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Alt 07.02.2017, 23:26   #1
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
Ort: Hammelburg
Beiträge: 712
Standard Induktivitäten von 1-10H messen ohne LCR Meter

Hi zusammen,

mit LIMP kann man ja sehr komfortabel LCR Messungen im Bereich üblicher Werte von Frequenzweichen machen..

Aktuell puzzel ich am nem (Gitarren) Röhrenamp rum, da sind ein paar Bauteile im o.g. Bereich, leider weit außerhalb vom Messbereich von LIMP.

Ein True Rms Multimeter hab ich, aber noch nicht den passenden Plan.. ( ach ja, 10% Genauigkeit würden mir vollauf genügen ).

LG, Manfred
__________________
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Alt 08.02.2017, 00:11   #2
Siegfried
Benutzer
 
Registriert seit: 10.02.2013
Ort: Guteborn - im wilden Osten
Beiträge: 68
Standard

Hallo Manfred,

eine annähernde Methode ist folgende.

Du hast z.B. eine Spule BL100, 0,785 mm^2 mit 10mH / 1,91 Ohm (Mundorf)
Du benötigst 8,65mH
In der Tabelle hat die 8,2mH / 1,69 Ohm

Rechne: 1,91 + 1,69 = 3,60 / 2 = 1,8 Ohm für 9,10 mH
dann 1,80 + 1,69 = 3,49 / 2 = 1,745 Ohm für 8,65 mH
(Dies ist sozusagen der Mittelwert vom Mittelwert)

Ein paar Windungen abwickeln, Lack abkratzen und Ohm messen.
Dies so lange bis Du in etwa bei 1,745 Ohm bist.
Die Messstelle des Drahts sollte nicht länger als 5cm von der Spule entfernt sein, da sonst deine Ohmzahl stimmt aber die mH nicht.

So habe ich mir mehrere Tabellen mit den Mittelwerten erstellt um auf die Schnelle die Werte parat zu haben.
Die Abweichungen der ausgemessenen Spulen waren gering.

Hoffe, dass ich Dir helfen konnte.
Gruß
Siegfried
Siegfried ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2017, 00:27   #3
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
Ort: Hammelburg
Beiträge: 712
Standard

Hallo Siegfried,

jo, solche Spulen hab ich auch schon geändert. ( nach mehr oder weniger Induktivität , also ein wenig Ferrit rein oder abwickeln ).
Im mH Bereich kann man ja mit LIMP sehr einfach und genau messen...

Mir gehts aber um H, da ist die Impedanz viel zu hoch für LIMP...
__________________
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Alt 08.02.2017, 00:50   #4
スピーカ
Rez tu neb
 
Registriert seit: 05.05.2014
Ort: Hannover
Beiträge: 259
Standard

Hallo Manfred,

vielleicht ist das was für dich:

http://www.gaedtke.name/programmiere...der-soundkarte

Gruß
Patrick
__________________
スピーカ ist japanisch und heißt Lautsprecher
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Alt 08.02.2017, 00:54   #5
Siegfried
Benutzer
 
Registriert seit: 10.02.2013
Ort: Guteborn - im wilden Osten
Beiträge: 68
Standard

Jo,
das funktioniert nur mit Luftspulen.
Mein Messgerät (AmprobeLCR55A) kann Spulen von 10 uH bis 200Henry messen. So hatte ich noch nie dies Problem.
Ich verwende nur Luftspulen.
Wie das mit Ferrit hin und her schieben ect. ist, kann ich Dir nicht mitteilen. Da habe ich keine Ahnung.
Elektriker deines Vertrauens anrufen und nachfragen ob er / sie ein Meßgerät hat das dies abdeckt.

Gruß
Siegfried ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2017, 07:43   #6
holly65_MKII
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.08.2015
Ort: Hannover
Beiträge: 704
Standard

Moin Manfred,

das ist ganz einfach.

Nimm eine Spule mit bekanntem Wert (z.B. 2,2mH) und schalte sie zu der
einzustellenden Spule parallel.

Mit der Formel: Lges = (L1 * L2) / (L1 + L2) kannst du das nach umstellung der Formel berrechnen.


Hier gibt es ein nettes Tool dafür:
http://www.lautsprechershop.de/index...ls/t_spule.htm

Beispiel: 2,2mH (Festwert) + unbekannter Spulenwert parallel = 2,0mH gemessen.
Ergibt für die unbekannte Spule einen Wert von 22mH.

LG

Karsten
__________________
Die einfachste Art glücklich durchs Leben zu gehen ist die eigenen Erwartungen möglichst niedrig zu halten.
holly65_MKII ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2017, 15:36   #7
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
Ort: Hammelburg
Beiträge: 712
Standard

Danke für die Tips, besonders der Link vom Patrick hat mich auf die Sprünge gebracht .

