DIY-HIFI-Forum

Zurück   DIY-HIFI-Forum > Lautsprecher > Allgemeine Themen
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
 
Themen-Optionen
Alt 28.07.2017, 11:38   #41
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Müsste ich meine bessere Hälfte mal fragen.....

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2017, 18:50   #42
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

So, neue Gehäuse sind gebaut, diesmal nach diesem Entwurf, der sich vom alten darin unterscheidet, dass der Kanal keine eigenen Seitenwände mehr hat und dass jetzt MPX statt MDF zum Einsatz kam, was eine Anpassung der Wandstärken nötig machte:



In echt sieht das Teil jetzt so aus:



Nicht zu sehen sind der Griff auf der Rückseite, der BR-Kanal, der an der Unterseite endet und der Boxenflansch, ebenfalls an der Unterseite.

Die erste Impendanzmessung erfolgte mit komplett leerem Gehäuse:



Ich bin einigermaßen frohen Mutes, die Tuningfrequenz durch das Einbringen von Bedämpfungsmaterial auf so 80 Hz drücken zu können.

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2017, 16:48   #43
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

So, jetzt habe ich mich mal ein bisschen mit der Bedämpfung befasst:



Im Tieftonabteil befindet sich an den Seiten, am Boden und an der dem Betrachter zugewandten Seite des BR-Kanalbrettchens 5 cm Noppenschaumstoff. Zwischen Kanal und TMT besteht quasi Sichtverbindung.



Ins Hochtonabteil ist eine 5 cm Noppenschaummatte dergestalt reingedengelt, dass der Deckel, die Rückwand und die Gehäuseversteifung abgedeckt sind. Da rein habe ich eine zusammengerollte Bahn Ikea-Decke gestopft.

Jeweils vor und nach Einbringen des Dammmaterials habe ich eine Impendanzmessung vorgenommen:



Erfreulich ist unter anderem, dass die Tuningfrequenz tatsächlich auf gut 80 Hz gesunken ist. Allerdings taucht nun eine Störung bei etwas über 250 Hz auf, die in der Messung des ersten Prototypen nicht zu sehen war. Sie zeigt sich auch vom Dämmmaterial völlig unbeeindruckt. Was kann das sein?

Die Innenhöhe beträgt 39 cm, die Innenbreite 23 cm und die Innentiefe 19 cm. Die Gesamtlänge des Kanals beträgt 13 cm. Da ist eigentlich nichts, was in den Abmessungen groß genug für so eine Störung wäre. zumal ja die Bedämpfung darauf Einfluss nehmen müsste, wenn die Ursache aus dieser Ecke käme.....

Die Unterschiede zum Prototypen sind:
  • Das neue Gehäuse ist aus Birke MPX statt aus MDF.
  • Es ist im Boden jeweils ein Ständerflansch montiert und hinten oben ein Griff, beides aus dem Adam-Hall-Sortiment.
  • Der Kanal hat keine "Seitenwände" mehr.
Für sachdienliche Hinweise wäre ich jedenfalls dankbar.

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 15:22   #44
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Ich war jetzt mal draußen im Garten und habe ein bisschen was akustisches gemessen:



Das ist das Ergebnis:



Die Messung ist zweikanalig und nicht pegelkalibriert. Ich habe letzteres zwar versucht, aber wenn ich mittels Pistonfon das Mikro pegelkalibriere und den Verstärker auf 2,83 Volt an 8 Ohm einstelle, wird das Setup massiv übersteuert. Das Problem ist sicher lösbar, aber da gebe ich mich mal später dran.

Hochtöner und Tieftöner wurden allerdings mit identischem Pegel gemessen. Vorher wurde eine Soundkartenkalibrierdatei erstellt und zusammen mit der FG-Kalibrierdatei des Mikrophons in REW eingebunden.

Ich finde, die Messung sieht recht plausibel aus, obwohl da noch nichts gefenstert wurde.

Wie das mit dem Fenstern von Messungen in REW funktioniert, muss ich noch rausfinden.

