DIY-HIFI-Forum

Zurück   DIY-HIFI-Forum > Elektronik > Allgemeine Themen
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
 
Themen-Optionen
Alt 02.10.2017, 06:29   #1
Tom78
Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
Beiträge: 46
Standard LME49990 Ersatz

Hi, ich hoffe ihr könnt mir vielleicht helfen.
Also. Ich bin seit Jahren was OpAmps angeht etwas eingerostet. Zufrieden mit meiner Wahl, die ich vor Jahren getroffen habe, habe ich mir die Neuetwicklungen nicht mehr angetan. Eigentlich ist der Opa627 mein Favorit, aber da die Dinger mit Goldpreisen in Konkurrenz tretten könnten, habe ich vor langer Zeit die LME49990 für mich entdeckt. Gute Messwerte und toller Sound. Als der vor paar Jahren von TI eingestampft wurde, habe ich 40 Stück gekauft und gehofft, dass sie nie zu ende gehen . Da ich mal hier 2 abgegeben habe, mal da 4, sitze ich jetzt da und hab keine opamps mehr. Kaufen kann man die 49990er auch nicht mehr.
Was würdet ihr als Alternative empfehlen ? Ich hatte zwei opa2134 hier und war etwas enttäuscht, denn der Hochton ist mit denen auch nach langem Einspielen etwas nervig.
Ich baue gerade einen PCM1794 DAC für meinen PC, also wäre das das Einsatzgebiet.
Das Netzteil basiert auf einem Talema Ringkern, schnellen Dioden mit Snubbern und für die IV Stufe TI Stabilisatoren (TPS7A Serie). Ich kann max bis +-18v hoch.



Danke
Tom
Tom78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 08:00   #2
capslock
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.07.2012
Beiträge: 290
Standard

Der 49990 war bislang an mir vorbeigegangen. Das Datenblatt schweigt sich ja zur Technologie / Topologie aus. Es ist auf jeden Fall aufgrund der Daten klar, dass es sich um ein Modell mit bipolaren Eingangstransistoren handelt.

Daher habe ich ein Störgefühl, wenn Du das Teil mit FET-OP-Amps wie dem 627 oder dem 2134 vergleichst. Die werden bei anderen Quellimpedanzen optimal arbeiten als das verflossene Teil. Alle haben traumhafte THD+N - Werte, wobei nach meiner Erfahrung analoges Rauschen ziemlich irrelevant für das Hörergebnis ist, wenn es unter -100 dB liegt.

Als Alternative für die genannten Daten kommt mir der AD797 in den Sinn. Der wird aber genauso nur an geringen Impedanzen seine Vorteile ausspielen können.
capslock ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 08:49   #3
2pi
6.283
 
Registriert seit: 19.01.2010
Ort: VS
Beiträge: 1.060
Standard

Tom,

es kommt immer auf das Einsatzgebiet eines OPs an. Es gibt kaum den einen für alles.
Also schau doch mal ins Datenblatt vom Wandler.
Der hat einen Strom-Ausgang. Also wird die Ausgangsimpedanz nicht allzu niedrig sein. Leider sagen sie nicht, wie hoch sie ist. Aber TI schlägt selber einen NE5534 als I/V Wandler vor.
Da nimmst du dann einen NE5534A.
Als Ausgangs DiffAmp nehmen sie einen LT1028. Den ersetzt du dann durch einen AD797 oder einen OPA1611/12. Letzterer ist billiger und einfacher zu beschalten.

Grüße
__________________
2Pi-online.de
2pi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 09:41   #4
capslock
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.07.2012
Beiträge: 290
Standard

Zitat:
Zitat von 2pi Beitrag anzeigen
Tom,

es kommt immer auf das Einsatzgebiet eines OPs an. Es gibt kaum den einen für alles.
Also schau doch mal ins Datenblatt vom Wandler.
Der hat einen Strom-Ausgang. Also wird die Ausgangsimpedanz nicht allzu niedrig sein. Leider sagen sie nicht, wie hoch sie ist. Aber TI schlägt selber einen NE5534 als I/V Wandler vor.
Da nimmst du dann einen NE5534A.
Als Ausgangs DiffAmp nehmen sie einen LT1028. Den ersetzt du dann durch einen AD797 oder einen OPA1611/12. Letzterer ist billiger und einfacher zu beschalten.

