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Alt 21.11.2017, 22:26   #61
sonicfury
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Roflamo...

Wie war das?? So in etwa oder??
C = 1 / (2 * PI * Eckfrequenz * DCR vom HT) L = DCR vom HT / (2 * PI * Eckfrequenz)

Wenn du das ernsthaft einsetzen magst, um mit der Phase zu spielen, musst du naturlich ernsthaft messen...

Aber jut- das nur nebenbei.

Geschlossener MT- LCR auf das Impmaximum, warum solls so nicht klappen?
Ist doch ganz normales Vorgehen...
__________________
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Alt 21.11.2017, 22:50   #62
mtthsmyr
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Was?Wie?Wo?Wasfürneformelistdas?
Für den All-Pass?
---
Das Problem mit dem Filter erster Ordnung war, dass das Mitteltongehäuse zu klein war. Zusammen mit dem Vorwiderstand hat der Mitteltöner dann etwas aufgebuckelt, die Phase hatte dementsprechend Knick und Schlenker. Das sah dann gar nicht mehr schön aus. Mit Filtern zweiter Ordnung oder höher ließ sich das umschiffen. Aber jetzt geht es auch mit 1.O..
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Alt 22.11.2017, 20:12   #63
sonicfury
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Jepp für den Allpass...

Aber egal War nur so...
__________________
Es groovt
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Alt 03.12.2017, 19:26   #64
mtthsmyr
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Gibt neues...

Neues Testgehäuse:

Wie schon erwähnt, sind die Chassis mittlerweile einseitig in ein neues Testgehäuse umgezogen:
  • Der Mitteltöner hat jetzt 7 Liter zur Verfügung. Er klingt jetzt untenherum entspannter, hat mehr Feinauflösung und endlich auch eine sauber kontrollierbare untere Flanke. Trennung mit einem großen Kondensator und LCR sind jetzt sauber möglich.
  • Das Tieftonabteil ist auf 25 Liter geschrumpft und hat ein HP70 auf der Rückseite (50cm über dem Boden) bekommen. Das funktionert: Ist Bassreflex. Ist nicht mehr so gewaltig und tief wie vorher, funktioniert dafür aber sauber. Was konkret an dem alten nicht funktioniert hat, weiß ich nach wie vor nicht.
  • Gehäuseberuhigung ist erst einmal minimal: einfache Verstrebung, Trittschallplatten+Sonofill. Das ist ein auch hörbarer Rückschritt, reicht aber zum Testen zunächst. Die Pluspunkte beim BR überwiegen.
  • Die 22TAF/G liefert ein Gastspiel. Die bekloppte Schaltung habe ich ja schon gepostet. Aber das funktioniert ganz gut. Erstaunlicherweise konnte ich dieser Schaltung bisher weder attestieren, Dreck zu produzieren (kommunizierende Spulen habe ich häufiger in Testaufbauten), noch irgendwie Details zu schlucken. Wenn solche Effekte existieren, halten sie sich im Rahmen.
Evolution der Frequenzweiche:
Mittlerweile bekomme ich saubere LR2-Trennungen zum Tieftöner zustande. Keine Kniescheibenbeschallung mehr. Verschiedene Trennfrequenzen wurden getestet: 400, 350, 300Hz. 400Hz & 350Hz haben inakzeptable Probleme im Abstrahlverhalten (EFG-Senke bei 500Hz). Ab 300Hz ist Land in Sicht, dummerweise kann das der Accutöner nicht mehr. Man hört ihn bei bei einigen Drumschlägen leise Aua rufen. Fazit: nichts geht. 500Hz funktioniert nicht. Ab 650Hz (No-Limits-Variante) wird es wieder interessant, weil die EFG-Senken dann dort sind, wo man sie auch nutzen kann. Aber man verschenkt dann einiges Potential von dem Mitteltöner. LR4 reduziert die Probleme leicht, ist aber haarsträubend zu realisieren (Materialaufwand, Impedanz).

Was bleibt noch? Ein schadenfroher Mensch auf dem Battle hatte es mir ja schon nahegelegt: 3 1/2 Wege.
Das habe ich jetzt mittlerweile auch mal gemacht. Das funktioniert. Trennung ist z.Zt. bei 380Hz. Tonal funktioniert das. Spielt aus einem Guss, der Accutöner stresst nicht herum. Feinauflösung, alles Prima. Aber...

Man hört eben auch, dass von 200 bis 300 Hz in erster Linie ein einziger AL130 die Show schmeißt. Da fehlt "Autorität". Irgendwie auch nicht überraschend, wenn man darüber nachdenkt.
Wenn man davon man mal absieht, könnte man es so lassen. Damit kann ich Musik hören, wäre aber mit der Basslösung der Vorläuferkonstruktion "Reval" (18W/4531g00) in fast jeder Hinsicht besser bedient. Ein "größeres" Auftreten bei Orchestralem oder Klaviermusik war eigentlich das Ziel, warum ich auf die Doppel-AL130-Lösung gewechselt bin. Im Prinzip kann das Doppel das auch, nur komme ich dann nicht mit dem C79 zusammen (siehe LR2-Problematik). Insofern: Sackgasse!

