernunft zu tun.
Da kann ich nicht widersprechen...
Kenne da einige Leute, die alte Lanz, Porsche oder Eicher Traktoren restaurieren und zum Laufen bringen.
Man erfreut sich an der alten Technik, ist sich aber bewusst, dass die Teile für praktische Arbeit nichts mehr taugen....

Gruß
Peter Krips
__________________
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Alt 15.09.2017, 12:26   #25
Kaspie
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Hallo Peter,
Zitat:
Richtig Horn wird es IMHO erst, wenn Hornmundgrenzfrequenz und Länge zueinander passen (Ich spreche bewusst nicht von "Hornkonstante" !!)
Wobei die Länge durch die Hornkonstante festgelegt wird
Frage ist, wann passt Hornmundfrequenz zur Länge:
1: Wenn Horn länger ist als die Hornmundfrequenz?
2: Wenn Horn gleich der Hornmundfrequenz liegt?
3: Wenn Horn kürzer als die Hornmundfrequenz liegt?
Hier ist die Hornkonstante ausschlaggebend.
Zitat:
Das geht in der Tat, allerdings rutscht dann (wenn man die Treiber/Hornkombination im Nutzbereich linearisieren will) die wirklich nutzbare untere Grenzfrequenz deutlichst zu höheren Frequenzen hin und man hat dann keine Wahl mehr bei der Übernahmefrequenz. Das muss man dann (geht auch passiv) etwas aufwendiger als nur mit einem Kondensator machen.
Frage: Wo liegt der Nutzbereich?
1: Liegt er auf der Hornkonstante
2: Liegt er auf der Hornmundfrequenz
3: wird er messtechnisch ermittelt
4: gibt es eine Faustformel?
Was ist der Nutzbereich?
Wird er aus den 4 letzteren Fragen ermittelt, oder ist es eher hörtechnisch ermittelt?
Zitat:
Da passen halt "Hornkonstante" und Hornmund zusammen, was ja auch Sinn ergibt, denn jede Verlängerung des Horns bei unveränderter Mundfläche oder Verkleinerung der Mundfläche bei unveränderter Länge macht die Hornfunktion zum großen Teil zu Nichte.
Dann wäre das optimale Verhältnis HM(HZ)/m ja gegeben? Müsste sich vielleicht im Bereich 1:1 einpendeln?
Zitat:
Wenn unterschiedliche Konstrukteure z.B. ein Traktrix 400 Hz Horn z.B. für 1" Treiber entwerfen und jeweils gerade, rotationssymetrische Hörner bauen, kommt IMMER die gleiche Hornkontour dabei heraus.
Wenn wir das Wort "wenn" nehmen, dann ja. Wenn wir aber jetzt von Deinem "wenn" abweichen und "rotationssymetrisch" weglassen ist das Ergebnis, wie Du es Dir vorstellst (kommt IMMER die gleiche Hornkontour dabei heraus) immer noch gleich. Die berechnete Fläche auf x bleibt dabei gleich.
Jetzt ist das doofe aber, das sich die Fläche mathematisch berechnen lässt. Für Vierecke ist es LxB, für Vielecke der Formel angepasst. Jetzt variieren diese Vielecke aber in den verschiedenen Dimensionen bei den unterschiedlichen Hornkonstruktionen der einzelnen Hersteller oder Konstruktionsprinzipien.
Da diese Prinzipien aber nicht in den Simprogs vorhanden sind, heißt das nicht gleichzeitig, dass sie nicht vorhanden sind.
Wir sind hier erst bei Fragen, deren Antworten noch zu klären sind.
Zitat:
Schon mal darüber nachgedacht, warum moderne Hörner äusserst selten diesen gebogenen Verlauf haben.... ??
Evtl., weil
1: sie leichter zu konstruieren sind,
2: preiswerter zu fertigen sind
3: sie leichter in die Box zu integrieren sind
4: optisch ansprechender sind
5: sie auch funktionieren