Meine Idee:
Ich häng einfach einen 0,47yF Kondensator parallel zur Drossel, dazu in Serie einen Widerstand.
Die Reso lässt sich so per Sinusgenerator und Multimeter recht genau messen, ( liegt im Bereich 232 - 73 Hz bei 1 - 10H ).
Dann ein wenig rechnen...

Sollte doch funktionieren, oder?
__________________
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Alt 09.02.2017, 11:48   #8
sharan
Benutzer
 
Registriert seit: 18.11.2011
Beiträge: 85
Standard

Servus!

Üblich für solche Anwendungen sind Messbrücken.
In diesem Fall eine Maxwellbrücke. https://de.wikipedia.org/wiki/Maxwell-Brücke

LG,
Korbinian
sharan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2017, 23:33   #9
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
Ort: Hammelburg
Beiträge: 712
Standard

Jo, um möglichst exakt zu messen ( ist ja schließlich ein "realer", d.h. verlustbehafteter Parallelschwingkreis ) ,gehts wohl ohne entsprechend Messbrücke nicht.
Wenn ich Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingkreis richtig deute, bekomm ich mit meiner (primitiv) Messung eine Fres, die niedriger als die "ideale" Fres ist, und wenn ich damit die Induktivität ausrechne, bekomm ich zu hohe Werte ( und, je höher R/L , umso größere Fehler ).
__________________
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Alt 11.02.2017, 01:48   #10
detegg
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.11.2008
Ort: Münsterland
Beiträge: 879
Standard

Zitat:
Zitat von Bizarre Beitrag anzeigen
10% Genauigkeit würden mir vollauf genügen
Moin Manfred,

jenau!

... denn für was brauchst Du bei Frequenzweichen im Umfeld teilweise nicht wirklich erfassbarer Nichtlinearitäten (Chassis, Gehäuse, Raum, etc) höhere Genauigkeiten?

Die Diskussion hier erinnert mich schmerzlich an die Gespräche mit meinem Messtechnik-Prof. in 1986 - "Fehlergrenzen der Messgeräte, Fehlerfortpflanzung, speziell deren Berechnungen, etc." - ich habe es gehasst, aber doch verinnerlicht!

Um hier den Fehler auf <=1% zu drücken, benötigen wir Messtechnik, die mindestens(!) um den Faktor 10 teurer ist, als das, was der normale DIY-ler zur Verfügung hat.

Zitat:
Meine Idee:
Ich häng einfach einen 0,47yF Kondensator parallel zur Drossel, dazu in Serie einen Widerstand.
Die Reso lässt sich so per Sinusgenerator und Multimeter recht genau messen, ( liegt im Bereich 232 - 73 Hz bei 1 - 10H ).
Dann ein wenig rechnen...
.. sollte für diese Anwendung ausreichend sein.

Detlef
detegg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2017, 15:03   #11
Herr der Ringkerne
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 31.07.2015
Ort: Bergisches Städtedreieck
Beiträge: 101
Standard

Kann es immer wieder nur allen ans Herz legen:

http://www.ebay.de/itm/272449046210?...%3AMEBIDX%3AIT

Messung dauert 2 Sekunden und das kleine Ding hat bei allen Spulen die ich mit Wertangabe habe, immer exakt den angegebenen Wert angezeigt. Somit sollte die Genaugikeit völlig ausreichend sein.

Hat mir jedenfalls sehr sehr geholfen, da ich eine ganze Kiste an Spulen ohne Beschriftung besitze und jetzt endlich Licht ins dunkle bringen konnte!
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Schöne Grüße
Kai
Herr der Ringkerne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2017, 09:50   #12
Mad Bat
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 04.05.2014
Beiträge: 147
Standard

Hi,

Sowas ähnliches habe ich auch, wirklich praktisch und auch recht genau. Kanns ebenfalls empfehlen.

Gruß


Gesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
__________________
Ich bin nicht die Signatur. Ich putz hier nur.
Mad Bat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2017, 21:27   #13
Bizarre
HSG Franken
 
Registriert seit: 03.12.2013
Ort: Hammelburg
Beiträge: 712
Standard

Danke an euch für den Tipp mit dem "Transistortester".. Kann ja soo viel mehr als ein übliches "LCR-Meter"...
Genauigkeit, reicht mir allemal.
OK, Zenerdioden werden "nur" als normale Dioden erkannt, aber damit kann ich leben ..
__________________
Bizarre ist offline   Mit Zitat antworten
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