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Alt 10.04.2015, 00:53   #1
Slaughthammer
Vollaktiv per DSP
 
Registriert seit: 19.12.2010
Ort: Wunstorf
Beiträge: 1.191
Standard 8" Neo Speaker Trade Top

Moin,

neulich gab es ja diesen schönen achteckigen Speaker Trade Neodym 8"er zum Sonderpreis. Ich hab mir ja auch ein Paar geholt, und bin nun dabei, den zu verbasteln. Es soll ein kleines leichtes (PA)HiFi-Top werden. Im Hochton spielt dazu der Baby BMS 4524 an einem FaitalPRO FTH100 oder P.Audio PH-170. Das ganze wird dann noch um einen 15" Subwoofer mit dem the.box 15"er ergänzt, das dürfte Pegeltechnisch dann ganz gut passen. Angesteuert wird das ganze von einem Raspberry Pi, von dem aus ich über HDMI in einen AVR gehe. Das ganze wird also, wie bei mir üblich, vollaktiv per DSP! Benötigt wird das ganze für die Einschlafmusik im Schlafzimmer

Also erstmal TSP in ein Simulationstool gehackt, kurz rumgespielt, joa, so 8-10 Liter sollten passen, grob auf 100 Hz abgestimmt. Also bau ich die Kiste mit Brutto 10 Liter, dann passt das schon. Schnell skizziert, 12mm Materialstärke gewählt, soll ja klein und leicht bleiben.

Und nicht lange gefackelt, und aus Sperrholz von durchaus minderer Qualität mal einen Prototyp geferkelt:

Putzig, der kleine! Die Front steht, wenn sie beim Verleimen nicht verrutscht genau um die Korbstärke hinter den Seitenwänden zurück, so dass 3 von 8 Kanten schonmal bündig mit der Front sind. Zwei weitere Kanten grenzen genau an die Eckports (Bei dem Korb ist die Bauform einfach zu verlockend!), also auch kein Problem, bleiben die oberen drei Kanten. Da wird dann evtl. beim Endgültigen Gehäuse die Schallwand aufgedoppelt. Muss ich dann gucken, obs mir die Mühe wert ist. Irgendein eiliger Frickler hat leider vergessen in die Rückwand ein Loch zu bohren, daher Kabel durch die Ports. Ach ja, zunächst werde ich mal das FTH100 probieren. Das Gehäuse ist aber so gefertigt, dass ich das PH-170 auch reinbekomme. Kommt also auch noch!

So, und jetzt das, was ihr immer sehen wollt: Fakten! HT und MT grob im Pegel aneinander angepasst und auf Achse gemessen, ungegelättet aber gefenstert, nicht Pegelkalibriert aber in ca einem Meter Abstand gemessen:


Das lässt ja hoffen!
Schnell eine Weiche mit Trennfrequenz bei knapp 2 kHz in den DSP gehackt (2 PEQs für die Stufe im MT bei 1 kHz, ein Shelving Filter um den Hochtöner gerade zu ziehen, ein PEQ gegen die Reso bei 19 kHz fürs Auge):


Damit sollte man doch erstmal Musik hören können!

Dachte ich zumindest. Aber klingt irgendwie nicht so richtig. Insbesondere im Mittelton, irgendwie nervig und unsauber. Merke: Was passiv nicht klingt, klingt aktiv per DSP auch nicht, man merkts nur schneller

Wollen wir der Sache mal auf den Grund gehen. Also Nahfeldmessungen vom Mitteltöner und Port gemacht:

Oh, das sieht ja schonmal gar nicht so gut aus Abstimmfrequenz zu tief und mehr MT-Müll als Nutzpegel ausm Port... Da muss ich wohl nochmal an die Bedämpfung ran. Status Quo ist hier:

