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Alt 09.03.2014, 11:00   #135
Saarmichel
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.12.2011
Beiträge: 847
Standard

Hallo.

So, der Hochleistungstest wurde von den Abletec ALC0300-1300 mit Bravor- Pauken und Trompeten bestanden.

Meine Hornet-Evolution konnte den Abletec ALC0300-1300 nicht in die Knie zwingen. Und das ist eigentlich eine ziemlich Aussage- kräftige Auszeichnung, denn an diesem LS habe ich schon so manchen Verstärker ( Abletec ALC1000-1300 eingeschlossen ) quasi kotzen gehört

Soll heißen, der Abletec ALC0300-1300 fängt an der Leistungsgrenze nicht wie so viele Class-D Amps an zu stottern. Diese Aussetzer können echt extrem nerven. Beim Abletec ALC0300-1300 hört man nur ganz dezent, dass die Leistungsgrenze erreicht ist. Das erkennt man daran das im Bass einfach nicht mehr linear zu dem übrigen Frequenzbereichen, die Lautstärke erhöht wird. Das Klangbild kippt dadurch ins helle- aggressive und rauhe. Zudem zerfällt das Klanggemälde in seine Einzelteile. Der Zusammenhang geht mehr und mehr verloren.

Dies geschieht aber erst bei sehr, sehr hoher Leistungsabgabe. Der tätsächlich mögliche Output ist dabei absolut nicht mit einem L-15/20/25D vergleichbar. Vom Leistungsvermögen sind diese Amps nicht mal annähernd in der Lage, mit dem Abletec ALC0300-1300 mitzuhalten, wenn niederohmige Lasten zu treiben sind. Soviel zu 300 Watt !!!!.

Das ist auch wieder so eine Sache, die leider meist nicht verstanden wird.

Den L-15/25D habe ich am passenden LS schon als extrem leistungsfähig erlebt. An anderen Lautsprechern aber total versagen gehört. An meiner Hornet-Evolution ist das Ding, schon bei relativ geringen Lautstärken, nur noch am stottern, während bei meiner Bulldog-15 die Dachziegel abheben und einem Angst und Bange werden kann.

Was ist also der Unterschied ???. Beide LS haben mit ca. 95 db den gleichen Wirkungsgrad.

Nun, ein LS ist kein reiner ohmscher Lastwiderstand, woran Leistungsverstärker in der Regel gemessen werden. An einem rein ohmschen Lastwiderstand ist die Spannung in Phase mit dem Strom. Ein LS hat aber im Bereich seiner Resonanz / Abstimmfrequenz einen ( geschlossene Syteme), zwei oder mehrere ( Bass-Reflex, TML, Bandpass... ) Phasensprünge. Das heißt, der Strom ist nicht mehr in Phase mit der Spannung. Dann muss der Verstärker nicht mehr nur "Nutzstrom" sondern dazu auch zusätzlich "Blindstrom" liefern.

Und genau das, kann zB. offensichtlich der L-15/25D nicht besonders gut. Wahrscheinlich spielt aber noch ein anderer Faktor eine bedeutende Rolle. Ein Lautsprecher ist nicht nur Empfänger von Strömen, sondern auch Sender. Speziell die Bass-Töner mit ihrem starken Antrieben und hohen bewegten Massen, sind sehr gute Generatoren. Diese erzeugte "Energie" muss ja irgendwo hin, nämlich zurück in den Verstärker-mit Netzteil.

Sehr guter Link-Tip dazu: http://www.wesistema.de/html/die_endstufe.html

So, habe jetzt ziemlich weit ausgeholt. Aber das musste auch mal sein, um verständlich machen zu können, warum 300 Watt nicht unbedingt mit anderen 300 Watt vergleichbar sind, weil Wechselwirkungen im Alltagsbetrieb, beträchtliche Auswirkungen haben können. Für uns User, sind unter Alltagsbedingungen, die Labor-Werte in Werbeblättchen, nicht reell aussagekräftig.

Und was hat das alles ( noch ) mit dem Abletec ALC0300-1300 zu tun ???. Nun, der Abletec ALC0300-1300 lässt sich durch ungünstige Einsatzbedingungen nicht wie viele andere Class-D Amps aus der Ruhe bringen. Der Abletec ist unter allen Umständen "Last-stabil".

Es gibt aber auch sonst noch weitere positive Aspekte, die eindeutig für den Abletec ALC0300-1300 sprechen, zu vermelden.

Wärmeentwicklung: Welche Wärmeentwicklung ???. Selbst unter Voll-Last wurden die Küklkörper ( Kühlbleche ) von Verstärker und SMPS, nur handwarm. Auch der Hochfrequenz-Trafo, sowie der Ausgangs-Induktor wurden nicht übermäßig heiß. Ich konnte mit dem Infrarot-Thermometer nirgendwo Temperaturen über 45 Grad messen. Sehr, sehr gut. Kein anderen Class-D Verstärker laufen mit solch geringen Betriebs-Temperaturen, wie die Abletecs. Das gilt sowohl für den ALC1000-1300, als auch insbesondere für den ALC0300-1300. Das spricht auch eindeutig für die Abletecs.

EMI-Verträglichkeit: Selbst der offene Aufbau stört den Radio-Empfang nicht im geringsten.

Störgeräusche, wie rauschen, spratzeln, zirpen: Sind absolut nicht vorhanden, selbst mit den Ohr direkt am LS, sind keine dieser Misstöne zu vernehmen.


Persönlich klangliche Reihenfolge meiner Class-D Amps.

1. Hypex UcD2K ( Der absolute Maßstab ).

2. Abletec ALC0300-1300 ( klanglich dem UcD2K dicht auf den Fersen ).

3. Hypex NC-400 ( Preis / Leistungsverhältnis ).

4. Abletec ALC1000-1300 ( extrem dynamisch, deshalb je nach LS evtl. nicht unbedingt langzeit-hörtauglich ).

5. Connexelectronic CxD500 / SMPS600RE

6. L-15/25D ( wenn LS passt ).

7. Hypex UcD180 HG

8. Connexelectronic IRS2092 (500 + 700 Watt Stereo-Module).

9. Connexelectronic Tripath TA3020 / SMPS1000A ( unauffällig ).

10. Hypex UcD400 HxR ( konnte nicht nie überzeugen ).

11. Hifimediy T2 ( guter-klangstarker und preiswerter Einstiegs-Amp )

99. Hifimediy T3S ( absolut nicht erwähnenswert ).

Gruß

Michael

Geändert von Saarmichel (09.03.2014 um 11:17 Uhr).
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