Meine persönliche Erfahrungen, die ich mit den unterschiedlichen Hörnern gemacht habe: Sie funktionieren alle.
Bei manchen muss man die Widerlichkeiten mit der FW ausbügeln, bei den Anderen nicht.
Welche sind die Besten? Da ich einige Schneckenhörner der alten Bauart kennen und lieben gelernt habe, allerdings auch Moderne Kurzhörner kenne, die mir sehr gut gefallen. Deine Argumente aus der theoretischen Sicht sollten einer praktischen Begutachtung unterzogen werden. Alles andere sind nur Meinungen, Vorurteile und "bin dagegen".
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LG
Kay

Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)
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Alt 15.09.2017, 12:51   #26
a.j.h.
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Moin Kay,

bau das einfach und lass' dich nicht bequatschen. Klar kann man was optimieren, aber das Konzept sollte stehen.

Ich würde so ein Horn tatsächlich aus dünnem Blech fertigen. Falzen und löten und dann mit elastoviskoser Beschichtung dämpfen bzw. beschweren.
Das senkt die Resonanz der Wände. Mit ein wenig Überlegung sogar unter die Nutzfrequenz.
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Beste Grüße,
Andreas

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Alt 15.09.2017, 14:13   #27
jhohm
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Zitat:
Zitat von a.j.h. Beitrag anzeigen
Moin Kay,

bau das einfach und lass' dich nicht bequatschen. Klar kann man was optimieren, aber das Konzept sollte stehen.

Ich würde so ein Horn tatsächlich aus dünnem Blech fertigen. Falzen und löten und dann mit elastoviskoser Beschichtung dämpfen bzw. beschweren.
Das senkt die Resonanz der Wände. Mit ein wenig Überlegung sogar unter die Nutzfrequenz.
Haha, Kay will die doch gar nicht bauen, Hannes hatte danach gefragt
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Alt 15.09.2017, 15:12   #28
Kaspie
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Hi Jörn,

die Pläne dafür liegen schon lange in der Schublade.
Wollen will ich schon. Schon alleine, weil es nicht ganz so kompliziert ist. Es ist Dreiteilig. Ein langes Stück mit sehr großen Radien. Ein Mittelstück, dass etwas arbeit erfordert und der Hornmund besteht aus vier geraden Trapezen.
Im Hornhals müssen noch Dreikantleisten angebracht werden, um den Übergang von rund auf eckig zu bekommen.Mit 4 mm und 100 mm Sperrholz oder HDF sollte das machbar sein.

Wenn es funktioniert, kann man überlegen, wie so etwas aus Blech zu bewerkstelligen ist. Evtl den Hals auch als Guss?
Da wäre dann aber Hilfe nötig
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Kay

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Alt 15.09.2017, 15:17   #29
jhohm
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Ach Kay,

Du willst so viel bauen... Alleine im Audiotreff sind 3 Projekte von Dir offen
Da verliert man ( Du evtl auch?!) schnell den Überblick.
Nebenbei die Maggie-Challenge und die Guß-Versuche

Wenn Du Dich denn da nicht verzettelst


Gruß Jörn
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Alt 15.09.2017, 15:40   #30
Kaspie
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Hi Jörn,

den Überblick zu verlieren ist da ganz einfach. Allerdings sind viele Projekte von mir auch dazu da um aufeinander aufzubauen oder zu lernen. Das Thema Horn habe ich schon seit 30 Jahren im Fokus und beschäftige mich da recht intensiv mit. Die Europa Junior ist so ein Ding um zu lernen. Es steht da ein festes Ziel im Raum, dass es zu erreichen gilt. Und dabei gehe ich gerne mal ein paar Umwege und schaue mich mal um, was neben dem Tellerrand rumliegt.
Vor allem, wenn das Geld ausgeht, schlecht Wetter ist oder sonst irgend ein Feiertag... dann kommen die Ideen

Diese Ideen gebe ich aber auch gerne weiter. Und wenn ich sie nicht baue, macht es jemand anders.
Momentan kann ich meine Projekte aber noch überblicken. Nur der Zeitplan ist nicht richtig koordiniert
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LG
Kay

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Alt 15.09.2017, 16:32   #31
jhohm
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Kay,

wenn wir öfters ein Bier trinken würden, würde Dein Zeitplan noch schlimmer werden Also, gut, das wir weit auseinander wohnen

Und glaube mir, auch wenn ich manchmal nicht direkt Deiner Meinung ist, interessant ist es schon, und ich lese gerne, was Du so anstellst!