Eine Lage Noppe unter dem Versteifungsbrett, eine Lage auf der Rückwand oberhalb der Ports und ein Streifen Noppe umlaufend über Seitenwände, Ports und Boden. Zudem ist der Bereich über dem Versteifungsbrett mir Polsterwatte ausgestopft. Also eigentlich gar nicht sooo sparsam. Naja, gehen wir das ganze mal etwas Systematisch an. Gehäuse komplett leer räumen und mal gucken, wies dann aussieht (grün). Dann nur die Noppenmatte unter dem Verstärkungsbrett dazu (okker). Ok, die Stehwelle bei 480 Hz ist erstmal weg, sieht man auch im Wasserfall nicht mehr. Dann im nächsten Schritt mal versuchen, die Müll zwischen 700 und 1300 Hz zu reduzieren: Eine Matte mit Gehäuseinnenbreite von vorne unterm Treiber bis nach hinten oben über Boden, Ports und Rückwand gelegt. Treiber sieht die Portöffnungen nun nicht mehr (rot).

Kostet 2 dB Nutzpegel, bringt bei den fiesen Spitzen knapp 5 dB Dämmung. Ne, nicht das was ich suche. Also wieder raus und die Watte hinterm Hochtöner wieder rein (blau). Kostet ähnlich viel Nutzpegel, nur ganz unten etwas weniger, bringt aber nichtmal die Hälfte....
Kurven dazu:


Soweit erstmal für heute, morgen gehts weiter. Abstimmung nach oben korrigieren, das sollte den Nutzpegel auch schonmal stärken, und weiter mit der Bedämpfung experimentieren. Ich bin ganz froh, dass ich alles mit Einschlagmuttern gemacht habe, mit Holzschrauben wäre das Gehäuse schnell am Ende, wenn man das so oft alles auf und zu macht.

Vorschläge und Tips zur Mitteltonmülleindämmung bei geringen Nutzpegelverlust nehme ich gerne entgegen!

Gruß, Onno
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Alt 10.04.2015, 01:05   #2
jones34
HSG Südbaden
 
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Schicke Sache.
ich bastel ja auch gerade mit dem Töner, ein Bildchen gibts im Originalthread zum 8".

1000Hz passt wunderbar zur Gehäusehöhe, da fängst du dir, dazu noch mit der Portposition, so viel ein wie möglich.
Versuch es mal mit einem Sumpf, allerdings oben beim HT, dann kostet das auch nicht so viel Pegel. Da darf es aber gerne was "besseres" als Noppenschaumstoff sein

Beim Port ist mir genau das gleiche passiert, viel zu tief


Gruß
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Warum muss alles so schwierig sein?
Weil es sonst zu einfach wäre.
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Alt 10.04.2015, 01:21   #3
Slaughthammer
Vollaktiv per DSP
 
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Naja, wenn ich das nicht in den Griff bekomme, müssen die Ports halt zwischen den Mitteltöner und das Horn, ginge auch. Sieht nur nicht ganz so elegant aus. Aber dafür baut man ja Probegehäuse. Hab von dem Billigsperrholz noch mehr als genug rumfliegen, da kann ich auch noch 5 Protos bauen. Aber ich fürchte, ein Port der so dicht am Treiber sitzt und auch noch nach vorne rausgeht, ist und bleibt immer problematisch.

Sumpf hinterm Horn hab ich ja im Prinzip schon mit Polsterwatte aufgebaut. Viel Platz ist da allerdings nicht. Werde morgen nochmal mit Mineralwolle versuchen, was so geht.

An sich würde ich die Stehwelle der Gehäusehöhe aber eher bei knapp 500 Hz erwarten, wäre ja lambda/2 von 0,34 m. Sieht man in der unbedämpften Variante, ist mit einer Lage Noppe im Schnelleknoten aber ziemlich erledigt. Der Treiber macht im 1 kHz in Freeair aber auch schon seine spirenzchen, da spielt das sicher noch mit rein. Ist halt blöd, wenn alle störungen auf den gleichen Frequenzbereich fallen.

