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Alt 27.12.2016, 15:49   #1
Alexander
Heißmann-Acoustics
 
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Pommelsbrunn
Beiträge: 859
Standard Schräge Fasen & deren Steilheit

Da ich immr wieder vor der Frage stand wie steil ich meine schrägen Fasen auslege,
habe ich beschlossen die Frage messtechnisch zu erörtern.

Dies der Messaufbau:



Und hier die Messergebnisse für Fasen mit einer Steilheit von 0-55° in 5° Schritten als auf 0° normiertes Sonogramm



Und hier 0-50° in 10° Schritten als 0/30/60° Messung


Viel Spaß beim Lesen des zugehörigen Artikels
Beste Grüße & einen schönen Ausklang 2016
Alexander
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2016, 21:11   #2
Lauscher
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.03.2016
Ort: Oldenburg
Beiträge: 167
Standard

Hallo Alexander,

danke für Deine Messungen.

Deine Netzseite gefällt mir.

Zu Deiner Aussage:
Würde man mich nach einer Universalempfehlung fragen würde ich sagen:
„Mach die Fasen 25-30° steil und positioniere Sie so nahe an den Hochtöner wie nur möglich“


Intuitiv habe ich 28 - 33 Grad Fasen umgesetzt. Allerdings bin ich nicht so nah an den HT rangekommen - aber evtl. schaffe ich es beim nächsten Versuchs-LS - ich habe nur noch keine Vorstellung wie ich das handwerklich umsetzen kann.

Aber auch schon die "halbe" Umsetzung hat bei mir den Klang feiner und ruhiger "gemacht"


viele Grüße
Jens

Geändert von Lauscher (27.12.2016 um 21:22 Uhr).
Lauscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2016, 21:36   #3
holly65_MKII
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.08.2015
Ort: Hannover
Beiträge: 489
Standard

Moin Alexander,

Danke für deine Arbeit!

30 Grad wurden mal vor Ewigkeiten von der K+T genannt - ich meine es war Heinz Schmitt.

LG

Karsten
__________________
Die einfachste Art glücklich durchs Leben zu gehen ist die eigenen Erwartungen möglichst niedrig zu halten.
holly65_MKII ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2016, 22:27   #4
Dirk_H
Nachbauer
 
Registriert seit: 01.05.2016
Ort: Hannover
Beiträge: 178
Standard

So oder so, vielen Dank für die Mühe und Dokumentation.

...und noch eine Frage aus Neugier dazu: Wird sich das für jeden Treiber (jede Art) gleich verhalten?
__________________
Rechtschreibfehler wurde gezielt eingebaut um die Aufmerksamkeit des Lesers zu testen!
Dirk_H ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2016, 10:21   #5
Darakon
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.09.2013
Ort: Leipzig
Beiträge: 172
Standard

Hallo Alexander,

vielen Dank dafür!
Wie auch die anderen Beiträge auf deiner Webseite sehr gut recherchiert und dargestellt!
Darakon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2016, 15:07   #6
Seewolf
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 23.11.2013
Ort: Regensburg
Beiträge: 21
Standard

Auch von mir ein "Dankeschön"!

Werner
Seewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2016, 21:26   #7
Alexander
Heißmann-Acoustics
 
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Pommelsbrunn
Beiträge: 859
Standard

Zitat:
Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
...und noch eine Frage aus Neugier dazu: Wird sich das für jeden Treiber (jede Art) gleich verhalten?
Natürlich nicht ...