Gruß Jörn
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Alt 15.09.2017, 16:55   #32
Kripston
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Hallo Kay,
Zitat:
Zitat von Kaspie Beitrag anzeigen
Wobei die Länge durch die Hornkonstante festgelegt wird
Frage ist, wann passt Hornmundfrequenz zur Länge:
1: Wenn Horn länger ist als die Hornmundfrequenz?
2: Wenn Horn gleich der Hornmundfrequenz liegt?
3: Wenn Horn kürzer als die Hornmundfrequenz liegt?
Hier ist die Hornkonstante ausschlaggebend.
schon diese Passage nebst den Fragen zeigt, dass du anscheinen Horn nicht wirklich vestanden hast. Das macht es etwas mühselig, mit dir über die Funktionsweise von Hörnern zu dikutieren.

Zitat:
Frage: Wo liegt der Nutzbereich?
1: Liegt er auf der Hornkonstante
2: Liegt er auf der Hornmundfrequenz
3: wird er messtechnisch ermittelt
4: gibt es eine Faustformel?
Was ist der Nutzbereich?
Wird er aus den 4 letzteren Fragen ermittelt, oder ist es eher hörtechnisch ermittelt?
Siehe obige Anmerkung....
1. Idealerweiseliegt der Nutzbereich in dem Frequenzbereich, in dem das Horn einen konstanten Strahlungswiderstand zur Verfügung stellt. Dummerweise ist das aber unausweichlich mit einem Pegelabfall mit steigender Frequenz sowohl beim Energiepegel als auch beim Schalldruckpegel verbunden.
Um das auszugleichen, haben etliche Druckkammertreiber ohne Horn einen zu den Höhen hin ansteigenden Frequenzverlauf.....
2. Ansonsten gilt dein 3., dem geht aber meist eine halbwegs verlässliche Simulation voraus......
Nur die Kontour nachrechnen zu können und sich ansonsten das akustische Verhalten auszudenken, funktioniert nicht so wirklich...

Zitat:
Da diese Prinzipien aber nicht in den Simprogs vorhanden sind, heißt das nicht gleichzeitig, dass sie nicht vorhanden sind.
Klar gibt es z.B. rechteckige Hornmünder, wenn die Öffnungsfunktion dabei beibehalten wird, ändert sich am Energieverlauf recht wenig. Allerdings bekommt man dann horizontal und vertikal ein von der rotationssymetrischen Konstruktion abweichendes Schalldruckverhalten über Winkel.

Zitat:
Wir sind hier erst bei Fragen, deren Antworten noch zu klären sind.
Auch da gibt es Simuprogs, die das können...

Zitat:
Evtl., weil
1: sie leichter zu konstruieren sind,
2: preiswerter zu fertigen sind
3: sie leichter in die Box zu integrieren sind
4: optisch ansprechender sind
Diese Punkte mögen auch eine Role spielen...

Zitat:
5: sie auch funktionieren
Nicht "auch", sondern "weil" sie so funktionieren, wie es die Horntheorie voraussagt...

Zitat:
Meine persönliche Erfahrungen, die ich mit den unterschiedlichen Hörnern gemacht habe: Sie funktionieren alle.
Ja, irgendwie.....

Zitat:
Bei manchen muss man die Widerlichkeiten mit der FW ausbügeln, bei den Anderen nicht.
Nur sind manche so widerlich, dass ohne DSP nix geht....

Zitat:
Welche sind die Besten? Da ich einige Schneckenhörner der alten Bauart kennen und lieben gelernt habe
Nun, bei (alten) Schneckenhörnern gehen die Meinungen etwas auseinander.
Ein Forenuser, der Toningenieur ist und auch im DIY aktiv ist, hat bei einer Messe solche Teile mal gehört.
Sinngemäß schrieb er " Vor den Hörnern knieten die Fans fast andächtig, ich aber habe mich schnell entfernt, denn das war das Furchtbarste, was ich je gehört hatte"
Auf sein Urteil gebe ich eine Menge......