Gruß, Onno
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Geändert von Slaughthammer (10.04.2015 um 01:33 Uhr).
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Alt 10.04.2015, 07:38   #4
nailhead
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Moin,

versuche auch mal auf dem "Sichtweg" zwischen 8" und den Ports zu dämpfen, zu Beispiel ein, besser zwei Lagen Sonofil in den Raum dazwischen spannen.

Grüße
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Alt 10.04.2015, 07:39   #5
Saarmichel
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Hallo Onno,

trenne den BMS/Faital doch mal passiv mit 6db. Ein einfacher 3,3µF Kondensator zieht den BMS meiner Erfahrung nach von "oben her" perfekt galt.

Vorteil, der HT ist vor den Einschaltknacks / zu tiefen Frequenzen geschützt und ist im unteren Übertragungsbereich deutlich leiser. Das dürfte auch das DSP-Rauschen deutlich vermindern. Und wenig Rechenleistung/Frequenzgangkorrektur, dürfte klanglich auch vorteilhaft sein.

Ich selbst vermeide wegen des Mitteltonmülls aus den BR-Ports, die Front-Port Bauweise- insbesondere bei kleinen Gehäusevolumen mittlerweile konsequent. Die Klangverfärbungen die dadurch entstehen, ruinieren den ganzen Klang.

Wenn man so stark bedämmt, dass es wenigstens halbwegs erträglich klingt, dann ist der Wirkungsgrad-Vorteil weg. Dann ist es besser die Ports hinten zu haben- oder gleich geschlossen zu bauen.

Bei so massiven Störungen, dürfte das aber auch rückwertige Ports nicht viel bringen.

Gruß

Michael
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Alt 10.04.2015, 12:14   #6
Christoph Gebhard
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Hallo Onno,

das einzige Dämmmaterial was Mitten killt ohne Bass zu kosten ist Basotect. Noppe wirkt eigentlich nur im Hochton. Mineralwolle wird dir auf der Abstimmfrequenz viel Pegel kosten. Aber die Störungen sind so massiv, dass man das Problem eher an der Wurzel packen sollte

Ich könnte mir vorstellen, dass die beengte Einbauposition auch "Unfug" macht. Miss doch mal direkt an der Membran im Nahfeld das Ausschwingverhalten mit hoher Auflösung.

So sah das bei mir aus:

Der Einbau war etwas "luftiger" als bei dir.

Gruß, Christoph

Geändert von Christoph Gebhard (10.04.2015 um 12:29 Uhr).
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Alt 10.04.2015, 13:15   #7
Slaughthammer
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Moin Christoph,

hab schon befürchtet, dass ich um Basotect nicht drum rum komme.

Wasserfall hab ich natürlich auch angeguckt... habs mal ähnlich skaliert wie deins. Zuerst im leeren Gehäuse:

Dann mit einer Lage 3cm Noppe unter der Versteifung:

Zusätzlich den Raum über der Versteifung mit Polsterwatte gefüllt:
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Alt 10.04.2015, 13:34   #8
Christoph Gebhard
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Hi Onno,

die Störung um 1200Hz ist ziemlich dominant. Das entspricht der Wellenlänge von ca. 28 cm. Die schlimmste Stehwelle bildet sich bei halber Wellenlänge, also bei 14 cm. Das könnte der Abstand zur Rückwand sein. Ist aber nur ins Blaue vermutet...

Ich würde mal zwischen Chassis und Rückwand überbedämpfen. Dann sollte man klarer sehen.

Gruß, Christoph
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Alt 12.04.2015, 21:36   #9
Slaughthammer
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So, bin etwas weiter gekommen. Misst sich jetzt deutlich besser, klingt aber immer noch nicht gut. Muss ich nochmal ran.