Jetzt muss ich nur noch die Impendanzen nochmal mit REW messen, damit ich Textdateien daraus generieren kann, was mit der Demoversion von Limp ja soweit ich weiß nicht geht.

Dann kann das ganze Geraffel in ein geeignetes Weichensimulationstool gepackt werden.

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 17:39   #45
xajas
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.06.2017
Beiträge: 204
Standard Erste Passivweichenentwicklung: 8/1-Satellit für den Betrieb mit Subwoofer(n)

Da ich auch recht "experimentierfreudig" bin, kann ich mich für solche "Leiterexperimente" begeistern. Allerdings da würde ich gleich nachsetzen und konsequenterweise prüfen, ob die Experimente auch tatsächlich effektiv sind. Daher wäre es für uns alle lehrreich, wenn Du die gleichen Messungen ein mal auf der Leiter und ein mal "bodenständig" auf einem Tisch oder Kiste durchführen könntest. Anschliessend beide Messungen zum Vergleich in REW einblenden. Dann sehen wir, ob das was bringt und ob der Mehraufwand gerechtfertigt ist.
xajas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 18:22   #46
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Ich schaue mal, ob ich morgen dazu komme, so einen Vergleich durchzuführen, und auch, ob das Wetter mitspielt. Heute hat es zwar nicht geregnet, es war aber recht windig. Deshalb will ich die Messungen ohnehin nochmal wiederholen.

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 21:01   #47
xajas
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.06.2017
Beiträge: 204
Standard

Super und danke im voraus
xajas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2017, 16:30   #48
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Leider hat das nicht geklappt mit dem Messen im Garten, es war zu windig.

Statt dessen habe ich mich mal mit dem Messen von Impendanzen mit REW befasst. Das Messkabel mit dem 100 Ohm Referenz-Widerstand, dass ich für Limp benutzt habe, konnte ich weiter verwenden.

Ich habe dann einfach mal einen noch vorrätigen 100 Ohm Widerstand gemessen und bin, nachdem immer alles Mögliche, nur nicht 100 Ohm angezeigt worden, mal darauf gekommen, mir noch ein Kalibrierkabel zu basteln, dass während der Kalibrierung den Messsignalausgang mit beiden Eingängen verbindet. Nach der Kalibrierung hatte ich einen schönen Strich bei ziemlich exakt 100 Ohm.

Impendanzgänge von Hoch- und Tieftöner mitsamt der Möglichkeit, die auch in Form von Textdateien zu exportieren, gibt es nun also auch:



Aber warum sieht der Schrieb für den Hochtöner zuweilen so ausgefranst aus?

Viele Grüße,
Michael

*edit*:
Ich habe die Messung nochmal wiederholt, diesmal mit etwas mehr Pegel. Nun sieht die Impendanzkurve des Tieftöners nicht mehr so zappelig aus und auch die des Hochtöners scheint etwas weniger ausgefranst zu sein.



*edit 2*:
Für Freunde der bunten Bildchen hier noch eins, dass Impendanz- und Frequenzgänge zusammen zeigt. Da bei meinem kleinen Leiterexperiment außer Leiterstufen (die hoffentlich nicht so viel ausmachen) keine Begrenzungsfläche näher als etwa 2 Meter an der Messumgebung dran war, habe ich die Messung nach 10 ms gefenstert. Ich hoffe mal, nicht allzu viel verkehrt gemacht zu haben, aber so sieht das schon weniger fitzelig aus, obwohl ich noch kein Smoothing reingehauen habe:


Geändert von Azrael (11.09.2017 um 17:17 Uhr).
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2017, 20:55   #49
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Ich habe jetzt mal mit Boxsim gespielt. Es wurden die gemessenen Impendanzfrequenz- und Phasengänge sowie die gemessenen Amplitudenfrequenz- und Phasengänge importiert. Die Messungen sind wie gesagt zweikanalig gemessen und nach 10 ms gefenstert worden. Das Ergebnis meiner ersten Spielerei sieht so aus:



....und die Weiche dazu so:



Es ist das erste Mal, dass ich an einer Weiche rumeditiert habe, darum bitte ich um Nachsicht.