Zitat:
Alles andere sind nur Meinungen, Vorurteile
und Vermutungen, denn Messungen von den ach so tollen Vintagekonstruktionen kannst du ja nicht bieten, oder ?

Gruß
Peter Krips
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Alt 15.09.2017, 17:14   #33
Hannes 1977
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Hallo peter

Könntest du mir bitte das horn mit der gleichen länge und 100cm x50cm simulieren?

Das wäre nett

Grüsse hannes
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"Seid nett zueinander"
Hannes 1977 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 18:06   #34
Kaspie
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Hallo Peter,
Zitat:
schon diese Passage nebst den Fragen zeigt, dass du anscheinen Horn nicht wirklich vestanden hast. Das macht es etwas mühselig, mit dir über die Funktionsweise von Hörnern zu dikutieren.
Das mag wohl sein. Deswegen höre ich mir auch gerne diverse Systeme an. U.a. auch Western Electric WE22A, WE 15a, WE16a, Sato, nehme dessen Maße aus der Zeichnung oder messe sie selbermit Maßband ab und rechne sie nach. Ich vergleiche diese Parameter dann auch mit anderen Hörnern, wie z.B. AL511B, AL811B, K400, diversen anderen Hörnern.
Zitat:
und Vermutungen, denn Messungen von den ach so tollen Vintagekonstruktionen kannst du ja nicht bieten, oder ?
Im AAA-Forum existiert der Sato-Thread. Dort sind diverse Messungen veröffentlicht, die Dietmar Hampel getätigt hat. U.a. am Sato. Hier sind auch PWT-Messungen der Treiber vorhanden.
Messungen vom WE15a und WE22a sind auch im Netzt vorhanden. Sind aber schon ein paar Jahre alt (etwas über 80 annos).
Zitat:
Nun, bei (alten) Schneckenhörnern gehen die Meinungen etwas auseinander.
Ein Forenuser, der Toningenieur ist und auch im DIY aktiv ist, hat bei einer Messe solche Teile mal gehört.
Sinngemäß schrieb er " Vor den Hörnern knieten die Fans fast andächtig, ich aber habe mich schnell entfernt, denn das war das Furchtbarste, was ich je gehört hatte"
Auf sein Urteil gebe ich eine Menge....
Wer hat was wann wo gehört?
Ich habe die Teile im privaten Umfeld gehört. Mehrfach, teilweise recht regelmäßig. Ich höre selbst mit einem recht großen Horn.
Ich kann auch genau sagen, wie die Kette im einzelnen ausgesehen hat.
Hier wäre mir lieber gewesen, wenn das Thema sachlich diskutiert und die Daten mit dem gemessenen, gehörten und simulierten abgeglichen würde.
Das Thema ist viel zu vielschichtig, als dass es von uns beiden "Experten" zu einem vernünftigen Ende gebracht werden kann.

Davon abgesehen, versuche ich in der nächsten Zeit mal unser Grundwissen graphisch darzustellen. Das sollte an einer einfachen Zeichnung möglich sein
__________________
LG
Kay

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Alt 15.09.2017, 20:29   #35
Tobias
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Zitat:
Zitat von Hannes 1977 Beitrag anzeigen