Was machen andere? Und warum geht das hier nicht?

  • Visaton Notos (W=2x AL130 / M = AL130M). Trennt bei 270Hz. Der AL130M kann das, und bei höherer Trennung hätte es vermutlich ein Problem gegeben. Visaton Atlantis (2x AL130), trennt ebenfalls deutlich unter 300Hz. Beides würde der Accuton nicht mitmachen.
  • Avalon Indra - ganz extremer Fall: die scheinen die Raumanpassung komplett in den Frequenzgang miteingerechnet zu haben. LR4 bei 350Hz, und dann die Flanken auseinandergezogen um an dieser Stelle bewußt eine Senke zu realisieren. Der schaltungstechnische Aufwand dafür im Basszweig ist enorm, und reagiert sehr sensibel auf die ESR-Werte der Kondensatoren. Man braucht ca. 400uF und Elko-rau ist praktisch nicht zu verwenden. Avalon hat es geschafft unter Verwendung des Eton 7-375 (Rdc=6,8ohm) bei einer Minimalimpedanz von 2,7 ohm zu landen. Mit dem AL130 lande ich bei 2,1 ohm. Mittlerweile meine ich auch, dass dieser EQing-Ansatz oberhalb von 200Hz nicht mehr funktioniert - keine gute Idee!
  • Marten Coltrane 2 - auch irgendwie extrem: Die schnallen dem c79 zwei 8"-Bässe aus gleichem Hause unter und trennen bei 300Hz. Geht das? Grenzwertig, meiner Meinung. Dank der deutlich breiteren Schallwand. Bekommt der Mitteltöner 1,5dB bei 300Hz geschenkt. Das macht es etwas besser. Aber aus dem Stereophile-Review lässt sich herauslesen, dass irgendetwas da Probleme macht.
  • Lumen White Silver Flame. Trennen bei 180Hz, scheinbar 1. Ordnung. Die brauchen aber auch kein Dämmmaterial im Gehäuse. Der Ansatz insgesamt scheint zu sein: Wenn man genug Mist auf einmal baut, fallen die Einzelprobleme nicht mehr so auf.
  • Hobby Hifi Cento. Trennt LR2 bei 430Hz, hat aber die Treiber auf der Schallwand weiter auseinandergezogen. Nichts für meine Hörsituation. Da würde mit Sicherheit auch meine Frau meckern. Bei der Celline wird deutlich tiefer getrennt (210Hz?), der C90 aus der Cell-Reihe soll das aber auch abkönnen.
  • Jon Marshs Wavecor Ardent: 650Hz, "LR3". Schiebt die Senken in den Mittelton, wo sie helfen einen linear fallenden EFG zu realisieren. Ist ähnlich der Flight79-No-Limits. Oder Monitor Audio PL 200.
  • Für 3 1/2 Wege habe ich zwei Beispiele gefunden. Quadral Wotan Mk 5 (2x 8"/5" @350Hz) und Jim Holtzs Mini Statements (2x7" / 4" @ 450Hz). Letzterer schreibt, dass normale 3-Wege wegen des Treiberabstandes nicht realisierbar war.
  • Für die Ekta Grande hatte Troels erst eine 3 1/2-Wege Lösung entwickelt, sich dann aber für eine hohe 900Hz-3-Wege Trennung entschieden. Bauteilebedarf war eines der Kriterien.
  • Sonicfurys Diva Simone. Der Accuton müsste bis 200Hz voll durchlaufen => keine Gute Idee! Die AL130 würden bis in den Mittelton nebenherlaufen, und die will ich da nicht haben! In meinem Fall würde das Impedanzminimum auch zu weit absinken (böser, böser AL130 ).
  • B&W 683. Trennt bei 500Hz. Die geben dem Teil eine ausgleichendende Betonung bei 500Hz. Wäre nochmal einen Versuch wert. Muss aber auch nicht...
Und nu?
Bisher fallen mir folgende Optionen ein:
  1. Zurück zur No-Limits-Variante. Die BR-Probleme scheine ich gelöst zu bekommen, das Problem mit der Kniescheibenbeschallung auch. Bedauerlich ist, dass man von 400 bis 600Hz auf die Performance des Accutöners verzichten muss. Das Teil wird auch nie so geschlossen spielen, wie die "3punkt5"), und bin mir sicher, dass meine Frau das monieren wird. Auch der Diffusschall der No-Limits-Variante, der z.B. die Nachbarräume erreicht, war eher komisch.
  2. Diesbezüglich war die "3punkt5", also 3 1/2 Wege bei 380Hz, die beste. Ich gehe in die benachbarte Küche, und höre weiterhin Musik. Klingt halt nur etwas klein, die Gute.
  3. Oder ich sag: hat halt nicht seien sollen, und gehe zurück zur Reval, nur halt dann mit dem Accuton-Mitteltöner. Die vermutlich sicherste Lösung. Spielt nicht ganz so groß wie die No-Limits-Variante, dafür aufgrund der geschlossenen Bauweise deutlich sauberer. Und der 18W/4531g00 ist in der Rolle schon eine Hausnummer (F10=33Hz). Das wäre ein Fall von: da geht noch etwas, ist aber ein toller rundherum alltagstauglicher Lautsprecher für mich. Auch im Vergleich mit Variante #2 (3punkt5) sehe ich für mich den Reval-Reboot vorne. Nebenbei: deutlich einfachere Frequenzweiche!
Zu Horschibills Vorschlag mit dem Alcone 10 HE. Halte ich mittlerweile für grenzwertig. Auch von dem 26W/8534g00, mit dem ich geliebäugelt habe, komme ich mittlerweile weg. Treibergröße und durch den Accutöner vorgegebene Trennfrequenz passen nicht mehr wirklich gut. Außerdem, beide oben genannten fangen bei 1kHz an zu klirren (also grob eine Oktave über Trennfrequenz) - und haben ihre Metaller-Membranreso irgendwo bei 2-4 kHz. Da würde ich eher beim 18er-Revelator bleiben und über 4-Wege bzw. Subwooferergänzung nachdenken. Aber das hat Zeit.