Grüße
Für den Stom-Spannung-Wandler ist der Rückkopplungswiderstand das, was die Quellimpedanz bestimmt. Ist sie zu hoch, rauscht es, besonders bei einem OP mit bipolarem Eingang. Ist sie zu niedrig, gibt es Verzerrungen aus der Endstufe, weil die über den Widerstand auf eine virtuelle Masse arbeitet.
capslock ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 11:41   #5
Tom78
Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
Beiträge: 46
Standard

Zitat:
Zitat von capslock Beitrag anzeigen
Daher habe ich ein Störgefühl, wenn Du das Teil mit FET-OP-Amps wie dem 627 oder dem 2134 vergleichst.
Ja stimmt, du hast völlig recht, ich hab die Bezeichnungen durcheinander gebracht. Ich glaube es war der LME49720, hab nicht draufgeschaut, sondern losgeschrieben. Muss nachher mal sehen, welcher es ganz genau war aus der LME49 Reihe.

Ich hab gerade beim Händler um die Ecke Opa1612 bekommen, werde die erstmal ausprobieren.
Tom78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 11:55   #6
2pi
6.283
 
Registriert seit: 19.01.2010
Ort: VS
Beiträge: 1.060
Standard

Sagen wir es mal so: Bei einem Transimpedance Amp ist die Quellimpedanz tatsächlich von sekundärem Interesse. Den Strom, auf den es ankommt, kennt man ja und der fließt durch den feedback Widerstand.

Zitat:
Zitat von capslock Beitrag anzeigen
Ist sie zu hoch, rauscht es...
Bevor man hier bei Audio aber auf das Rauschen schaut, bestimmt der feedback Widerstand primär die Ausgangsspannung der I/V OPs (I*Rf). Von daher wird er wohl nicht riesig gewählt werden.
Als Minimum sollte man einen Wert wählen, mit dem man den Ausgang belasten kann plus die Last der Folgestufe.

Jedenfalls sollte Tom beim Datenblattdesign bleiben, wenn er (oder jemand anders) die Ausgangsstufe nicht frei mit anderen OPs simulieren kann. Dann weiß man wenigstens, daß es keine Instabilitäten gibt, die den Klang verhageln.
Einfach OPs tauschen kann schief gehen.

Grüße
__________________
2Pi-online.de
2pi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 14:45   #7
Kleinhorn
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 1.387
Standard

Hi..
zumindest in der SMD-Version sind die Teile doch noch erhältlich. Wenn auch in China. Ein Adapter ist auch schnell gebaut...

https://www.ebay.com/p/Lme49990-Ultr...0ma/1427045220

Gruß
Pedda
Kleinhorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 16:21   #8
Tom78
Benutzer
 
Registriert seit: 27.09.2017
Beiträge: 46
Standard

Zitat:
Zitat von Kleinhorn Beitrag anzeigen
Hi..
zumindest in der SMD-Version sind die Teile doch noch erhältlich. Wenn auch in China. Ein Adapter ist auch schnell gebaut...

https://www.ebay.com/p/Lme49990-Ultr...0ma/1427045220

Gruß
Pedda
Danke, hab ich nicht gefunden. Meine alten waren auch SMD, passt also.
Tom78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 18:10   #9
capslock
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.07.2012
Beiträge: 290
Standard

Ob die echt sind?
capslock ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2017, 16:17   #10
Kleinhorn
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 1.387
Standard

Teilweise steht echt dabei....ich hatte sowas aber auch noch nicht...aber das Gerücht hält sich..
Kleinhorn ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Powered by vBadvanced CMPS v3.2.2
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:24 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.