Zunächst habe ich die BR-Abstimmung im ungedämpften Gehäuse schrittweise angepasst:


Zum besseren vergleich nochmal Ausgangslage und letzte Version alleine:

Wie habe ich das gemacht? So:

Port um ca 2 cm gekürzt und je Port neun mal mit einem 10 mm Bohrer etwas "nachintoniert" (und eine Speakonbuchse eingebaut). Jetzt zeigt sich auch, dass die Störung um 1 kHz rum wohl doch die Portreso war, wie Hornresp es auch passend vorhergesagt hat... Naja, die bin ich erstmal einigermaßen los. Allerdings sieht man jetzt im leeren Gehäse wieder die vertikale Stehwelle bei 450 Hz wieder voll durchschlagen. Also mal wieder etwas Weichware ins Gehäuse:

Zum besseren Vergleich hier nochmal das leere Gehäuse mit dargestellt. Hups, abstimmung wieder runter gerutscht. Muss ich noch mehr Löcher bohren oder die Ports weiter kürzen. Aber nicht mehr heute. Aber immerhin ist der Nutzpegel jetzt schonmal höher als der unerwünschte Müll... Wenn ich den Nutzpegel jetzt noch wieder 3 dB höher bekomme, und dann noch etwas ausgeklügelter bedämpfe, so dass der MT-Müll noch 4-5 dB leiser wird, könnte da ein Schuh draus werden. Ich hab die Hoffnung für dieses Testgehäuse noch nicht aufgegeben!

Zum Schluss nochmal von der aktuellen Version mit Weiche im Nahfeld gemessen ein Wasserfall:

Die Sickenreso bei 770 Hz schlägt halt ziemlich durch, die Gehäusestehwelle bei 450 Hz ist auch noch nicht ganz weg, bei 1 kHz siehts deutlich ruhiger aus als vorher, und bei 2 kHz schwingt wohl die erste Oberwelle vom Port lustig aus. Es klingt auf jeden Fall schon etwas besser, aber immer noch lange nicht gut. Ports verschließen verbesser das ganze auch nicht wirklich viel, da muss wohl erstmal die Bedämpfung passen... Naja, ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht am Ziel.

Gruß, Onno
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Alt 10.05.2015, 01:18   #10
Slaughthammer
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Update: Ich bin jetzt bei ca 6,5 cm Portlänge mit 3 10mm Bohrungen angelangt, ist immer noch zu tief Abgestimmt. Es ist echt eine Plage... Die 10 Liter Bruttovolumen (ohne Abzüge für Treiber, Horn und Ports) sind wohl für ~100 Hz Tuning doch etwas zu wenig. Ich muss entweder mit der Abstimmung mehr Richtung 110 Hz gehen oder noch 1-1,5 Liter größer bauen. Das hieße 2 cm breiter und 1 cm höher. Neues Testgehäuse kann ich aber erst bauen, wenn mein Fuß wieder fit ist. (Sieht halt Scheiße aus, wenn man krankgeschrieben ist und nach Feierabend Privatarbeiten in der Werkstatt macht...)

Naja, ich hatte noch vor meiner Achillessehnenreruptur (mittlerweile erfolgreich operiert) neue kürzere Ports ins Testgehäuse gefrickelt, da ich den Verdacht hatte, dass der Mitteltöner einfach zu viel Dreck direkt durch die viele Bohrungen in den Port schmeißt. Ich hab dann auch noch versucht, die untere hälfte des Korbes mit Basotect zuzustoppeln, das hat aber nur über 2 kHz was gebracht. Also nochmal neu mit der Bedämpfung gespielt, diesmal hatte ich folgende Materialien zu Verfügung: Polyesterwatte ausm Polsterbedarf, 3cm Noppenschaumstoff, 3cm Basotect. Nach zahlreichen Kombinationsversuchen dieser Materialien im Inneren ist mir jetzt klar, dass man bei einer Akzeptable bedämpfung der Stehwellen ca 4 dB auf der Abstimmfrequenz verliert. Mehr Dämmung bringt dann nichts mehr, weil der Nutzpegel dann im gleichen Maß wie der Unnutzpegel sinkt. Wie auch immer, diese 4 dB fehlen mir im Moment. Sind per DSP zwar schnell wieder draufgepackt, aber das fühlt sich schon dreckig an, das so zu machen. Dann könnte ich auch gleich geschlossen bauen, das Gehäuse totdämpfen und unter 200 Hz einfach gerade ziehen. Aber warum sollte ich das tun, wenn ich einen Treiber habe, der nach Reflexabstimmung um 100-120 Hz verlangt?