Beispiel:
  • Ein 20cm Breitbänder in einer schmalen Schallwand bedarf ggf. überhaupt keiner Fasen ... Er sieht die Kanten nicht bzw. ausreichend wenig
  • Ein 19mm Hochtöner mit 10cm Frontplatte "sieht" auch eine Fase die maximal nahe herangeführt wurde noch recht deutlich=> Die Sinnhaftigkeit von schrägen Fasen wäre in diesem Fall zu prüfen. Ggf. wären großzügige Verrundungen oder eine asymmetrische Schallwandgeometrie sinnvoller
  • Der Seas DXT zB. sieht, der Kombination aus relativ kleiner Frontplatte mit Schallführung wegen, eine solche Fase praktisch überhaupt nicht => DXT + maximal nahe Fase geht ziemlich gut
  • usw...
Zitat:
Das Konzept der Schrägen Fasen ist ein sehr effektives um der Problematik <Sekundärschallquellen durch Kantendiffraktion> beizukommen. Dies aber nicht Bedingungslos. Steilheit und Position müssen mit Bedacht und dem Konzept entsprechend gewählt werden.
Bei breiten Schallwänden zB. würde ich idR. der großzügigen Verrundung den Vorzug geben ...
Die "schrägen Fasen" haben Ihren Sinn insbesondere dann, wenn es möglich ist durch Selbige die Kanten so nahe an den Treiber zu bekommen,
daß Sie praktisch "unsichtbar" werden.
Dies funktioniert gut mit Kalotten-HTs >25mm und Frontplatten <=104mm, besonders gut wenn noch eine Schallführung mit im Spiel ist.
Je kleiner die Frontplatte, desto (potentiell) näher die Fase, desto breiter darf der HT strahlen, sprich desto kleiner darf die Membranfläche/Schwingspule sein.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich

Beste Grüße
Alexander

Geändert von Alexander (29.12.2016 um 21:38 Uhr).
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 11:08   #8
thewas
ausgeschieden
 
Registriert seit: 26.08.2016
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 190
Standard

Wieder mal ein sehr hilfreicher und aufschlussreicher Artikel Alexander, besten Dank dafür!

Schöne Grüße
Theo
thewas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 11:16   #9
Lionheart
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.08.2016
Ort: Southside (Nähe Stuttgart)
Beiträge: 128
Standard

Hallo Alexander,

sehr interessant und schön gemacht
Ich stöbere eh gern auf deiner Seite und muss mal ein Lob hier lassen

Vielen Dank

Gruß Yves
Lionheart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 14:18   #10
Dirk_H
Nachbauer
 
Registriert seit: 01.05.2016
Ort: Hannover
Beiträge: 178
Daumen hoch

Hallo Alexander,

ja, sehr verständlich, vielen Dank!

Meine Frage war unpräzise, aber das war auch gut so. An den 20cm Breitbänder hatte ich nicht gedacht, und nichtmal an die eigentliche Größe (Fehler), sondern eher an Kalotte vs. Ringstrahler.
Dass es aber nun schon zwischen 19mm und 25mm so einen Unterschied macht, hätte ich nicht gedacht und ist gut zu wissen...und zeigt wohl (leider) auch noch etwas fehlendes Verständnis.

Vielen Dank und Gruß,

Dirk


Und optional juckt mich eigentlich dann auch noch eine Frage, wenn es ok ist!?
Einige deiner Konstruktionen haben ja oben ebenfalls eine Fase, der Testaufbau und etliche andere Bauvorschläge die man so findet nun nicht. Gibt es eine Pi-mal-Daumen (oder genaue) Regel wie du den Abstand zur Oberkante festlegst, oder ist das "Trial&Error"?
__________________
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Dirk_H ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 14:34   #11
Alexander
Heißmann-Acoustics
 
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Pommelsbrunn
Beiträge: 859
Standard

Hallo Dirk

Kalotte vs. Ringstrahler macht grundsätzlich keinen Unterschied.
Aber konkret 25mm Kalotte vs. zB. XT25 macht einen, weil der XT25 aufgrund einer größeren effektiven Membranfläche früher zu richten beginnt.

Ein Magnetostat zB könnte dann wieder völlig anders reagieren, nicht aber explizit weil er ein Magnetostat ist, sondern weil er zB horizontal sehr breit strahlt.

Im Endeffekt geht es darum sich den Treiber unter 90° in Relation zu 0° anzusehen und sich dann zu "visualisieren" welche Kante der Schallwand bei welcher Frequenz wie laut, "getroffen" wird
(Ich sehne nach dem "Schallwandgeometrie-3D-Cad-Simulationstool" )

Fasen oben: Das war ein bischen Trial & Error, und ich bin davon eher wieder abgekommen.

Herzliche Grüße
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 14:44   #12
Dirk_H
Nachbauer
 
Registriert seit: 01.05.2016
Ort: Hannover
Beiträge: 178
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Super, vielen Dank für die Erläuterung und insgesamt für die Arbeit. Sehr anschaulich und verständlich!
Damit bin ich mal wieder ein Stück weiter.
__________________
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Dirk_H ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 17:44   #13
FoLLgoTT
Und so beginnt es...
 