Da ich ja im sondermaschinenbau arbeite gilt der leitsatz: "geht net gibts net"
Hallo Hannes,
Da gilt aber auch:
1. "Dass haben wir immer schon so gemacht"
2." Jetzt ist es schon so, was sollen wir jetzt noch machen?"
3." Das hat der Ingenieur jetzt halt so entschieden..."
__________________
Gruß Tobias
________________
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Alt 17.09.2017, 12:17   #36
Kaspie
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Ich versuche mal, am Beispiel eine kleinen Graphik die Verhältnisse Hornmundfläche (Hornmündungsgrenzfrequenz, Hornmundfrequenz) zur Hornlänge (Trichterwellengrenzfrequenz, Hornkonstante) fest zu machen.
Ich habe hier ein Bild von einem Horn verzerrt dargestellt.
Die Hornmundfläche und die sich daraus ergebende Hornmundfläche bleiben gleich.
Figur 1: soll zeigen, dass die Hornundmfläche und deren Frequenz gleich der Trichterwellengrenzfrequenz liegt.
Figur 2: Die Trichterwellengrenzfrequenz (Hornkonstante) verschiebt sich zu tieferen Frequenzen und verlängert sich.
Figur 3: Hier verschiebt sich die Hornkonstante zu höheren Frequenzen und das Horn verkürzt sich
Nimmt man jetzt den Wert AX und schiebt ihn ein bisschen zum Hornmund hin, verschiebt sich die Trennfrequenz nach unten. Das Funktioniert aber nur bei Fig 2. Und das auch nur solange bis AX auf der Frequenz der Konstante liegt.
Bei Figur 1 geht die Verschiebung nur nach höheren Frequenzen.
Bei Figur 3 ist die Frequenz über die Länge alleine schon zu höheren Frequenzen limitiert.
Da wir bei den Mitteltonhörnern mit Lamda 1, also mit der gesamten Wellenlänge rechnen und die Hornlänge nicht willkürlich kürzen können.
Im Gegensatz zu Basshörnern, wird die Trennfrequenz bei den Mitteltonhörnern nie an den Grenzfrequenzen gelegt, sondern immer darüber. In Figur 2 wäre das als Beispiel eher bei AX.

@ Peter
Zitat:
1. Idealerweiseliegt der Nutzbereich in dem Frequenzbereich, in dem das Horn einen konstanten Strahlungswiderstand zur Verfügung stellt. Dummerweise ist das aber unausweichlich mit einem Pegelabfall mit steigender Frequenz sowohl beim Energiepegel als auch beim Schalldruckpegel verbunden.
Horn ist schon dumm
Zitat:
Um das auszugleichen, haben etliche Druckkammertreiber ohne Horn einen zu den Höhen hin ansteigenden Frequenzverlauf.....
Siehe LM555 Messungen an PWT von Dietmar Hampel. Das ist eine Konstruktion aus 1926!, die nicht deiner Meinung folgt
Ich muss leider hier ein Kompliment zurückgeben.
Es ist müßig, sich mit Dir über Dinge zu unterhalten, die Du nur aus der Simulation kennst und über keinerlei eigene Erfahrung verfügst.
Du kennst leider nur jemanden, den Du kennst, und der hat..... das ist leider keine richtige Basis(sorry)
Wir reden hier sehr oft aneinander vorbei. Meinen wohl oft das Gleiche. Bestehen aber beide auf unsere Deutungshoheiten

Wie weit bist Du im Sato-Thread?
Da sind die Erfahrungen und Messungen schon seit Jahren ein wenig weiter gediehen.
Zitat:
schon diese Passage nebst den Fragen zeigt, dass du anscheinen Horn nicht wirklich vestanden hast
Vieles habe ich nicht verstanden, was ich auch gerne zugebe.
Das was ich nicht verstanden habe, kann ich auch gerne aufzählen. Es wäre aber für mich ein abnedfüllendes Programm.Aber so einige grundlegende Dinge glaube ich schon intus zu haben. Mein Wissen über Hörner ist dennoch sehr begrenzt und ich weis darüber noch viel zu wenig.
__________________
LG
Kay

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Kaspie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 17:50   #37
Kripston
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Hallo Kay,,
Zitat:
Zitat von Kaspie Beitrag anzeigen

Siehe LM555 Messungen an PWT von Dietmar Hampel. Das ist eine Konstruktion aus 1926!, die nicht deiner Meinung folgt
es würde eine weitere Unterhaltung hier ungemein erleichtern, wenn du mal "LM555 Messungen an PWT von Dietmar Hampel"
hier verlinken würdest...


Zitat:
Es ist müßig, sich mit Dir über Dinge zu unterhalten, die Du nur aus der Simulation kennst und über keinerlei eigene Erfahrung verfügst.
So so, ich habe aber schon von zwei MHT-Hörner selbst (auch unter Winkeln) Schalldruckmessungen gemacht (Nebst passiven Weichenabstimmungen dazu) und kann daher bestätigen, dass die Hornresponse Simulationen recht nah an die Realität kommen.
Du kannst dann sicher erahnen, was ich von vermuteten Frequenzverläufen von Hörnern halte oder von Trennung derselben mit berechneten Sparweichen.
Daher interessieren mich auch gehörmäßige Beurteilungen derartiger Konstruktionen durch Fanboys nicht sonderlich...