Trotzdem bin ich für Hinweise zur Verbesserung dankbar. Insbesondere frage ich mich, ob man nicht vielleicht auch mit einer weniger komplizierten Weiche zum Ziel kommen könnte.....

Viele Grüße,
Michael
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2017, 21:21   #50
Tobias
Stammtischphilosoph
 
Registriert seit: 03.02.2015
Ort: Kehl/Rhein
Beiträge: 565
Standard

Mach mal die obere DB Grenze auf 95 DB.
Teste mal nen 18db tiefpass ohne Imp Korrektur.
Du hast sehr viel Widerstand im Bass.
Sperrkreise hinter den tiefpass
__________________
Gruß Tobias
________________
Tobias ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2017, 19:49   #51
Azrael
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: 53919
Beiträge: 1.040
Standard

Neuer Versuch:



....und die zugehörige Weiche:



Immerhin konnte ich 5 Bauteile einsparen.

Auch wenn die Messungen nicht pegelkalibriert waren und ich die Skalierung zwecks besserer Übersichtilichkeit nach Hinweis von Tobias geändert habe, erkennt man gut, dass der Wirkungsgrad jetzt höher ist. Allerdings ist die Trennfrequenz nun etwas höher gerutscht. Im Tieftonzweig wird zwar nicht mehr impendanzlinearisiert, dafür hat's dort jetzt einen Filter 4. Ordnung....

Was sagt ihr dazu?

Viele Grüße,
Michael

*edit*:
Noch eine Frage: da ich im HT-Bereich ein Horn verwende, liege ich da richtig, wenn ich annehme, dass der simulierte Energiefrequenzgang und die ebenfalls simulierten Frequenzgänge unter Winkel nur wenig Aussagekraft haben?

Geändert von Azrael (14.09.2017 um 20:11 Uhr).
Azrael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2017, 22:13   #52
Oldie
Schrott wird wieder flott
 
Registriert seit: 07.01.2010
Ort: München
Beiträge: 1.544
Standard

Hi Michael,

besser

Die Glättung in Boxsim verschleiert manchmal auch Problemzonen.

Im Menü Datei/Projekteigenschaften/ kannst du die Anzahl der Frequenzen einstellen.
Fein ist 250 Punkte geht bis max 600 Punkte manuell.
Das entspricht dann eher dem was man gemessen und importiert hat je nach eigener Glättung.

Boxsim simuliert als Kolbenstrahler, im Leistungsfrequenzgang, wird da gerne 3-6 dB zu viel angezeigt zwischen 1kHz und 7kHz.
Ab 5 kHz strahlen die meisten Hochtöner auch selber nicht mehr kugelförmig.
Elektrisch kann man ganz gut kontrollieren wie man was verbiegt, aber für WG Frequenzweichensimu ???

Mit Arta kann man sich die Zielkurven einstellen und nachmodellieren.
Die Winkelfrequenzgänge summieren und ein schönes Sonogramm in vielen Darstellungsdiagrammen begutachten.

Rew ist eigentlich eher zum Raummessen gedacht.
Bin aber gespannt was du damit noch veranstaltest.

Wenn man einen Acht Zöller mit 90 Grad Abstrahlwinkel mit einem Hörnchen mit 120 Grad verheiratet kann es unter Winkel zu Problemen kommen.
Das Limmer 021(90x60) sollte eigentlich passen, lädt aber nicht so tief wie man es gerne hätte.

Ob und wie der TMT im Bündelungsbereich noch zu nutzen ist wird durch Winkelmessungen im beschalteten Zustand besser ersichtlich.

Zitat:
Noch eine Frage: da ich im HT-Bereich ein Horn verwende, liege ich da richtig, wenn ich annehme, dass der simulierte Energiefrequenzgang und die ebenfalls simulierten Frequenzgänge unter Winkel nur wenig Aussagekraft haben?
Ich hoffe damit deine Frage beantwortet zu haben

Greets vom Namensvetter

Michi
__________________
Zitat von A.E.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


Erst wenn der Sub die Katze inhaliert, kickt der Bass richtig

Oldie ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Powered by vBadvanced CMPS v3.2.2
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 22:50 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.