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Alt 20.06.2016, 21:06   #41
2pi
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Registriert seit: 19.01.2010
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Standard Mit Störung gegen Störung

Der 3. und vorerst letzte Probier-Löffel. Vielleicht für den ein oder anderen noch mit Extra-Portion Salz in der Suppe.

Ich überlege noch, etwas optionales für die Fraktion mit single-ended Endstufen (Cincheingang) anzubieten. Das war ja immer mal ein Thema zwischendurch. Prinzipiell bin ich nach wie vor ein Verfechter von symmetrischen Endstufen. Aber man kann auch hier helfen, den Klang zu verbessern.

Bei Interesse könnte man also ein Konzept aufgreifen, welches Anfang der 80er in Mischkonsolen verwendet wurde. Hier werden die schädlichen Potentialunterschiede zwischen Geräten aber auf eine andere Art eliminiert.

Im Gegensatz zur balanced Übertragung werden Störungen diesmal nicht durch den Eingang der Folgestufe unterdrückt. Geht ja bei single-ended auch gar nicht. Vielmehr wird der Potentialunterschied zwischen zwei Geräten gemessen und an den Ausgang der Vorstufe zurückgespeist. Dieser Teil wird dann zum eigentlichen Ausgangssignal addiert.

Im Falle einer Störung "drückt" die Störspannung ja gegen die eine Seite des Einganswiderstandes der Endstufe während die selbe Störspannung nun auf dem Nutzsignal "reitend" gegen das andere Ende des Eingangswiderstandes "drückt". Somit wird die Störung unwirksam und die Endstufe hat diesbzgl. nichts mehr außer dem Nutzsignal zu verarbeiten.

Das Ausgangssignal passt sich permanent an jede neue Störung an und so driftet die Endstufe und deren Eingangssignal gemeinsam mit den Störungen, die so keine Angriffsfläche haben.

Ich hoffe, das war bildhaft genug.

Dazu benötigt man eben eine dafür gemachte Ausgangstufe und ein Dreileiterkabel. Also wieder nix mit Cinch Wenigstens nicht am Ausgang des Pre.

Der 1. Leiter, der Schirm, schirmt das Signal und bringt die Endstufe ungefähr auf das Massepotential des Pre, also seine Erde. So wird man erst mal die hohe Spannung, auf der die Endstufe floatet, los. Diese könnte ansonsten nur ein Übertrager händeln aber kein elektronischer Eingang.

Der 2. Leiter führt primär das Nutzsignal.

Und der 3. Leiter wird als Meßstrippe am Eingang der Endstufe mit deren Masse verbunden (man nimmt einfach das Schirmende) und zurück an den Ausgang der Vorstufe geschickt.
Der entsprechende Pin muss dort dann ja ein Eingang sein, nämlich der Eingang für die Störungen. Die Störspannung wird hochohmig gemessen und wie oben beschrieben zum Ausgangssignal addiert.

Somit sind unterschiedliche Potentiale der Verbraucher selbst bei längeren Kabeln kein Problem mehr.

Das ganze schwebt mir als optionales Aufsteckmodul vor.
Alle anderen Funktionen von Sokrates stehen natürlich weiterhin zur Verfügung und unbalanced Quellen werden nach wie vor übertragerähnlich auf balanced gewandelt und wie gehabt entstört.

Mit dieser Technik würde es sich nun endlich also lohnen, einen balanced Vorverstärker an single-ended Endstufen anzuschließen.

Mit 1% Widerständen kommt man in der Praxis schon auf eine Störunterdrückung von ca. 50dB (316-fach). Mit etwas Optimierung, also z.B. 0,1% Widerständen im Störeingang sind gute 60dB (1000-fach) drin. Es ist also der Ausgang vom Pre, der nun quasi eine CMRR hat. Und zwar in der Form, wie gut sich das Signal und die Störungen addieren. Nur leider ist das nicht so einfach zu messen, wie beim balanced Eingang.
Ansonsten kommt es wieder hauptsächlich auf Toleranzen der Widerstände an.

Die Extrakosten würden sich lediglich auf einen Doppel-OP, eine Hand voll passiver Bauteile und eine kleine Extraplatine (derzeit ca. 24mm x 33mm) pro Kanal belaufen.

Selber ausprobiert habe ich das noch nicht. Kann man aber bei Bedarf. Man muss jedenfalls nicht mehr beweisen, daß es überhaupt funktioniert.

Wie immer regelt hier die Nachfrage das Angebot. Zu tun gibt es auch so noch genug

Grüße
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