Gruß
Peter Krips
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Kripston ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 18:06   #38
Hannes 1977
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Hallo peter

Könntest du das horn mal mit 50cm x 100cm am mund simulieren.

Wäre super.

Grüsse hannes
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"Seid nett zueinander"
Hannes 1977 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 19:39   #39
Kaspie
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Hallo Peter,
hier ist die Verlinkung:
http://www.analog-forum.de/wbboard/i...-das-satohorn/
Zitat:
So so, ich habe aber schon von zwei MHT-Hörner selbst (auch unter Winkeln) Schalldruckmessungen gemacht (Nebst passiven Weichenabstimmungen dazu) und kann daher bestätigen, dass die Hornresponse Simulationen recht nah an die Realität kommen.
Du brauchst nicht alle 5200 Posts zu lesen
Naja, meine Begeisterung hält sich jetzt etwas in Grenzen.
Dir fehlt immer noch die eigene Erfahrung mit solch großen Hörnern und deren Sparweichen.
Es macht ja Spaß, mit Dir zu zanken. Besser ist es aber, Deine Kenntnisse in Hornresponse zu nutzen.
Erst einmal gebe ich Dir eine PWT Messung des LM555.

Hier siehst Du, dass der Treiber, der zwar ein chinesischer Nachbau des WE555 ist, aber dem Original in jeder Weise entspricht, recht linear ist. Die Nutzfrequenz ist ist für einen 3/4" Treiber recht tief, wie man an der PWT Messungen erkennen kann.
Ich gebe Dir jetzt die Parameter für das WE22 Horn.
Hornhalsdurchmesser (Treiberdurchmesser)=18mm
Länge des Hornes:177cm
Hornmundfläche: 5050cm²
Das Horn selber ist auf 116Hz berechnet.
Im Simprog musst Du also ein Horn berechnen, dass auf 116 Hz abgestimmt ist und es bei 5050 cm² kürzen. Das entspricht einer Hornmundgrenzfrequenz von 135Hz.
Die Frequenzweiche trennt rechnerisch bei ca. 250Hz.
Die Kontur ist exponential.


Warum das WE22 und nicht das Sato oder WE15? Beide sind nicht mit gleicher Hornkonstante berechnet. Das 22a entspricht aber in etwa dem Sato. Deswegen sind die Messungen, die vom Sato gemacht worden, aussagekräftig genug um Vergleiche ziehen zu können.
Das WE15a ist ein 80 Hz Horn, dass mit seinen 145 x 145 cm HMA und 145 cm Tiefe und Gesamthöhe von ca. 2 m nicht recht ins Wohnzimmer passen möchte . Der Bass kommt noch dazu

Wir reden hier bei unseren Hörnern eher von Mitteltonhörner, die im HT Bereich Unterstützung benötigen, nicht um Mittelhochtöner.
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LG
Kay

Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)
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Alt 17.09.2017, 19:50   #40
Kaspie
Loud`n`crazy
 
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Zitat von Hannes 1977 Beitrag anzeigen
Hallo peter

Könntest du das horn mal mit 50cm x 100cm am mund simulieren.

Wäre super.

Grüsse hannes
Hallo Hannes,
hier liegt die Hornmundgrenzfrequenz bei 135 Hz. Die Länge von 120 cm ist hier alleine nicht ausschlaggebend. Es muss das Hornöffnungsmaß / Hornkonstante vorgegeben sein.
Liegt diese Konstante bei der Hornmundgrenzfrequenz, also 135 Hz, hast Du ein 1:1 Verhältnis. Die Trennfrequenz liegt ungefähr um den Faktor 1,5 höher. Besser noch darüber.
Die Simulation sollte dann auf ca. 135 Hz liegen. Die Länge wäre dann bei einem 1" Treiber ca. 140cm. Bisschen rauf und runter ist nicht schlimm
__________________
LG
Kay

Am Ende hört man eben doch mit den Ohren und dem dazwischen und nicht mit dem Simulator oder Messrechner.(Zitat A.J.H)
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