Registriert seit: 04.05.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 1.013
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Zitat:
Zitat von Alexander Beitrag anzeigen
(Ich sehne nach dem "Schallwandgeometrie-3D-Cad-Simulationstool" )
ABEC!
__________________
Gruß
Nils

Dokumentationen und Wissenswertes
FoLLgoTT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 17:48   #14
Alexander
Heißmann-Acoustics
 
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Pommelsbrunn
Beiträge: 859
Standard

Grüß Dich
Ja, die Antwort hatte ich erwartet
Und ja, ich denke es wäre an der Zeit mich da reinzuarbeiten.

Herzliche Grüße
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 17:51   #15
FoLLgoTT
Und so beginnt es...
 
Registriert seit: 04.05.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 1.013
Standard

Grüße dich auch,
Zitat:
Zitat von Alexander Beitrag anzeigen
Und ja, ich denke es wäre an der Zeit mich da reinzuarbeiten.
Man kommt auf jeden Fall mit Bordmitteln schon recht weit und kann einen Lautsprecher ohne Waveguide in einem rechteckigen Gehäuse mit Fasen simulieren. Dafür benötigt man nicht einmal 3D-CAD. Vielleicht kloppe ich mal so ein Beispiel zusammen. Dann kann man das als Vorlage nehmen und ein bisschen rumspielen.
__________________
Gruß
Nils

Dokumentationen und Wissenswertes
FoLLgoTT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 22:29   #16
Gaga
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.02.2011
Beiträge: 1.211
Standard

Moin,

ich habe im ABEC-Thread ein parametrisiertes Projekt zur Simulation des Abstrahlverhaltens von Konuslautsprechern im Gehäuse ohne und mit seitlichen Fasen hochgeladen.

Ich hatte das eh für den Acht Zoll Shoot Out Thread gemacht und versucht, das Skript ein wenig zu vereinfachen...

Viel Vergnügen.

Grüße,
Christoph
Gaga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2017, 12:54   #17
Alexander
Heißmann-Acoustics
 
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Pommelsbrunn
Beiträge: 859
Standard

Super!
Herzlichen Dank, Christoph
Alexander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2017, 18:50   #18
Trisman
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Dortmund
Beiträge: 20
Standard

Mein Illuminata 15 Projekt, für das ich hier auch einen Bauthread aufgemacht hatte (http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...ad.php?t=13989) stand in den letzten Monaten ziemlich komplett still, da ich seit November mit meinem Lehramtsreferendariat vollends ausgelastet bin. Jetzt tritt langsam etwas Routine ein, die mir Luft verschafft um weiter zu bauen. Mit Details langweile ich euch in dem Bauthread, hier aber jetzt eine hier hin passende Frage:

Ich möchte die Fasen ähnlich wie bei der Colibri gestalten (http://www.frank-landmesser.de/messe-hmw11_nordic.html). Dabei könnte ich nun wie im originalen Bauvorschlag vorgehen und die Fase 3,5cm breit und 2,5cm tief an der breitesten Stelle anlegen. Die Fasen würden dann auch in das 25-30° Optimum fallen. Das ganze sähe dann so aus:



Nun steht in Alexanders Artikel ja, dass die Fasen so nah wie möglich am HT verlaufen sollen. Die Möglichkeit hätte ich ja hier auch. Die Fasen wären dann 5cm breit und 3cm tief an der breitesten Stelle. Das ganze sähe so aus:



Meine Frage ist nun, ob das Sinn macht, oder ob ich mir die berechnete Weiche der Illuminata damit kaputt mache, die ja auf die Originalen Fasen berechnet wurde. Das Gehäuse ist außer der gebogenen Fase genau so aufgebaut wie das Original, außer das unten insgesamt noch 17cm angefügt wurden, die die Lautsprecher auf Ohrhöhe heben und zu öffnendes Weichenfach dienen.


Viele Grüße


Stephan
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Illuminata Bogen Fase.jpg (58,6 KB, 105x aufgerufen)
Dateityp: jpg Illuminata Bogen Fase breit.jpg (60,1 KB, 101x aufgerufen)
Trisman ist offline   Mit Zitat antworten
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