VG, Matthias
mtthsmyr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2017, 23:11   #65
mtthsmyr
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Hatte erst einmal keine Lust auf den großen Umbau. Da habe ich an der Stelle nochmal weitergemacht:
Zitat:
B&W 683. Trennt bei 500Hz. Die geben dem Teil eine ausgleichendende Betonung bei 500Hz. Wäre nochmal einen Versuch wert.
So ähnlich, jedenfalls: Ich hatte noch einen Entwurf in der Schublade, der eine Korrektur zur Abstrahlproblematik der NoLimits-Variante darstellt. Den dann in Boxsim umgesetzt und auf den EFG der 3 1/2-Wege-Version entzerrt, die mir tonal ja einigermaßen richtig vorkam. Trennfrequenz ist jetzt 630Hz.

Den Buckel von 500 bis 900Hz hätte ich ohne den Ansatz mit dem EFG niemals so konstruiert. Bisher scheint das Gehör der Simulation aber recht zu geben - spannend.
  • Klingt natürlich komplett anders als die 3 1/2 Wege Version. Na, klar!
  • Klingt wärmer und voller als ich das aufgrund der Simulation erwartet hätte. Sehr angenehm.
  • Der Mittelhochton ist nicht mehr so soft/zurückhaltend wie bei der No-Limits-Version.
  • Der Mitteltöner spielt nie ganz alleine. Wenn man den abklemmt, entsteht eine maximal 13dB tiefe Senke. Das ist ein klitzekleiner Makel, weil der Mitteltöner seine Stärken so nicht richtig zur Geltung bringen kann.
  • Die Bodenreflektion ist auch wieder da. Bei 350Hz darf man sich im Raum 2dB dazudenken.
  • 400..1000Hz kompensiert die Schwächen im Abstrahlverhalten.
  • Ab 1400Hz bündelt der Mitteltöner stärker, was den Buckel dort sinnvoll macht.
  • Teilweise hat die Musik etwas zuviel "Körper". Muss mal sehen, ob das eher aus der 350Hz-Ecke kommt, oder weiter oben passiert.
  • BR fügt sich schön ein. Bafflestep scheint zu passen. Das kann so bleiben.
Damit lässt sich weiterpuzzeln.

-Matthias
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mtthsmyr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 20:57   #66
mtthsmyr
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Der oben genannte Kram bewährt sich. Die Trennfrequenz von 600HZ scheint echt ein guter Kompromiss zu sein. Kann so bleiben!

Ansonsten: der Hochtöner (22TAF/G) spielt schön, ich mag ihn - aber man hört die Probleme. Man kann das vielleicht noch etwas verbessern, indem man ihn weiter mit Bauteilen bewirft (immer gerne). Wäre interessant mal zu sehen, was sich auf diesem Weg noch herausholen läßt:
  • kleiner Sauger bei 9kHz
  • LCR auf Eigenresonanz
  • Sauger auf Membranreso.
Aber viel Hoffnung mache ich mir da nicht. Der 22TAF/G ist schon irgendwie genial, in Punkto Feinauflösung hängt er den SB26ADC komplett ab, aber so ganz kann er sein Preisschild nicht leugnen. Und im Kontext mit den anderen Treibern fällt der Klirr dann doch auf, vor allem sobald mal ein tück aufdreht. Der 22TAF/G war wirklich ein guter Partner für den SB12PAC - das hat IMO kompett Sinn gemacht. Und der SB26ADC passt finde ich super zum AL130. Aber so die Kombi hier - finde ich nicht wirklich sinnvoll.

Als alternative Kandidaten hatte ich bisher Scanspeak (6600/6640), Accuton (C12) und das kleinen Raal-Bändchen auf dem Schirm. Diese Woche habe ich mich noch für einen neuen Kandidaten hypen lassen.

Wer kann es erraten?

VG, Matthias
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