Nächste Lektion die ich lernen musste:
Ich hatte ja den Lautsprecher im DSP schonmal schön glattgezogen. Das Setup hatte ich auch abgespeichert und einfach unverändert weiterbenutzt. Hab dann im Verlauf nur noch Nahfeldmessungen vom Port und Mittetöner gemacht, und daran dann mechanisch optimiert. Jetzt zum schluss wollte ich mir das Ergebnis mal anhören, also links meinen üblichen, gewohnten Lautsprecher, und recht das neue Top. Mit besagten DSP-Setup. Balanceregler hin und her und vergleichen... hm. Mittelton passt tonal einfach nicht. Ins DSP-Setup also noch einen Overall EQ eingefügt und solange rumgespielt, bis es tonal ziemlich gut übereinstimmt: -3 dB bei 1 kHz relativ breitbandig, und die fehlenden dBs bei Abstimmfrequnez. Klingt jetzt nicht 100% wie die andere Seite, aber schon ziemlich dicht dran. Dann dachte ich mir, kann doch nicht sein, dass ich mir so eine 3 dB Badewanne als normal angewöhnt habe? Ich hab mein Knallfrösche doch knallhart linear abgestimmt? Also nochmal den so nach Gehör entzerrten Lautsprecher gemessen. Was soll ich sagen, habs einmal mit und ohne EQ gemessen, und die Variante mit EQ ist halt schon etwas linearer als ohne. Im 5 dB Raster fällt das aber gar nicht so sehr auf, wenn da noch 3 dB zu viel stehen. Wenn die Korrekturkurve dazu dann im 3 dB Raster dargestellt wird, sieht das erstmal drastisch aus. Naja, wenigstens kann ich mich auf meine Ohren noch verlassen

Und die Moral von der Geschicht? Ventilier den MT nicht!
Das macht nur Stress... Ich werde mal gucken, dass ich die Abstimung morgen noch ein bisschen weiter hochschiebe, was dann hoffentlich auch das Verhältnis Nutzpegel zu Müllpegel weiter verbessert. Dann gibts auch neue Messungen.

Gruß, Onno
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Alt 26.09.2015, 14:22   #11
Hitower
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Hi
Was ist daraus geworden?

Optisch macht die Kiste ja was her, auch die Anordnung der Ports ist nicht unüblich...

Gruß
Daniel
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Alt 26.09.2015, 21:53   #12
Slaughthammer
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Ja, hab noch nicht sooo viel weiter gemacht. Hab die Ports nochmal deutlich gekürzt, um auf der Abstimmfrequenz mehr Pegel zu bekommen. Dann mal das Impedanzmesskabel rausgeholt, und damit rumgeärgert, dass das irgendwie weder reproduzierbare noch plausible Ergebnisse bringt. Dann hab ich das Projekt erstmal schlafen gelegt, bis Svens USB-Stick zum messen fertig ist, zumal dann auch wieder beruflich viel Arbeit auf mich zu kam. Sollte demnächst dann aber wieder ruhiger werden... Dann wirds hier auch wieder weiter gehen.

Gruß, Onno
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Alt 11.11.2017, 23:40   #13
Slaughthammer
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Was? Zwei Jahre vergangen? Naja... Ich hab die Teile mal wieder vorgekramt, den STIC angeschlossen und mich vertraut gemacht. Hab dann noch ein, zwei Abende mit verschieden Dämmungen herumgespielt, aber keine wirklich großen Fortschritte mehr gemacht. Die Mitteltonanteile aus den Ports waren einfach immer deutlich unangenehm hörbar.

Dann hab ich nochmal nachgedacht, Simulationssoftware angeschmissen und mal so geguckt was möglich ist. Mehr Volumen bringt eigentlich mehr Schaden als nutzen, auch wenn man dann etwas geschickter dämmen könnte. Also doch CB für den Mittelton? Naja... Abfall ab 400 Hz, und bei der sparsamen Auslenkung ist bei 100Hz auch schon recht früh Schluss, außerdem fehlen dann schon über 8 dB. SPLmax knapp über 100 dB... Ne, das wird auch nichts. Also was tun? Passivmembran! Wollte ich schon immer mal machen. Schnell simuliert ist sowas ja immer, also in 8-10 Litern bekommt man eine EBS3 Abstimmung hin, das Top soll am Ende ja eh an der Wand hängen, vllt komm ich dann sogar ohne Entzerrung aus...

Wie war das noch, Passivmembran sollte mehr Fläche als der aktive Woofer haben? 10" bekomm ich aber in so nem kleinen Gehäuse nicht unter... Ok, dann müssen halt zwei 6,5"er herhalten. Die kommen dann rechts und links neben den Treiber auf die Seitenwände.

Jetzt heißt es erstmal warten auf bestellte Teile.

Ach ja, das ganze soll ja ein handliches kleines 2.1 System werden. Das Subwoofergehäuse habe ich auch schon fertig im Keller stehen (fein in Birke MPX natur, fertig feingeschliffen, soll noch geölt werden), der Treiber ist auch da, muss nur noch die Speakonbuchse und Treiber eingebaut werden. Steht seit einem guten Jahr jetzt nur rum. Ich glaub ich muss meine aktuellen Lautsprecher verkaufen, dann hab ich eindeutig mehr Drive bei der Neuentwicklung. Hat letztes mal auch funktioniert....

Gruß, Onno
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Alt 12.11.2017, 06:09   #14
Azrael
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Kannst du auch etwas über den Subwoofer sagen? Ich bin ja auch gerade an einem 2.1-Set mit PA-Genen dran. Als Subwoofer ist bei mir aber eher etwas mit 12 Zoll in Planung, 15 Zoll wären für da, wo das Ganze stehen soll, vielleicht etwas zu wuchtig.

Viele Grüße,
Michael

Geändert von Azrael (12.11.2017 um 14:39 Uhr).
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Alt 12.11.2017, 11:03   #15
xajas
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Hallo Michael,
Was darf das Sub-Chassis kosten und soll es nur eins oder zwei werden?
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Alt 12.11.2017, 13:32   #16
Slaughthammer
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Zitat:
Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
Kannst du auch etwas über den Subwoofer sagen? Ich bin ja auch gerade an einem 2.1-Set mit PA-Genen dran. Als Subwoofer ist bei mir aber eher etws mit 12 Zoll in Planung, 15 Zoll wären für da, wo das Ganze stehen soll, vielleicht etwas zu wuchtig.

Viele Grüße,
Michael
Wie gesagt, der Sub ist noch nicht mit dem Gehäuse verheiratet... Es wird ein the box 15LB100/8-W im Jobst JB115 Sub Gehäuse (90 Liter, 40Hz Abstimmung iirc, vier Eckports. Wenn man zwei davon verschließt bekommt man übrigens eine EBS6 Abstimmung.)

Deine Tops mit dem 8" Celestion TF und BMS4538 werden wohl einen einzelnen 12"er pegeltechnisch überfordern. Da bräuchtest du schon einen Spezialisten der in wenig Volumen mit recht hoher Abstimmung gut läuft und trotzdem recht viel Hub macht. Wobei das auch dann noch schwer wird. Alternativ würde man einfach zwei Subs bauen, und den zweiten dann nur mitnehmen, wenn man es auf der Party mal richtig krachen lassen will, für den Heimgebrauch ist 1x12 eigentlich ausreichend...

45 Liter ist jetzt auch nicht allzuviel, bei mir haben die 12-280/8-W je 80 Liter bekommen. Aber die sind mit 33Hz auch arg tief abgestimmt, man kann den auch in 50 Liter auf 40 Hz abstimmen, f3 ist dann bei 46 Hz, allerdings bei erstmal recht flachem Abfall bis zur Abstimmfrequenz. Das sollte dann innerhalb der 3mm xmax für 109 dB reichen... Ob man bei der Bestückung des Tops allerdings beim Sub so einen Billigheimer einsetzen möchte muss man wohl auch überlegen. Aber so auf die Schnelle finde ich keinen 12"er der mit so wenig Volumen besser klar kommt. Ich hab seit jetzt 4 Jahren ein Paar davon im Wohnzimmer laufen, hatte noch nie das Gefühl, dass ich was bässeres bräuchte. Diesen Sommer habe ich mal wieder einen neuen gesehen und in einer Festival Boombox verbaut, hat auf jeden Fall gut Druck gemacht. musste allerdings auch nur gegen ein Paar Control1 antreten.

Gruß, Onno
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Alt 13.11.2017, 10:53   #17
Azrael
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Zitat:
Zitat von xajas Beitrag anzeigen
Hallo Michael,
Was darf das Sub-Chassis kosten und soll es nur eins oder zwei werden?
Falls es ein 12''er wird, erst mal einer mit der Option, noch einen zweiten zu bauen. Wird es ein 15''er, würde es wohl bei einem bleiben.

Was die Kosten angeht, würde ich natürlich am liebsten so wenig wie möglich ausgeben, was aber vermutlich schwierig wird, da ich mich auf bestimmte Treiber festgelegt habe und ich sie zur Kosteneinsparung schon irgendwie gebraucht ergattern müsste.

Die 12''er, die ich mir ausgeguckt habe, simulieren sich in WinISD so, dass sie in 45 bis 50 Litern BR bei einer unteren Grenzfrequenz von 40 bis 45 Hz bis zu 120 dB erreichen (WinISD simuliert m.W.n. im Halbraum), dafür aber sehr viel Leistung brauchen - so bis zu 900 Watt.

Natürlich muss sowas dann hochpassgefiltert werden, sonst bekommen die Teilchen ein mechanisches Problem.

Favoriten sind im Moment der RCF LF12X401 (der hat ein Motordesign, dass auf einen Linearen Hub über das rechnerische Xmax hinaus hoffen lässt) und der BMS 12S305 (der hat einfach ein sehr hohes rechnerisches Xmax) oder auch der RCF LF15X401, falls es doch ein 15''er wird.

Viele Grüße und sorry für's OT,
Michael
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Alt 13.11.2017, 13:37   #18
xajas
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Zitat:
Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
Falls es ein 12''er wird, erst mal einer mit der Option, noch einen zweiten zu bauen.
Hi,
muß es ein Chassis mit PA-Genen sein?
Ein Bekannter (auf dessen Urteil ich stark vertraue) betreibt folgende Standbox (10" PA TMT + 1" Horn) ergänzt pro Seite mit einem relative kleinem, geschlossenen Subwoofer auf der Basis eines "echten" Subwoofer-Chassis 12" Scanspeak 30W/4558T00 und ist glücklich damit :-)
Hier nur die Standbox. Von dem Sub habe ich kein Foto
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg IMG_6875.JPG (79,5 KB, 34x aufgerufen)

Geändert von xajas (13.11.2017 um 16:43 Uhr).
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